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Südpol-Tourismus soll eingeschränkt werden

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Antarktis  

Südpol-Tourismus soll eingeschränkt werden

18.04.2009, 11:10 Uhr | AFP, dpa

Kreuzfahrtschiff am Südpol (Foto: dpa)Kreuzfahrtschiff am Südpol (Foto: dpa)

Zum Schutz des Ökosystems der Antarktis soll der in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegene Tourismus in der Polarregion begrenzt werden. Einen entsprechenden Beschluss fassten am 17. April die Teilnehmer einer internationalen Konferenz zum 50-jährigen Bestehen des Antarktisvertrages in Baltimore im US-Staat Maryland. Sie folgten damit einem Vorschlag der USA. Demnach wird die Größe von landungsberechtigten Kreuzfahrtschiffen auf solche begrenzt, die maximal 500 Passagiere an Bord haben. Zudem darf künftig an Landungsstellen nur je ein Schiff zur gleichen Zeit andocken. Maximal 100 Passagiere dürfen gleichzeitig an Land, dabei soll pro 20 Urlaubern mindestens ein Reiseführer dabei sein. Die Vereinbarung sieht bei Verstößen keine Strafen vor, die Unterzeichnerstaaten sollen die Einhaltung der Regeln selbst überwachen.


Antarktisvertrag

soll Polarregion schützen

Allerdings müssen die Beschlüsse von den einzelnen Ländern ratifiziert werden. Auf der zweiwöchigen Konferenz berieten mehr als 400 Vertreter aus 28 Unterzeichner- und 19 Beobachterstaaten über die Weiterentwicklung des Antarktisvertrags. Der Vertrag legt fest, dass die Polarregion nicht für militärische Zwecke genutzt werden darf. Zudem verzichten die Unterzeichner auf Gebietsansprüche. Der Vertrag besagt auch, dass der Südpol nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden kann. Er garantiert zudem die Freiheit der Forschung in der Region.

Starker Anstieg des Südpol-Tourismus

Umweltschützer begrüßten die Initiative. "Die Antarktis zu besuchen, sollte ein Privileg sein, es handelt sich nicht um eine Recht", sagte Gerald Leape von der amerikanischen Pew- Umweltschutzgruppe. Der Tourismus zum Südpol stieg in den vergangenen Jahren rasant an. Während in der Saison 1992/93 gerade einmal 6512 Reisende den Weg in die Antarktis fanden, werden für die Saison 2008/09 mehr als 34.000 Menschen erwartet. Mehrere Kreuzfahrtschiffe liefen in den vergangenen Jahren auf Grund. Passagiere mussten teils evakuiert werden, eine größere Katastrophe blieb bislang jedoch aus. Vor allem die USA hatten sich für konkrete Beschlüsse eingesetzt. "Eine Verschärfung der Umweltregularien ist vor allem wichtig angesichts des wachsenden Tourismus in der Antarktis", hatte Außenministerin Hillary Clinton zur Eröffnung der Konferenz unterstrichen.


Gefahr für Nord- und Südpol

Die Umweltstiftung WWF unterstrich anlässlich des Treffens die Gefahren für Nord- und Südpol. "Ein Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur um zwei Grad ist definitiv zu viel für unsere Polregionen", warnte Rob Nicoll vom Antarktis-Programm des WWF. Pinguine wären die ersten, die im Süden unter der Erderwärmung leiden. Auf der anderen Seite der Erdkugel sähe es für die Eisbären nicht besser aus. Wissenschaftler befürchteten, dass die Arktis binnen einer Generation im Sommer komplett eisfrei sein könnte.

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