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Thailand  

Wie Thailands Tourismus unter den Unruhen leidet

20.05.2010, 18:10 Uhr | t-online.de, dpa

Thailands Tourismus leidet unter den Unruhen. Phuket: Die Strände bleiben leer (Symbolbild: dpa)

Phuket: Die Strände bleiben leer (Symbolbild: dpa)

Mit Galgenhumor haben T-Shirt-Designer auf der thailändischen Ferieninsel Phuket lange versucht, Profit aus der Krisenserie zu schlagen, die immer mehr Feriengäste abschreckt. Von den Terroranschlägen 2001 in den USA über Krankheiten, Krieg und Katastrophen druckten sie alle internationalen Brennpunkte der vergangenen Jahre in dicken Lettern auf die Hemden: "9-11, SARS, Irak-Krieg, Tsunami, Vogelgrippe - was kommt als nächstes?" Wegen der Fernsehbilder der Unruhen im 900 Kilometer fernen Bangkok ist das Interesse der Touristen so niedrig wie fast noch nie.

Die Bilder der Unruhen betreffen ganz Thailand

Inzwischen müssten die Krisen-Shirts bald knielang sein: Als nächstes kam die Finanzkrise, dann die Vulkanasche über Europa, die die Flieger stoppte, und jetzt die Rothemden, die Thailands Image als Land des Lächelns kräftig erschüttert haben. Die blutigen Kämpfe zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in Bangkok sind auch für ferne Urlaubsparadiese eine Katastrophe. Zwar ist Phuket von Bangkok fast 900 Kilometer entfernt. Aber die Fernsehbilder von brennenden Barrikaden und Soldaten mit Maschinengewehren im Anschlag werfen ihre Schatten auf ganz Thailand - zu Unrecht, lamentierte Tourismusminister Chumpol Silapa-Archa unlängst. "Die Unruhen sind auf ein ganz kleines Areal in Bangkok begrenzt. Aber wenn man die Fernsehberichte sieht, meint man, das ganze Land sei betroffen. Dabei ist der Rest Thailands, zum Beispiel Phuket und Samui, total unberührt."

Dauerkrise in Phuket

Phuket hatte aufgrund der weltweiten Finanzkrise im vorigen Jahr schon ein Drittel weniger ausländische Besucher angelockt als 2008. Eigentlich rechneten die Hotels in diesem Jahr mit einem Aufschwung. Doch liegen die Vorausbuchungen für Juni bei gerade einmal 15 Prozent. Die Zeit bis zum Oktober ist zwar Nebensaison, aber so niedrig ist das Interesse lange nicht mehr gewesen. Am populären Patong-Strand an der Westküste sind Bars und Restaurants leer. "Im letzten Jahr ging es gerade noch so", sagt Tik, der eine Bar betreibt. "In diesem Jahr: nit noi" - zu deutsch: so gut wie nichts.

Nur die Unverzagten kommen nach Thailand

Die meisten Touristen kommen aus Großbritannien, Deutschland und Australien. Alle drei Regierungen haben wegen der Unruhen in Bangkok Reisewarnungen herausgegeben. Nur das Auswärtige Amt betont dabei zusätzlich, dass die Touristenregionen im Süden des Landes nicht betroffen sind. Viele Ferienveranstalter blasen ihre Reisen ab, und die Touristen weichen nach Malaysia oder Bali in Indonesien aus. Auf Phuket gibt es aber ein paar Unverzagte, wie das Ehepaar Liane und Markus Dammann aus Frankfurt. Die beiden kommen jedes Jahr ein- oder zweimal nach Phuket, seit mehr als 20 Jahren. "Das ist einfach eine falsche Wahrnehmung", sagt Liane Damman am ziemlich leeren Strand. "Wenn man das im Fernsehen anschaut, denkt man, das passiert im eigenen Wohnzimmer - dabei ist es weit weg. Wir haben keine Angst." Aaron Williams aus Melbourne ist das erste Mal in Phuket und sehr zufrieden. "Ich habe mich vorher erkundigt, und es war klar, dass man nicht nach Bangkok fährt. Aber hier ist alles in Ordnung."

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