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ADAC-Fährentest: Fähren in Griechenland fallen durch

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ADAC-Fährentest  

Wenig Sicherheit auf Passagierfähren in Griechenland

30.07.2009, 08:30 Uhr | dpa, ADAC

Testverlierer "Sardinia Vera". (Foto: ADAC)Testverlierer "Sardinia Vera". (Foto: ADAC)

Auf dem östlichen Mittelmeer sind immer noch zu viele alte Schiffe mit Sicherheitsmängeln unterwegs. Das zeigt das Ergebnis des diesjährigen ADAC-Fährentests mit Schwerpunkt Griechenland. Knapp ein Drittel der insgesamt 14 Passagierfähren fiel mit „sehr mangelhaft“ oder „mangelhaft“ glatt durch, vier Schiffe erhielten lediglich die Note „ausreichend“. Dagegen gab es für fünf Fähren die Note „gut“ und für eine sogar ein „sehr gut“. Sehen Sie die Gewinner und Verlierer auch in unserer Foto-Serie.

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Ältere Fähren ausmustern

Der ADAC appelliert an die Reedereien, aus der Schiffskatastrophe im Jahr 2000 vor der griechischen Insel Paros, bei der 80 Menschen ums Leben kamen, zu lernen. „Die Sicherheit der Passagiere muss immer im Vordergrund stehen“, fordert Max Stich, ADAC-Vizepräsident für Tourismus. „Die griechischen Behörden sollten bestehende Gesetze endlich umsetzen und durch wirksame Sanktionen die Reedereien dazu bringen, ältere Passagierfähren mit den neuesten technischen Sicherheitsstandards auszurüsten oder ganz auszumustern“, so Stich weiter.


„Sardinia Vera“ durchgefallen

Testverlierer beim ADAC-Fährentest 2009 wurde die „Sardinia Vera“ der Reederei Kallisti Ferries. Technischer Zustand sowie Sicherheitsbewusstsein der Mannschaft der 34 Jahre alten Fähre, die zwischen Piräus auf dem griechischen Festland und Vathi auf der Insel Samos unterwegs war, waren Besorgnis erregend. Ein Evakuierungssystem war nicht vorhanden, ein schnelles Rettungsboot nicht einsatzbereit und es gab keine vorgeschriebenen Querschotten, die bei Wassereinbruch das Fluten des Autodecks verhindern sollen. Ergebnis: „sehr mangelhaft“.


„Ionian King“ überzeugt

Ganz anders sieht es beim Testsieger „Ionian King“ aus. Die Fähre der Reederei Agoudimos Lines ist zwischen Patras auf dem Peloponnes und Igoumenitsa auf dem griechischen Festland unterwegs. Die 18 Jahre alte Fähre bekam in vier von fünf Kategorien Bestnoten. Dabei überzeugten neben Sicherheits- und Rettungseinrichtungen auf höchstem technischen Niveau auch die sehr gut ausgebildete und verantwortungsbewusste Crew.


Worauf sollen Passagiere achten?

Wichtige Informationen für den Notfall bietet beispielsweise die Beobachtung der Crew: "Dabei geht es darum, ob man bemüht ist, dem Passagier Fragen zu beantworten - oder ob es der Crew eher egal ist. Zu beachten ist auch, wie man eingewiesen wird, ob das Auto vielleicht auch extra mit einem Keil gesichert wird - und ob das Zusammenspiel der Mannschaft einen organisierten Eindruck macht."


Laie kann Sicherheit kaum einschätzen

Direkt an der Fähre sollte nicht in erster Linie darauf geachtet werden, ob zum Beispiel ein Feuerlöscher ordentlich in der Halterung hängt. Einmal an Bord, macht es auch nicht mehr viel Sinn, sich womöglich über den Zustand der Rettungseinrichtungen zu ärgern. Zum einen, weil ein Laie die tatsächliche Sicherheit eben ohnehin nicht komplett einschätzen kann. Zum anderen ist für den Notfall anderes wichtiger: ADAC-Testerin Sabine Zuschrott rät dazu, sich mit den vorhandenen Sicherheitseinrichtungen vertraut zu machen, sich die Notausgänge einzuprägen und herauszufinden wo zum Beispiel Rettungswesten zu finden sind. "Denn wenn etwas passiert, dann muss alles sehr schnell gehen."

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