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Strafenkatalog Mallorca: 1500 Euro fürs Pinkeln am Strand, 300 Euro fürs Musizieren

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Mallorca  

1500 Euro fürs Pinkeln am Strand, 300 Euro fürs Musizieren

26.07.2011, 17:13 Uhr | Anne Jäger

Strafenkatalog Mallorca: 1500 Euro fürs Pinkeln am Strand, 300 Euro fürs Musizieren. Hier soll künftig ein gesittetes Verhalten herrschen: Die Playa de Muro. (Foto: Zoonar)

Hier soll künftig ein gesittetes Verhalten herrschen: Die Playa de Muro. (Foto: Zoonar)

Unzüchtiges Verhalten an Mallorcas Stränden, Partytouristen, die den Strand verwüsten, laut grölen und zu allem Überdruss im Badebereich ihre volle Blase entleeren, all das hat nun ein Ende. Zumindest in der im Nordosten der Baleareninsel gelegenen Gemeinde Muro, die mit harten Bußgeldern Sitte und Ordnung an ihren Stränden erhalten will.

Pinkeln am Strand = 1500 Euro

Dazu hat die rund 7000 Einwohner zählende Gemeinde einen Strafenkatalog entwickelt, der bereits am 16. Juli in Kraft getreten ist. Die spanische Zeitung "Diario de Mallorca" hat nun veröffentlicht, welche von der Gemeinde unerwünschten Tätigkeiten das Urlaubsbudget um wie viele Euros schmälern. So müssen diejenigen, die ins Meer oder am Strand ihre Notdurft verrichten, mit einer Strafe von bis zu 1500 Euro rechnen - ein vergleichsweise teurer Gang zur Toilette. Mit der Verordnung will die Gemeinde die Lebensqualität sowie Umwelt schützen und verbessern.

Gitarre spielen = 300 Euro

Weniger teuer, dennoch nicht zu verachten, sind die Strafen für das Mitbringen von Haustieren an den Strand, oder wenn man Musikanlagen benutzt, gar selbst musiziert oder auf andere Art und Weise Lärm verursacht. Wer von nun an die Anwohner mit einem kleinen Lied seiner Gitarre erheitern will, dem dankt es die Gemeinde mit einer Strafe von 300 Euro.

Seife am Strand = 750 bis 1500 Euro

Wer sich mithilfe von Seife am Strand Salz und Sand von der Haut waschen will, den Bademeistern widersetzt oder in den Duschen Geschirr wäscht kann mit Strafen zwischen 750 und 1500 Euro rechnen.

Schutt deponieren = Bis zu 3000 Euro

Schwere Verstöße gegen die Verordnung werden mit Geldstrafen zwischen 1500 und 3000 Euro geahndet. Dazu zählt unter anderem das Ablagern von Müll und anderen Materialien, die den Strand verschmutzen und das Risiko auf Unfälle erhöhen sowie die Verletzung von Schifffahrtsregeln.

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