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Betrug bei New Yorker Taxis: Fahrpreise verdoppelt

23.09.2010, 09:14 Uhr | dpa, dapd, t-online.de

Betrug bei New Yorker Taxis: Fahrpreise verdoppelt. New York: Typisches gelbes Taxi - "Yellow Cab" (Foto: Imago)

New York: Typisches gelbes Taxi - "Yellow Cab" (Foto: Imago)

Tausende Touristen und Bewohner New Yorks sind bei Fahrten mit den gelben Kult-Taxis übers Ohr gehauen worden. Viele Taxameter waren manipuliert, und die Fahrgäste mussten teilweise das Doppelte des korrekten Preises zahlen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. 59 Fahrer wurden festgenommen. Sie hatten die Taxameter so eingestellt, dass die Fahrgäste in Tausenden von Fällen einen höheren Vorort-Tarif zahlen mussten, obwohl sie im Stadtgebiet unterwegs waren.

New Yorker Taxibetrüger per GPS überführt

Die New Yorker Behörden betonten, die Vorfälle beträfen nur einen kleinen Teil der insgesamt 48.000 Fahrer und ihrer rund 13.000 so genannten Yellow Cabs. Mit Hilfe von GPS sind die betrügerischen Taxifahrer überführt worden. Allein ein Taxifahrer soll gleich 5127 Fahrgäste betrogen und so 11.000 Dollar ergaunert haben. Ein anderer habe es sogar auf 15.500 Dollar gebracht, die er 4772 Kunden abgenommen habe. Der Trick der Gauner war immer der gleiche: Wenn ein Fahrgast zugestiegen war, drückten sie für Fahrten im Stadtgebiet einen kleinen Knopf am Taxameter. Damit war der höhere Umlandtarif eingestellt - obwohl das Taxi New York nie verließ. Das geeichte Taxameter zeigte aber für den Fahrgast offensichtlich den korrekten Fahrpreis an. Der Unterschied war nicht so groß, dass er gleich auffiel, aber groß genug für einen Schaden von fast einer viertel Million Dollar.

286.000 Fahrten manipuliert

Die Fahrzeuge wurden inzwischen so ausgerüstet, dass Fahrgäste alarmiert werden, wenn der höhere Tarif verlangt wird. Die Ermittlungen kamen ins Laufen, nachdem sich ein Fahrgast bei der Stadt über einen ungewöhnlich hohen Fahrpreis beschwert hatte. Die städtische Taxikommission war im Mai zu dem Ergebnis gekommen, dass fast 22.000 Fahrer in unkorrekter Weise Vorort-Tarife verlangt hatten. Es war von insgesamt 286.000 Fahrten die Rede, bei denen über 1,1 Millionen Dollar an Fahrpreisen angefallen waren. Fahrer erklärten, dass es sich bei einigen Fällen schlicht um Irrtümer ohne bösen Vorsatz gehandelt habe. Die Kommission hatte angekündigt, dass Fahrer, denen so etwas ein oder zwei Mal passiert war, nicht bestraft werden sollten.

"Yellow Cabs" sind Kult

"Niemand steht über dem Gesetz - oder unter unserem Radar", sagte Staatsanwalt Vance. Die Betrüger - der jüngste 22, der älteste 70 - hätten einer Branche geschadet, die lebenswichtig für die Stadt sei. In der Tat sind die "Yellow Cabs" in Manhattan, wo ein Parkplatz mehrere hundert oder sogar mehr als tausend Dollar im Monat kostet, so populär, dass die gelben Taxis als Modell oder Aufkleber in den Souvenirläden zwischen Freiheitsstatue und Empire State Building stehen.

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