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Thailand: Touristen nach Überschwemmungen evakuiert

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Thailand: Gestrandet im Paradies

31.03.2011, 10:26 Uhr | mro, dpa

Thailand: Touristen nach Überschwemmungen evakuiert. Schwere Überschwemmungen in Südthailand (Foto: dpa)

Schwere Überschwemmungen in Südthailand (Foto: dpa)

Gestrandet im Paradies: Wegen schwerer Unwetter und Überschwemmungen saßen Tausende Touristen im Süden Thailands fest. Kriegsschiffe haben Hunderte nach Unwettern auf Inseln festsitzende Thailand-Touristen zurück aufs Festland gebracht. Auf einem Flugzeugträger kamen 618 einheimische und ausländische Urlauber am Donnerstag am Marine-Stützpunkt Sattahip 120 Kilometer südlich von Bangkok an, teilte die Marine mit. Ingesamt rettete die thailändische Marine mit Hubschraubern und einem Flugzeugträger rund 800 Touristen. Sehen Sie die Überschwemmungen und Evakuierung auch in der Foto-Serie.

Koh Samui: Flughafen wieder offen

Thailands einziger Flugzeugträger "Chakri Naruebet" hatte die 618 Touristen von Koh Tao nördlich des beliebten Touristenziels Koh Samui im Golf von Thailand gerettet. Die Menschen waren dort tagelang von der Außenwelt abgeschnitten, weil wegen der hohen Wellen keine Fähre mehr zu den anderen Inseln ging. Auf Koh Samui saßen ebenfalls Tausende fest, weil der Flughafen nach tagelangem Dauerregen wegen Überschwemmung 48 Stunden geschlossen war. Erst am Mittwoch ging er wieder in Betrieb. Auch vor der Westküste Thailands strandeten 500 Touristen auf der Insel Tarutao. Sie wurden mit eigens gecharterten Schnellbooten ans Festland gebracht.

Evakuierung: Armee setzt Schiffe in Südthailand ein

Zur Evakuierung setzte die thailändische Armee zwei Fregatten und ihren einzigen Flugzeugträger "Chakri Naruebet" ein. Der Flugzeugträger erreichte am Mittwochmorgen die Insel Koh Tao nördlich von Koh Samui. Auf Koh Tao saßen laut der Online-Ausgabe der "Bangkok Post" mehr als 1225 Touristen und Einheimische fest. Etwa 13.000 einheimische und ausländische Touristen seien wegen der Stürme auf Koh Samui gestrandet. Die Armeefregatten "HTMS Bang Pakong" und "HTMS Long Lom" evakuierten die rund hundert Urlauber auf den Similan- und Surin-Inseln in der Andamanensee.

TUI & Thomas Cook: Thailand-Gäste vor Ort betreut

Aufgrund der anhaltenden Regenfälle auf Koh Samui und der dadurch verursachten Flughafenschließung und Überschwemmungen sagen die Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook Anreisen bis einschließlich 5. April ab. Die TUI Reisebüros buchen die Gäste auf Wunsch gebührenfrei auf andere Ziele um, genauso ist es bei Thomas Cook. Gäste vor Ort werden laut einer TUI-Sprecherin informiert und betreut. Rundreisen in der betroffenen Region wurden von beiden Veranstaltern gestoppt und die Urlauber frühzeitig in ihre Anschlusshotels gebracht. Auf Wunsch würden Urlauber auf alternative Ziele wie Pattaya, Jomtien, Cha Am/Hua Hin, Koh Chang oder Bangkok umgebucht. Bei Thomas Cook waren von 17 Hotels auf Koh Samui drei von den Auswirkungen des Hochwassers betroffen; sie zogen in andere Hotels um. Laut einer Sprecherin des Auswärtigen Amts fliegen seit Mittwochmorgen Thai- und Bangkok-Airways Koh Samui an, um Touristen abzuholen.

Thailand: Ungewöhnliches Wetter für März

In den südlichen Provinzen kamen seit dem Wochenende mindestens 15 Menschen ums Leben. Insgesamt waren in den südlichen Provinzen 265.000 Menschen von Überschwemmungen betroffen, teilte der Katastrophenschutz mit. Die Niederschläge sind für die Jahreszeit absolut ungewöhnlich. Seit vergangener Woche hat es im Süden Thailands ungewöhnlich heftig geregnet - normalerweise zählt diese Jahreszeit zu den heißesten und trockensten Perioden. Zahlreiche Straßen und Schienenwege waren überschwemmt, vielerorts gab es Stromausfälle. Meteorologen machten das Wetterphänomen "La Nina" mit hohen Luftdruck- und Wassertemperaturunterschieden im und über dem Pazifik für die ungewöhnlichen Stürme verantwortlich. Dadurch ändern sich die Passatwinde. Auch in Bangkok war es ungewöhnlich kalt: 22 statt der zu dieser Jahreszeit üblichen 28 Grad. In Nordthailand fielen die Temperaturen auf 16 Grad. In der Ortschaft Khao Phanom in der Provinz Krabi rund 600 Kilometer südlich von Bangkok geriet am Mittwoch an einem Wasserreservoir ein riesiger Erdwall ins Rutschen, berichtete der Distriktvorsteher der Ortschaft Khao Panom, Suphot Channakhet, im Rundfunk. "Wir haben zehn Leichen geborgen, rechnen aber mit mehr Toten", sagte er. Dutzende Menschen würden vermisst.

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