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New York  

Krone der Freiheitsstatue wieder geöffnet

05.07.2009, 12:13 Uhr | dpa

Die Krone der Lady Liberty (Foto: dpa)Die Krone der Lady Liberty (Foto: dpa)

Fast acht Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist die Krone der weltberühmten Freiheitsstatue in New York wieder für Besucher geöffnet. Zur Feier des amerikanischen Unabhängigkeitstags am Samstag konnten bei strahlendem Wetter erstmals wieder Touristen den beeindruckenden Blick von der Aussichtsplattform auf die Skyline von Manhattan genießen.

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Party trotz Wirtschaftskrise

Während andere US-Städte wegen der Wirtschaftskrise ihr traditionelles Feuerwerk zum Nationalfeiertag streichen oder eindampfen mussten, wollte New York am Abend der düsteren Stimmung trotzen. Mehr als 22 Tonnen Feuer- und Lichtraketen sollten in einem gewaltigen Farbspektakel über dem Hudson River gezündet werden. Der Mega-Vergnügungspark Disneyworld im US-Staat Florida eröffnete unterdes nach achtmonatiger Renovierung pünktlich zum 4. Juli seine "Hall of Presidents" (Präsidentenhalle) wieder - mit dem ersten schwarzen US-Präsidenten als jüngste Attraktion. Barack Obama als sprechende Puppe mit dem Spitznamen "Robobama" wirke dank neuer Technologie deutlich lebensechter als die anderen Präsidentenpuppen, berichteten US-Medien.

30 Besucher pro Stunde

Die Freiheitsstatue, das insgesamt 90 Meter hohe Wahrzeichen New Yorks, war nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Die unteren Aussichtsdecks wurden später wieder geöffnet. Der Aufstieg in die Krone mit ihrer berühmten Aussichtsplattform blieb jedoch bis zum Samstag geschlossen. Die ersten Besucher wurden in Zehnergruppen von einem Beamten der Nationalpark-Verwaltung die enge Wendeltreppe im Inneren der Statue hinaufgeführt. Nach den neuen Vorschriften sind jeweils nur 30 Besucher pro Stunde zugelassen. Die Karten werden in einer Lotterie vergeben.

Strenge Sicherheitskontrollen

US-Innenminister Ken Salazar erklärte: "Wir laden die Öffentlichkeit wieder ein, unsere große Nation und die Hoffnungen und Möglichkeiten zu feiern, die der Aufstieg in die Freiheitsstatue mit seinem einzigartigen Blick auf den Hafen von New York symbolisiert." Die 1886 eingeweihte "Lady Liberty", ein Geschenk Frankreichs an die USA, war für Millionen von Einwanderern bei ihrer Ankunft in Amerika das Wahrzeichen für die erhoffte Freiheit. Inzwischen kommen jährlich Millionen Besucher auf die kleine Insel, die einst in direkter Sichtweite der zerstörten Zwillingstürme lag. Vor der Abfahrt mit der Fähre gibt es seither strenge Sicherheitskontrollen.

Anmeldungen erst wieder im Herbst

Die Karten für das erste Besucherwochenende am Unabhängigkeitstag waren innerhalb von wenigen Stunden ausverkauft. Insgesamt sind nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN bereits 14.000 Tickets vergeben, die nächsten Anmeldungen sind erst wieder für den Herbst möglich. Der Aufstieg soll jetzt zwei Jahre möglich bleiben, bis die Krone für weitere Renovierungsarbeiten wieder geschlossen wird. Die enge Wendeltreppe gilt als gefährlich, weil die Besucher im Notfall nicht schnell genug in Sicherheit gebracht werden können.

Andere Orte backen kleinere Brötchen

Anders als New York mussten dutzende US-Städte vom Staat Washington im Westen bis nach Pennsylvania im Osten ihre Feuerwerke zum Unabhängigkeitstag verkleinern, verlangten Eintritt oder sagten sie wegen schrumpfender Etats und wegbrechender Steuereinnahmen gleich ganz ab, wie der US-Sender ABC am Samstag berichtete. Gerade für kleinere Orte sind Feuerwerke in diesem Jahr zu teuer, in manchen Städten könnten sie nur stattfinden, weil kurzfristig private Sponsoren einspringen. Ein Feuerwerk könne bis zu 50 000 Dollar (35 700 Euro) kosten, dazu kämen Überstunden für Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter, berichtet der Sender weiter.

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