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Mallorca-Flüge nach Bombenanschläge wieder planmäßig

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Terror auf Mallorca  

Für Mallorca-Urlauber kein Grund zur Panik

01.08.2009, 08:21 Uhr | dapd, dpa

Alle Flüge nach und von Mallorca sind vorerst gestrichen (Foto: AP)Alle Flüge nach und von Mallorca sind vorerst gestrichen (Foto: AP)

Nach dem Bombenanschlag auf Mallorca läuft der Flugbetrieb von und zur Urlaubsinsel wieder normal. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken (CSU), sieht nach dem Terroranschlag auf Mallorca keinen Anlass für Panik. "Es gibt keinen Grund, von Reisen nach Spanien abzuraten", sagte Hinsken der "Passauer Neuen Presse". "Das Auswärtige Amt tut es auch nicht. Es ruft lediglich dazu auf, die Medienberichterstattung im Land aufmerksam zu verfolgen." Allerdings sei von einer neuen Qualität des ETA-Terrors auszugehen. "Vor Anschlägen auf touristische Ziele wurde bisher immer gewarnt, wenn Gefahr für Unbeteiligte bestand. Das war dieses Mal nicht der Fall", betonte Hinsken. Hinsken hält es zudem für übertrieben, wegen der Schweinegrippe auf eine Reise nach Mallorca zu verzichten. "Die Weltgesundheitsorganisation und die Behörden hier in Deutschland verfolgen die Entwicklung sehr aufmerksam. Bisher haben sie weder Reisewarnungen für einzelne Länder ausgesprochen noch raten sie generell vom Reisen ab."



Bomben-Anschlag auf Mallorca Die wichtigsten Fragen und Antworten

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Kein Anspruch auf Schadensersatz wegen ausfallender Flüge

Urlauber, die auf Mallorca festsaßen, weil dort der Flughafen gesperrt war, haben keine Ansprüche auf Schadensersatz. "Es handelt sich in diesem Fall um höhere Gewalt", sagte Gabriele Franke, die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Berlin. "Die Fluggesellschaften und die Reiseveranstalter können nichts dafür, dass die spanische Regierungen den Flughafen gesperrt hat." Das sei vergleichbar mit Fällen, in denen es wegen einer Naturkatastrophe zu Flugausfällen und Verspätungen kommt.

Anschlag kein Grund für Reiserücktritt

Nicht möglich sind Reiserücktritte wegen der Angst vor möglichen weiteren Anschlägen. Allerdings habe die Verbraucherzentrale in Berlin bislang auch noch keine Anfrage in dieser Richtung bekommen, Gabriele Francke, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Berlin. "Anders als bei anderen Anschlägen wie in der Türkei." Die deutschen Urlauber, die für die nahe Zukunft eine Mallorca-Reise gebucht haben, machten sich offenbar nicht soviel Sorgen, dass sie darüber nachdenken, lieber auf den Flug zu verzichten. Nach Angaben der Unternehmenssprecher gab es weder bei Tui noch bei Air Berlin Anfragen für Stornierungen.

Konsequenzen für den Tourismus befürchtet

Mutmaßliche Terroristen der baskischen Untergrundorganisation ETA hatten mitten in der Reisesaison in der Urlauberhochburg Palmanova einen Bombenanschlag verübt und zwei Polizisten getötet. Das Attentat löste in der Reisebranche Sorgen um das Tourismusgeschäft aus. "Auf kurze Sicht wird der Anschlag sich auf die Nachfrage auswirken", befürchtet Aurelio Vázquez, Präsident eines Zusammenschlusses von Hotelketten. Mallorca hatte bereits aufgrund der Wirtschaftskrise für dieses Jahr einen Einbruch der Touristenzahlen erwartet. In letzter Zeit nahm der Zustrom der Urlauber jedoch kräftig zu, die Auswirkungen der Krise schienen nicht so schlimm zu werden wie befürchtet. Das Attentat - der erste tödliche ETA-Anschlag auf den Balearen - bedeutete nun einen neuen Rückschlag für die Urlaubsinsel und ihr Image.

"Das Attentat war ein absoluter Einzelfall"

In Großbritannien, von wo die meisten Urlauber in Palmanova stammen, warnte das Außenministerium Reisende vor dem Terror in Spanien. "Dort besteht eine hohe Terror-Gefahr", betonte das Londoner Foreign Office auf seiner Internetseite. "Anschläge können willkürlich sein und sich an Plätzen ereignen, die von Ausländern und Touristen frequentiert werden." Die Verantwortlichen auf Mallorca wiesen die Warnung zurück. "Das Attentat war ein absoluter Einzelfall", sagte der Vorsitzende des mallorquinischen Fremdenverkehrsverbandes, Alvaro Middelman, dem Audiodienst der dpa. "Deshalb würde ich sagen, die Insel ist genauso sicher wie sie es vorher war." Der Tourismusminister der Balearen, Miquel Nadal, betonte: "Der Anschlag war gegen die Polizei gerichtet und nicht gegen die Urlauber."

Königsfamilie urlaubt auf Mallorca

Die ETA hatte in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, mit Anschlägen in Urlauberorten dem Tourismus in Spanien - als einem der wichtigsten Stützpfeiler der Wirtschaft des Landes - Schaden zuzufügen. Es gelang ihr aber nie, deutsche oder britische Urlauber von Reisen nach Spanien abzuhalten. Im Gegenteil: Spanien stieg weltweit zum drittwichtigsten Reiseziel auf, hinter Frankreich und den USA. In Palmanova waren am Tag nach dem Anschlag zahlreiche Polizisten in den Straßen zu sehen. Dies sind die Menschen in dieser Jahreszeit und in dieser Gegend jedoch gewohnt. Nur acht Kilometer entfernt liegt der Marivent-Palast, in dem die königliche Familie alljährlich ihre Sommerferien verbringt. König Juan Carlos und Königin Sofía werden am Samstag in ihrer Ferienresidenz erwartet und ihre Urlaubspläne auch nicht ändern. Ihre Töchter Elena und Cristina sind mit ihren Kindern bereits seit mehreren Tagen auf Mallorca.

Mallorca-Urlauber reagieren gelassen auf ETA-Terror

Die Touristen auf Mallorca reagierten eher gelassen auf den Terroranschlag. "Ich habe das am Abend im Fernsehen gesehen", sagte Sabine Oddo, die gut 20 Kilometer entfernt an der Playa de Palma Urlaub macht. Bei den Urlaubern sorgte eher ein anderes Thema für Gesprächsstoff. "Die Schweinegrippe ist ein größeres Thema", berichtete Oddo. Der Reisekonzern TUI wies entsprechende Befürchtungen jedoch zurück. "Das Schweinegrippe-Virus ist inzwischen weltweit verbreitet", betonte eine Sprecherin. "Deshalb ist es egal, ob man sich in Deutschland, Spanien oder den USA aufhält. Die Chance, das Virus von Deutschland nach Spanien zu schleppen, ist dabei genauso groß wie andersherum."


Weitere Informationen Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten. An- und Abreisenden wird empfohlen, mit ihrem Reiseveranstalter in Kontakt zu treten. Vor allem müssen Urlauber mit längeren Wartezeiten durch erhöhte Sicherheitskontrollen an den Flug- und Seehäfen rechnen.
Air-Berlin Für Fragen zu Flügen hat Air Berlin eine kostenfreie Rufnummer 00800/5 737 8000 eingerichtet.

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