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Reiseveranstalter streichen Ägypten-Reisen

01.02.2011, 15:23 Uhr | mro, dpa-tmn, dpa

Reiseveranstalter streichen Ägypten-Reisen. Ägypten: Leere Strände am Roten Meer (Foto: imago)

Ägypten: Leere Strände am Roten Meer (Foto: imago)

Die großen deutschen Reiseveranstalter bringen bis Mitte Februar keine Urlauber mehr nach Ägypten. Die Reiseverträge werden von den meisten Anbietern aktiv gekündigt, sagte Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV), am Dienstag in Berlin. An eine Evakuierung aller deutschen Touristen, die sich derzeit bereits in Ägypten aufhalten, ist weiterhin nicht gedacht.

Auswärtiges Amt: Sicherheitshinweis auch fürs Rote Meer

Mit der Entscheidung reagiere die Reisebranche auf die erneute Verschärfung der Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. Das Ministerium rät wegen der anhaltenden Unruhen jetzt dringend von Reisen nach ganz Ägypten ab. Das schließe ausdrücklich auch die Touristengebiete am Roten Meer mit ein, sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in Berlin. DRV-Sprecher Schäfer begründete die Entscheidung auch damit, dass Versorgungsengpässe wegen der Unruhen nicht ausgeschlossen werden könnten. Aus diesem Grunde wolle man jetzt nicht noch mehr Gäste nach Ägypten bringen. Gekündigt werden die Reiseverträge je nach Anbieter für in Deutschland geplante Abflüge bis zum 13., 14. oder 15. Februar. Außerdem bieten viele Tourismusunternehmen jetzt kostenlose Umbuchungen von Ägypten-Reisen bis Ende Februar an, sagte Schäfer.

Etwa 30.000 Gäste noch in Ägypten

Wie viele deutsche Urlauber derzeit in Ägypten sind, lasse sich nicht genau beziffern. Es seien aber auf jeden Fall mehr als in Tunesien, wo die Reisebranche wegen der Unruhen eine große Rückholaktion organisiert hatte. "Wir reden hier über etwa 30.000 Gäste", sagte Koch. In Tunesien seien es 7000 bis 8000 gewesen. Eine Rückholung sei im Fall Ägypten nicht erforderlich, sagte Koch, "und sie würde bei vielen Urlaubsreisenden dort auch auf Unverständnis stoßen." Die Lage in den Touristengebieten am Roten Meer sei weiterhin ruhig - was auch das Auswärtige Amt in seinem Sicherheitshinweis bestätigt.

Veranstalter: Genug Kapazitäten für Umbuchungen

Viele Urlauber nutzen die Gelegenheit, umzubuchen anstatt ganz auf den Urlaub zu verzichten. Bei Thomas Cook und Neckermann sowie bei der Rewe Touristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) gehören die Kanaren und die Türkei zu den beliebtesten Ausweichzielen. Neben Sonne und Strand spreche für diese Ziele, dass sie in vergleichbarer Flugzeit erreichbar seien, erklärte Matthias Brandes, Sprecher der Thomas Cook AG in Oberursel - und im Fall der Türkei der ähnlich günstige Preis in All-Inclusive-Hotels. Für die Kanaren könnte dagegen ein Aufpreis fällig werden. Bei Thomas Cook und Neckermann buchten auch viele Kunden auf die Arabischen Emirate um, sagt Brandes. Eng dürfte es auch nicht werden, wenn die Mehrzahl der Urlauber ihre gebuchte Ägypten-Reise zum Beispiel gegen die Kanarischen Inseln tauscht. "Zurzeit haben wir genug Kapazitäten", sagte Brandes. Außerdem sei momentan noch Vorsaison, und die Osterferien liegen in diesem Jahr erst spät im April. Ähnlich äußerten sich die Sprecher von Tui und Rewe.

Hotline der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale Berlin hat derweil eine Telefon-Hotline zu Reisen nach Ägypten und Tunesien für verunsicherte Bürger eingerichtet. Mit Fragen zu Umbuchung, Stornierung sowie Reiserücktrittsversicherung und den resultierenden Kosten können sich Urlauber am Mittwoch und Donnerstag, jeweils von 10 bis 12 Uhr, an die Nummer 030 / 214 85-180 wenden.

Die wichtigsten Hotlines der großen Veranstalter

Neckermann Reisen und Thomas Cook: 06171 65 65 190,
Bucher Reisen: 06171 65 65 400
Air Marin: 01805 36 66 36

FTI: 0800 25 25 444 (aus dem Ausland: +49 89 25 25 26 10)

REWE Touristik (ITS, JAHN Reisen, Tjaereborg): 02203 42 800

Reisehinweis des Auswärtigen Amts

Reisehinweis des Auswärtigen Amts

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