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Ägypten: Zwei Haie nach Angriffen auf Touristen gefangen

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Zwei Haie nach Angriffen auf Touristen in Ägypten gefangen

03.12.2010, 12:43 Uhr | AP

Ägypten: Zwei Haie nach Angriffen auf Touristen gefangen. Dieser Hai soll vor der Küste des ägyptischen Badeortes Scharm El-Scheich vier Urlauber attackiert haben (Foto: Reuters)

Dieser Hai soll vor der Küste des ägyptischen Badeortes Scharm El-Scheich vier Urlauber attackiert haben (Foto: Reuters)

Nach zwei schweren Hai-Attacken auf Touristen im Roten Meer sind den ägyptischen Behörden zwei verdächtige Tiere ins Netz gegangen. Wie das Umweltministerium mitteilte, wurden in der Nähe des beliebten Badeortes Scharm al-Scheich in Ägypten ein Makohai und ein Weißspitzen-Hochseehai eingefangen. Bilder von dem einen Raubfisch sehen Sie in unserer Foto-Serie.

Küstenwacht veröffentlichte eine Warnung für das Tauchgebiet

Am Mittwoch hatte ein Hai vor der ägyptischen Küste im Norden der Naama Bay zwei Schwimmerinnen die Arme abgebissen. Bereits am Dienstag hatte wahrscheinlich das gleiche Tier ein Paar angegriffen und an Beinen und Rücken verletzt. "Ich habe gesehen, wie er zu der Frau schwamm und in ihre Beine biss", sagte der Tauchlehrer Hassan Salem laut Medienberichten. Bei den insgesamt vier Verletzten handelt es sich nach Angaben der russischen Botschaft um Touristen aus Russland und der Ukraine. Die Küstenwacht veröffentlichte eine Warnung für das beliebte Tauchgebiet vor Scharm El-Scheich. Die Strände wurden vorsorglich bis zum 3. Dezember gesperrt. Die Verletzten wurden nach Behördenangaben in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Kairo behandelt. Die 150 und 250 Kilogramm schweren Haie seien in ein Naturschutzzentrum gebracht worden. Dort solle geprüft werden, ob sich Reste menschlicher Gebeine in ihren Mägen befänden.

Experte vermutet Weißspitz-Hochseehai als Angreifer

Gerhard Wegner von der Schutzorganisation Sharkproject International e.V. vermutet gegenüber t-online.de einen Weißspitz-Hochseehai als Angreifer. Diese seien gerade im Roten Meer durch Anfütterungen von Booten aus konditioniert und näherten sich auch immer wieder Tauchern. Ein Angriff in Küstennähe sei allerdings ungewöhnlich. Einen Makohai-Angriff hält Wegner für unwahrscheinlich, dafür sei diese Haiart zu scheu und hätte zudem ein ungeeignetes Gebiss. Ein Hai-Unfall sei laut Wegner allerdings generell sehr selten und immer eine Kombination verschiedener Unfallfaktoren.

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