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Hotels rüsten gegen Handtuch-Diebe auf

20.04.2011, 14:19 Uhr | Spiegel Online

Hotels rüsten gegen Handtuch-Diebe auf . Handtücher verschwinden schnell mal im Koffer. (Foto: imago)

Handtücher verschwinden schnell mal im Koffer. (Foto: imago)

Ein herrlich flauschiger Bademantel, blütenweiße XXL-Bettwäsche - manch ein Urlauber lässt schon mal was im Koffer verschwinden, bevor er aus dem Hotel auscheckt. Ein amerikanischer Unternehmer schiebt dem Tuch-Klau nun einen Riegel vor. Oder besser gesagt: einen Mikrochip.

Wasserfester Mikrochip als Hausdetektiv

Ein waschbarer Mikrochip soll Hotelgäste zu ehrlicheren Menschen erziehen. Eingenäht in Handtücher, Bademäntel und Bettlaken, erlaubt er den Hoteliers, geklauter Wäsche nachzuspüren - eine Reaktion auf die vielen Diebstähle, über die die Branche klagt. Ein Unternehmen aus Miami hat den Anti-Klau-Chip laut einem Bericht im Reise-Blog der "New York Times" entwickelt und sich die Idee patentieren lassen. Drei Hotels - in Honolulu, Miami und Manhattan - setzen ihn bereits ein. Eine Investition, die sich zu lohnen scheint.

4000 Handtücher im Monat geklaut

Dem Haus in Honolulu seien früher rund 4000 Badehandtücher im Monat abhanden gekommen, sagt William Serbin, Chef des Chip-Erfinders Linen Technology Tracking. Seitdem sich der Besitzer gegen die Langfinger wehrt, verschwinden nur noch 750 Stück, was die Verluste um monatlich 16.000 US-Dollar mindert. Steigende Baumwollpreise sind ein Grund, warum die Hotels immer stärker auf ihre Handtücher aufpassen. "Letztes Jahr hat ein Handtuch noch etwa fünf Dollar gekostet, inzwischen zahlt man eher acht oder neun pro Stück", so Serbin. Verständlich, dass die Hotelbesitzer gut darauf aufpassen wollen.

Handtuch ohne Logo nicht so interessant

So wie auch auf das Mobiliar. Kleiderbügel werden durch Ringe an der Kleiderstange befestigt, Elektrogeräte wie Fernseher oder Radiowecker sind über Laser-Systeme diebessicher. Der Handtuch-Klau wurde bisher dagegen kaum erschwert. "Einige Hotels verzichten inzwischen allerdings auf aufgestickte Logos in Handtüchern oder Bademänteln, um Begehrlichkeiten gar nicht erst zu wecken", sagt Philipp Rust vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Spiegel Online. Und Nobelhotels wie das Ritz-Carlton oder das Hotel Adlon würden hochwertige und exklusive Accessoires in den Hotelboutiquen zum Kauf anbieten. Den Einsatz von Mikro-Chips in Deutschland habe der Hotelverband aber noch nicht beobachtet. Der Dehoga geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus, der deutschen Hoteliers jährlich entsteht. "Diebstahl in Hotels ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine strafbare Handlung", so Rust.

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