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EM: Wucherpreise in Hotels der Polen und Ukraine

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EM: Wucherpreise in Hotels der Polen und Ukraine

13.04.2012, 15:04 Uhr | mro, dpa

EM: Wucherpreise in Hotels der Polen und Ukraine. Stadion in Charkow: EM lässt Hotelpreise explodieren (Quelle: dpa)

Stadion in Charkow: EM lässt Hotelpreise explodieren (Quelle: dpa)

Ein Besuch bei der EM 2012 könnte für viele Fans ein teures Vergnügen werden - und das nicht wegen der Ticketpreise für die Spiele. Viele Hotelbetreiber in Polen und der Ukraine wittern das Geschäft ihres Lebens und heben die Preise teils um das Zehnfache an. In der Ukraine soll nach Medienberichten sogar der Touristikkonzern TUI in Verteilungskämpfe örtlicher Verbrecherbanden geraten sein.

Besonders heftige Preissteigerungen in der Ukraine

Um das Zehn- bis Zwölffache seien die Übernachtungspreise während der EM in den vier ukrainischen Spielorten bereits gestiegen, ermittelte ein unabhängiges Gremium. Die Frage beschäftigt auch Präsident Viktor Janukowitsch. Der Staatschef beauftragte den zuständigen Vize-Regierungschef Boris Kolesnikow, für "ökonomischere" Preise zu sorgen. Doch in Lwiw, wo die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde zwei Partien gegen Portugal (9. Juni) und Dänemark (17. Juni) bestreitet, schnellen die Übernachtungskosten nach wie vor in die Höhe. Zwar sagte eine Sprecherin der Tourismusverwaltung jüngst, die Übernachtungskosten würden intensiv mit den Hotel- und Gaststättenbetreibern diskutiert. "Wir wollen schließlich, dass die Besucher noch einmal in unsere wunderschöne Altstadt zurückkommen, die unter dem Schutz des Unesco-Weltkulturerbes steht." Doch einige hoffen augenscheinlich auf das Geschäft ihres Lebens. Auch die Europäische Fußball-Union (UEFA) ist besorgt. "Die Regierung könnte meiner Meinung nach diese Frage regeln", sagte UEFA-Präsident Michel Platini am Donnerstag bei einem Besuch im westukrainischen Spielort Lwiw knapp zwei Monate vor Turnierstart - und forderte die Ex-Sowjetrepublik zum Handeln auf.

TUI gerät in die Verteilungskämpfe

Im ostukrainischen Charkow, wo die DFB-Elf am 13. Juni auf die Niederlande trifft, protestieren sogar einheimische Fans gegen die Fantasiepreise - sie wollen ausländischen Besuchern Gratisübernachtungen anbieten. In der zweitgrößten Stadt des Landes gibt es kaum Hotels. "Wir sind nun mal keine Touristenstadt", klagte Sergej Radionow vom örtlichen Verein Metalist. "Nach der EM brauchen wir keine Hotels mehr." Zudem berichtet "Spiegel Online" von Verteilungskämpfen und Überfällen seitens der örtlichen Mafia. Bereits vor wenigen Wochen stürmten Maskierte der für Auftragsmorde berüchtigten "Luschniki-Bande" offenbar das "Hotel Slawutitsch" in Kiew und brachten das Haus unter Kontrolle. Die neuen Besitzer hielten sich nicht an den Vertrag mit der TUI und verdoppelten die Zimmerpreise. Auch andere ukrainische Hotels folgten dem Beispiel und hielten sich nicht an Abmachungen. Laut "Spiegel Online" sollen allein in Charkow elf Herbergen ihre Verträge mit der TUI gelöst und die Preise deutlich erhöht haben. Das betrifft mehr als ein Drittel der ursprünglich vom Konzern gebuchten Zimmer in Charkow.

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Auch in Polen steigen die Hotelpreise

Auch in Polen steigen die Übernachtungspreise während der EM in neue Höhen. Die Zeitung "Metro" berichtete, in mehreren Hotels seien für die Zeit des Fußballturniers Aufschläge von 100 Prozent erhoben worden. Zwei Sterne-Häuser verlangten Preise, die bei einem wesentlich luxuriöseren Hotel vielleicht zähneknirschend akzeptiert würden. Ein nur wenige hundert Meter vom Nationalstadion in Warschau entferntes Gasthaus vermietet seine Zimmer während der EM für 700 Euro pro Nacht. Geheimtipps wie Privatunterkünfte sind kaum günstiger. Schon jetzt werden auf Internetseiten für Ferienwohnungen Preise von bis zu knapp 600 Dollar pro Nacht gefordert. Für eine ganze Wohnung werden auch schon knapp tausend Dollar verlangt - weitaus mehr als die übliche Monatsmiete in dem Stadtteil des angebotenen Apartments. Doch immerhin: Einige Vermieter haben auch ein Herz für weniger betuchte Fans und bieten für zehn Euro pro Nacht einen Zeltplatz im Garten an.

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