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Bretagne: Französische Regierung will gegen "Killer-Algen" vorgehen

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Bretagne  

Algen können tödlich sein

20.08.2009, 16:38 Uhr | AFP

Algen am Strand im Finistère in der Bretagne (Foto: Imago)Algen am Strand im Finistère in der Bretagne (Foto: Imago)

In Frankreich hat ein Regierungsgutachten die Lebensgefahr durch Giftalgen an den Stränden der Bretagne bestätigt. An einigen Stellen der Touristenregion seien Konzentrationen von giftigem Schwefelwasserstoff gemessen worden, die beim Einatmen über mehrere Minuten für Menschen "tödlich sein können", teilte das staatliche Institut für Umweltrisiken (Ineris) mit. Es empfahl betroffene Strandabschnitte zu sperren und Menschen, die bei der regelmäßigen Beseitigung der Algen mithelfen, mit Warnmessgeräten auszustatten.


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Premierminister macht "Killer-Algen" zur Chefsache

Die Algen sorgen seit Ende Juli für Schlagzeilen, nachdem ein Pferd durch die Faulgase der am Strand verrottenden Algen verendete. Sein Reiter wurde bewusstlos. Umweltschützer sehen als Grund für die Algenplage massenweise ins Meer geschwemmte Düngemittel aus der Landwirtschaft. Premierminister François Fillon machte die "Killer-Algen" jetzt zur Chefsache und ließ sich von drei Ministern begleitet vor Ort in Saint-Michel-en-Grève an der Côte d'Armor über die Lage informieren.

Streit zwischen Umweltschützern und Bauern

In der Bretagne, deren Haupteinnahmequellen sowohl Tourismus (rund drei Millionen Urlauber jährlich laut french-property.com) als auch Landwirtschaft sind, hat die Algenpest inzwischen ein heftige Auseinandersetzung zwischen Bauern und Umweltschützern ausgelöst. Der Sprecher der Umweltinitiative "Halte aux marées vertes", André Ollivro, sieht sich laut der Zeitung "Le Parisien" massiven Einschüchterungsversuchen durch Bauern ausgesetzt. Er habe Klage eingereicht, nachdem er per Post eine Todesanzeige erhalten habe und eine Fuhre Mist vor seiner Tür abgeladen worden sei.

Algenpest ist an sich nichts Neues

Auch wenn das Ausmaß dieses Jahr immens ist, ist die Algenpest nichts Neues: Es gibt sie, unter anderem auch im Mittelmeer, seit den 1970er Jahren. Als Ursache wird vermutet, dass es bei hohen Temperaturen im Sommer zu einem kräftigen Algenwachstum kommt, das durch nitratreiche Abwässer aus der Landwirtschaft begünstigt wird.

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