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Algen-Alarm: Behörden geben Blaualgen-Entwarnung für Ostseestrände

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Algen-Alarm  

Behörden geben Blaualgen-Entwarnung für Ostseestrände

23.07.2010, 11:21 Uhr | AFP, dpa

Algen-Alarm: Behörden geben Blaualgen-Entwarnung für Ostseestrände. Ein riesiger Algenteppich in der Ostsee? (Foto: ESA/ddp)

Ein riesiger Algenteppich in der Ostsee? (Foto: ESA/ddp)

Die Blaualgengefahr für Ostseeurlauber ist scheinbar geringer als befürchtet. Nach Angaben des Landesumweltamts Mecklenburg-Vorpommern haben Messungen in den küstennahen Ostseegewässern keine auffälligen Befunde erbracht.

Algen nur in geringer Konzentration gefunden

Das Beobachtungsschiff habe keine Algenteppiche gesichtet, sagte der Dezernent für Gewässerüberwachung, Alexander Bachor, der Nachrichtenagentur dpa. Für die Ostsee typische Blaualgen seien in geringer Konzentration gefunden worden. Das Schiff hatte Proben rund ein bis drei Seemeilen vor der Küste Hiddensees und Rügens genommen. "Die Messergebnisse sind unauffällig", sagte Bachor. Die Umweltbehörden haben nun für den Bereich westlich der Insel Rügen vorläufig Entwarnung gegeben. Die Wasserschutzpolizei habe dort bei Probenentnahmen keine Blaualgenteppiche gefunden, sagte auch Harald Stegemann, Direktor des Landesumweltamts Güstrow, am Freitag dem Fernsehsender n-tv. Insofern könne für diesen Bereich aktuell Entwarnung gegeben werden. Der Regen, der aufkommende Wind und die kühleren Temperaturen tragen laut Umweltamt möglicherweise dazu bei, dass sich die Situation weiter entspannt.

Biomasse geringer als gedacht

Satellitenbilder der Ostsee hatten auffällige Algenansammlungen bei Bornholm, in der Pommerschen Bucht und vor der schwedischen Küste gezeigt. Anzeichen für Blaualgen gab es auch vor der Nordwestküste Rügens, im Stralsund und im Haff. Einen akuten Befall größerer Strandabschnitte der Ostsee registrierten die Behörden bislang aber nicht. Blaualgenteppiche treten regelmäßig bei höheren Temperaturen in nährstoffreichen Gewässern auf. Bestimmte Arten können Allergien oder Durchfall auslösen. "Wir haben den Eindruck, dass die Satellitenbilder die wirkliche Situation überbewerten", sagte Stegemann. Die Untersuchungen des Landesamtes und auch die Untersuchungen, die das Institut für Ostseeforschung Warnemünde in der Gotland-See unternommen habe, hätten gezeigt, "dass die Biomasse offensichtlich sehr viel geringer ist" als nach den Luftbildaufnahmen anzunehmen war.

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