
22.02.2011, 13:51 Uhr | Markus Roman
Die Küsten von Hawaii, Sri Lanka, Australien sind die Hotspots, an denen die Surfer der Welt die Wellen bezwingen. Doch dank einer neuen Technik könnten auch bald Badeseen oder Wassersportzentren zum Wellenvergnügen einladen. Das spanische Unternehmen Instant stellte unlängst "Wavegarden" vor, ein so genannter neuer Surf-Wellen-Generator, der fast jedes Gewässer zum Surf-Dorado machen soll. Sehen Sie den ersten Prototypen auch in unserer Foto-Show.
Die Bilder des Prototypen, der nahe des spanischen San Sebsatians steht, lassen fast vergessen, dass die Welle sich in einem künstlichen See auftürmt. Lediglich die dunkle, grünliche Färbung des Wassers weist darauf hin, dass das hier nicht der Ozean ist. Laut Aussage von Karin Frisch, Sprecherin von "Wavegarden" funktioniert das System analog einer brechenden Welle im Meer. "Eine Wassermasse wird systematisch über eine Fläche bewegt, woraus die zu formende Welle entsteht", erklärt Frisch gegenüber t-online.de. Das Prinzip sei das Gleiche wie bei natürlichen Wellen, die sich an einem Riff oder auf einer Sandbank brechen. Allerdings könne man Höhe und Geschwindigkeit der Welle anpassen und so sowohl Anfängern als auch Profis gute Surfbedingungen bieten. Der Prototyp in San Sebastian kann bislang Wellen in einer Höhe von 1,20 Metern erzeugen. Laut Frisch sei mit der Technologie fast jede Wellenhöhe möglich. Damit die Anlage jedoch rentabel bleibt, empfiehlt sie eine Wellenhöhe von 1,60 Metern.
Positives Feedback für das Projekt gibt es von professionellen Surfern, die künstlichen Wellen oft kritisch gegenüberstehen. Der baskische Wellenreiter Aritz Aranburu durfte das System testen und sagte: "Die Welle ist großartig, um Surfen zu lernen und seine Technik zu verbessern." Als Einsatzort haben die Erfinder Seen, künstliche Becken, Resorts oder Surfparks im Sinn. Seit der Präsentation des Prototypen gebe es mehr als 1000 Anfragen, sagt die Sprecherin des Unternehmens. Eine erste Anlage entsteht voraussichtlich in Guipuzcoa, eine der drei baskischen Provinzen. Und das, obwohl die Erstinvestition für die Anlage nicht billig ist. Mindestens drei Millionen Euro muss ein Investor laut Frisch für einen "Wavegarden" investieren. Trotzdem betont die Firma Instant die Wirtschaftlichkeit der Anlage. "Wavegarden ist wesentlich günstiger in der Installation und Wartung, darüber hinaus ist seine Energieeffizienz jedem anderen System auf dem Markt haushoch überlegen", sagte José Manuel Odriozola, leitender Ingenieur und Mitbegründer von Instant.
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Quelle: Markus Roman
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