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Athen: Kulturminister möchte Stöckelschuhe im Amphitheater verbieten

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Athen  

Ohne Stöckelschuhe und Kaugummi ins Theater

14.05.2009, 13:21 Uhr | dpa

Das Herod-Atticus-Theater unterhalb der Akropolis. (Symbolbild: dpa)Das Herod-Atticus-Theater unterhalb der Akropolis. (Symbolbild: dpa)

Griechenland will Stöckelschuhe, Kaugummi und Getränke aus seinen antiken Amphitheatern verbannen. Der Grund: Sie gefährden Marmor und sonstige Steine der historischen Stätten. Ein entsprechendes Gesetz hat der griechische Kulturminister Antonis Samaras dem griechischen Parlament vorgelegt.

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Rausschmiss oder Strafverfahren

Wer sich daran nicht hält, droht zunächst der Rausschmiss aus dem Theater und in gravierenden Fällen auch ein Strafverfahren, berichtete die griechische Presse am Donnerstag. Auch wer angetrunken ist oder sich nicht anständig benimmt, soll von den Wärtern aus dem Theater verwiesen werden können. Das Thema beschäftigt die griechischen Behörden und Archäologen seit Jahren. Rücksichtslose Besucher der Vorstellungen klebten immer wieder Kaugummi auf den weißen Marmor des Herod-Atticus-Theaters unterhalb der Akropolis von Athen. Dabei entstünden Säuren, die die Marmorstufen beschädigen. Auch die hohen Absätze vieler Besucherinnen zerstörten das antike Gebäude.

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27 Kilo Kaugummi

Trotz wiederholter Aufrufe und Bitten hielten sich die Besucher nicht an die Aufforderungen. "Es ist unglaublich aber wahr: Wir entdecken bei jeder Vorstellung Frauen mit hohen Absätzen", sagte Evgeneia Kalogeratou vom Kulturministerium in Athen der Deutschen Presse-Agentur. Vor zwei Jahren hatten Restaurateure bei einer gründlichen Reinigung 27 Kilo Kaugummi aus den Stufen des Theaters entfernt. Ähnliche Zustände herrschten auch in anderen Amphitheatern der Antike wie beispielsweise in Epidaurus auf der Halbinsel Peloponnes.

Die Geschichte des Theaters

Das Athener Herod-Atticus-Amphitheater wurde 161 vor Christus vom damaligen römischen Verwalter Athens, Herodes Atticus, erbaut. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es restauriert. 5000 Zuschauer finden in den insgesamt 32 Sitzreihen Platz. Jedes Jahr gibt es dort in den Sommermonaten zahlreiche Theater- und Musikaufführungen.

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