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Mallorca  

Zahlreiche deutsche Touristen sitzen fest

30.07.2009, 20:06 Uhr | dapd, dpa

Alle Flüge nach und von Mallorca sind vorerst gestrichen (Foto: AP)Alle Flüge nach und von Mallorca sind vorerst gestrichen (Foto: AP)

Nach dem Autobombenanschlag auf Mallorca sitzen zahlreiche deutsche Touristen vorerst auf der Ferieninsel fest. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft Air Berlin sagte, 23 Maschinen des Unternehmens sollten noch am Donnerstag (30. Juli) vom Flughafen Palma de Mallorca starten, um Urlauber wieder nach Hause in Deutschland zu bringen. Wie viele Passagiere von Air Berlin betroffen waren, ist noch unklar.



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Lufthansa aktuell nicht betroffen

Urlauber, die am 30. Juli nach Mallorca fliegen wollten, mussten sich gedulden: Air Berlin wollte nach Angaben der Sprecherin noch 23 Maschinen auf die Insel schicken. Schon in der Luft war davon demnach aber keine. Die Lufthansa, die zwölfmal die Woche Mallorca anfliegt und zwölfmal von der Insel Richtung Deutschland startet, war von der Sperrung des Flughafens dagegen nicht betroffen. Die Maschine nach Düsseldorf war am Nachmittag bereits gelandet, die nach Hamburg bereits unterwegs, wie eine Sprecherin sagte. Insgesamt fertigt der Flughafen von Palma jährlich 22,8 Millionen Passagiere ab. Wie die Flughafenbehörde AENA mitteilte, werden Flugzeuge, die schon in der Luft Richtung Mallorca waren, nach der Absperrung der Insel nun auf andere Flughäfen umgeleitet.

TUI-Gäste auf Mallorca werden betreut

Urlauber des Reiseveranstalters TUI, die nach dem Anschlag auf der Balearen-Insel Mallorca festsitzen, werden am Flughafen von ihren Reiseleitern betreut. Der Veranstalter hat zur Zeit rund 20.000 Gäste auf der Insel, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Jeden Tag reisen 500 bis 1000 Gäste an und ab. Von der Sperrung sind sechs Flüge mit TUI-Urlaubern betroffen. TUI-Gäste sind bei dem Anschlag nicht zu Schaden gekommen, sagte die Sprecherin.

Thomas-Cook-Urlauber müssen nicht im Freien übernachten

Urlauber des Reiseveranstalters Thomas Cook, die nach dem Anschlag auf Mallorca festsitzen, müssen nach Angaben des Unternehmens die Nacht nicht im Freien verbringen. Die meisten Hotels hätten noch freie Kapazitäten, die Reiseleiter würden die betroffenen Urlauber umgehend informieren und für Quartier sorgen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Sobald Flugzeuge und Schiffe die Balearen-Insel wieder verlassen dürften, würden die Urlauber nach Hause gebracht.


Touristen klagen über Informationsmangel

Nach der Schließung des Flughafens von Mallorca klagen Touristen über eine schlechte Informationspolitik. "Wir erfahren nichts. Weder Polizei noch Fluggesellschaft geben irgendeinen Hinweis, wie es weitergehen könnte", sagte ein Tourist aus Frankfurt der dpa. "Unseren Anschlussflug werden wir wohl nicht mehr kriegen, wir wissen aber auch nicht, ob wir noch einmal übernachten müssen oder ob es vielleicht gleich weitergeht. Null Durchsagen, man lässt die Touristen allein." Der Tourist, selbst Polizist, zeigte Verständnis: "Wegen der Fahndung ist das sicher nachvollziehbar, aber dann soll man es den Leuten wenigstens erklären und sagen, wie es weitergeht." In der ersten Stunde nach Schließung des Flughafens sei die Stimmung jedoch nicht schlecht gewesen: "Die Leute versuchen sich zu arrangieren, unterhalten sich und gucken neugierig auf die ganzen Kamerateams, die zum Flughafen kommen. Wenn man die ungemütliche Lage und den ernsten Hintergrund bedenkt, ist die Stimmung eigentlich recht entspannt."

Kein Anspruch auf Schadensersatz wegen ausfallender Flüge

Urlauber, die auf Mallorca festsitzen, weil dort der Flughafen gesperrt ist, haben keine Ansprüche auf Schadensersatz. "Es handelt sich in diesem Fall um höhere Gewalt", sagte Gabriele Franke, die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Berlin. "Die Fluggesellschaften und die Reiseveranstalter können nichts dafür, dass die spanische Regierungen den Flughafen gesperrt hat." Das sei vergleichbar mit Fällen, in denen es wegen einer Naturkatastrophe zu Flugausfällen und Verspätungen kommt. Die Fluggäste, die auf dem Flughafen Mallorca auf die nächste Rückflugmöglichkeit warten, haben aber Anspruch auf Essen, Trinken und einen Telefonanruf nach Hause, erläutert Maja Kressin, Reiserechtsexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg. "Das gilt auch im Fall von höherer Gewalt." Allerdings dürften sich Urlauber nicht einfach etwas zu essen kaufen und die Kosten dafür nachträglich zurückverlangen. "Das wäre schon der erste Fehler." Stattdessen sollten die Betreffenden sich direkt an den Schalter ihrer Fluggesellschaft wenden. "Häufig gibt es dort dann Gutscheine." Ein Anspruch besteht außerdem darauf, baldmöglichst nach Hause fliegen zu können, sobald die Sperrung des Flughafens aufgehoben wurde. Nach dem derzeitigen Stand ist das für den späten Donnerstagabend (30. Juli) um 22 Uhr zu erwarten.

Weitere Informationen Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten. An- und Abreisenden wird empfohlen, mit ihrem Reiseveranstalter in Kontakt zu treten. 

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