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Opodo und Co.: Kreditkartendaten-Klau bei TravelTainment

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Hacker beklauen Opodo und Co.

22.04.2013, 13:57 Uhr | aja

Opodo und Co.: Kreditkartendaten-Klau bei TravelTainment. Hacker klauen Kreditkartendaten von großem Reiseabwickler (Quelle: imago)

Hacker klauen Kreditkartendaten von großem Reiseabwickler (Quelle: imago)

Es ist ein Schock für alle, die ihren Urlaub gebucht haben: Die Server von TravelTainment, über die unter anderem das Onlinereisebüro Opodo seine Reisebuchungen abwickelt, sind von Kriminellen gehackt worden. Komplette Kreditkartendatensätze sind von den Servern von TravelTainment kopiert worden. Mit den erbeuteten Daten können Cybergangster nun auf fremde Rechnung einkaufen gehen. Doch von dem Datendiebstahl ist wohl nicht nur Opodo betroffen, sehr viele Online- und Offline-Reisebüros nutzen das Abwicklungssystem von TravelTainment.

"Missbräuchlicher Zugriff durch Unberechtigte"

Der Buchungsabwickler TravelTainment habe seine Kunden darüber informiert, dass es "zu einem missbräuchlichen Zugriff durch Unberechtigte" auf die eigenen Computer-Systeme gekommen sei. Betroffen seien "partielle Kreditkartendaten einer relativ kleinen Zahl von Kunden", heißt es in einer Mitteilung TravelTainments, die t-online.de vorliegt. Der Einbruch soll schon am 11. April entdeckt worden sein. Die Staatsanwaltschaft Aachen bestätigte den Sachverhalt, machte aber keine weiteren Angaben. "Wir werden keine weiteren Einzelheiten zu diesem Sachverhalt aus ermittlungstaktischen Gründen bekanntgeben", sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller. Die Ermittlungen stünden am Anfang.

Auch Expedia, Tui und viele Reisebüros sind Kunden von TravelTainment

Doch nicht nur Opodo ist ein Kunde des Unternehmens TravelTainment. Dieses bietet auch Softwarelösungen für Expedia, Thomascook und Tui an und verkauft deren Pauschalreisen über seine IT-Systeme. Weiterhin sollen knapp 11.000 Reisebüros in Deutschland die Reisen ihrer Kunden ebenfalls über die Server von TravelTainment suchen und buchen. Theoretisch könnten Kunden jeder dieser Reiseveranstalter und -büros betroffen sein.

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Kreditkarten-Rechnungen sorgfältig kontrollieren

Laut TravelTainment sind alle betroffenen Kunden von ihren jeweiligen Reiseveranstaltern informiert worden. Nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) wandten sich die Anbieter Opodo und DER Touristik an ihre Kunden. Wer eine Reise bei den betroffenen Reiseunternehmen gebucht hat, sollte trotzdem seine Kreditkarten-Abrechnungen im Auge behalten. Bei Unstimmigkeiten sollte der Inhaber sofort seine Bank beziehungsweise sein Kreditkarten-Unternehmen informieren. Wer ganz sicher gehen will, der sollte seine Kreditkarte sperren lassen und bei seiner Bank eine neue beantragen.

Leck ist bereits geschlossen

Desweiteren sollten Betroffene damit rechnen, dass gestohlene Daten in diesem Maße mittlerweile häufiger für Phishing-Kampagnen zweitverwertet werden, die dann wiederum mit einer korrekten Anrede des Adressaten aufwarten und Ahnungslose in die Phishing-Falle locken. TravelTainment habe das Leck, über das die Hacker in das System eindrangen, bereits geschlossen. Zusätzlich wurde Anzeige erstattet, das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen eingeschaltet und "auch die zuständigen Kreditkarten-Unternehmen" informiert, berichtet der Buchungsabwickler weiter.

TravelTainment arbeitet mit "fast ganzer deutscher Reisebranche"

Nach Angaben des Unternehmens mit Sitz in Würselen arbeitet "fast die ganze deutsche Reisebranche" mit TravelTainment zusammen. TravelTainment gehört zur Amadeus IT Group SA (Madrid), die Software für Suche nach und Buchungen von Reisezielen anbietet. TravelTainment ist nach eigenen Angaben mit einer Vertriebsplattform für touristische Leistungen Partner von nationalen und internationalen Reiseportalen.

Unternehmen werden immer wieder Ziel von Hackern

In den vergangenen Monaten haben mehrere Vorfälle Zweifel an der Sicherheit im E-Commerce genährt. So geriet das ebenfalls in der Reisebranche aktive Leipziger Internet-Unternehmen Unister wegen verschiedener Sicherheitslecks in die Schlagzeilen. Die Firma soll in der Vergangenheit Kreditkartendaten von Kunden nicht richtig gesichert haben. Zudem wurde ein Leck über Daten von Kunden bekannt, die über die Unister-Seite urlaubstours.de Flüge von Ryanair gebucht hatten. Ihre Daten waren zeitweise im Internet einsehbar. Zuvor waren auch große internationale Unternehmen wie Sony von Online-Angriffe erschüttert worden. Nach dem ersten großen Einbruch gelang es den Angreifern im Frühjahr 2011 trotz aller Anstrengungen des Konzerns über Wochen immer wieder, in Websites oder Netzwerke von Sony einzudringen. Zu diesen Attacken bekannten sich politisch motivierte "Hacktivisten" der Gruppe LulzSec.

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