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Busreisen: Anschnallpflicht in Reisebussen

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Anschnallpflicht in Reisebussen

18.07.2013, 13:25 Uhr | dpa-tmn

Busreisen: Anschnallpflicht in Reisebussen. Bitte anschnallen! (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bitte anschnallen! (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Anschnallgurte in Bussen sind kein freiwilliges Angebot für ängstliche Fahrgäste. "Wenn Gurte vorhanden sind, müssen sie angelegt werden", weist Johannes Näumann vom Verband der Technischen Überwachungs-Vereine (VdTÜV) auf die Anschnallpflicht in Reisebussen hin. Ab dem Baujahr 1999 müssen Reisebusse auf jedem Platz Sicherheitsgurte haben, erklärt er. "Wie im Auto ist die Anschnallpflicht natürlich zur eigenen Sicherheit sinnvoll", betont Näumann und rät Gurtmuffeln zum Umdenken.

Fahrgast muss auf Zustand des Busses vertrauen

Sich Gedanken um die persönliche Sicherheit bei Busfahrten zu machen, ist berechtigt: Rund 50.000 Hauptuntersuchungen in den vergangenen zwei Jahren ergaben, dass jeder siebte Bus in Deutschland erhebliche Mängel aufweist. Das geht aus dem Bus-Report 2011 hervor, den der VdTÜV in Berlin vorgestellt hat. In gewisser Hinsicht müssen Fahrgäste den Busunternehmen schlicht vertrauen, weil sie auf den technischen Zustand eines Fahrzeugs keinen Einfluss haben, gibt Näumann zu bedenken. "Wenn es nicht gerade völlig heruntergefahrene Reifen oder extremer Rostbefall sind, sind die meisten Mängel an der Fahrzeugtechnik für Laien nicht zu erkennen."

Ist die Sicherheitsausstattung komplett?

Allerdings könne jeder Passagier zum Beispiel sehen, ob die Sicherheitsausstattung eines Busses komplett ist. Näumann nennt dafür einige Anhaltspunkte: "Gibt es an Bord einen Feuerlöscher und einen Verbandskasten? Sind die Notausstiege gekennzeichnet? Und sind ausreichend Nothammer vorhanden, um nach einem Unfall die Scheiben einschlagen zu können, falls dies erforderlich ist?" Auf solche Dinge sollte jeder Fahrgast im eigenen Interesse achten und den Busfahrer auf mögliche Mängel hinweisen, empfiehlt der VdTÜV-Sprecher. Was den Fahrer selbst anbelangt, sollten Passagiere bei längeren Reisen im Blick behalten, ob er seine Ruhezeiten einhält. Mindestens alle viereinhalb Stunden müsse ein Busfahrer eine längere Pause machen, erläutert Näumann. "Dabei sollte er sich wirklich ausruhen - und nicht Würstchen verkaufen."

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