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Ferienhäuser: Vorsicht, Betrüger am Werk

10.07.2013, 11:19 Uhr | srt/Marc Reisner

Ferienhäuser: Vorsicht, Betrüger am Werk  . Vorsicht bei günstigen Ferienhäusern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vorsicht bei günstigen Ferienhäusern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herrlich: Zwei Wochen Ferien am Gardasee, eine Villa direkt am Strand und das für gerade 100 Euro pro Nacht - Martin Wulffen aus Wuppertal (Name geändert) freut sich über das Schnäppchen und auf einen wunderbaren Urlaub mit der Familie in Manerba. Die Kontaktaufnahme mit dem netten Vermieter funktioniert bestens. Wulffen überweist die übliche Anzahlung - und dann herrscht plötzlich Funkstille. Mails werden nicht beantwortet, ans Telefon geht niemand. Wulffen ahnt, dass er einem Betrüger aufgesessen ist - und steht damit nicht allein: Wie Wulffen geht es zahlreichen Urlaubswilligen. Wir sagen, worauf Sie achten sollten.

Vermietung Fehlanzeige

Immerhin: Wulffen hat Glück. Aufgrund fehlender Kontodaten bucht seine Bank den Betrag wenig später zurück. Doch allein an diesem, unter anderem auf www.domegos.de inserierten Objekt haben Gauner gut verdient. Gutgläubige überwiesen Geld auf rumänische, österreichische und sogar deutsche Konten. Dabei wusste der Eigentümer der Ferienvilla gar nichts von der angeblichen Vermietung. Tatsächlich stand das Objekt bei renommierten Maklern für stolze 2,9 Millionen Euro zum Verkauf. Offenbar hatten die Betrüger die Fotos einfach kopiert. Noch häufiger existiert das angepriesene Gebäude jedoch gar nicht. Bei manchen Immobilienanzeigen im Web reicht schon ein Blick auf Google Maps, um festzustellen, dass unter der angegebenen Adresse kein Ferienhaus mit Pool zu finden ist, sondern eine Baulücke gähnt.

Urlaubsunterkunft überprüfen

Und so schützen Sie sich vor Verbrechern: Zunächst einmal sollten Sie bei der Auswahl einer geeigneten Urlaubsunterkunft die Internetseite eines Reiseveranstalters oder -vermittlers aufsuchen. Diese werden beim Buchen Vertragspartner und haften somit gegenüber dem Urlauber. Problematisch sind Anzeigenportale. Auf solchen Sammelseiten kann grundsätzlich jeder - häufig kostenlos und anonym - ein Objekt anbieten. "Schwarze Schafe und potenzielle Betrüger haben auf solchen Portalen immer noch viel zu leichtes Spiel", wettert denn auch der Ferienhausverband VDFA. Wichtig ist: Kontaktdaten wie Mail-Adresse, Telefon und Anschrift des Vermieters und der Immobilie müssen auf jeden Fall vorhanden sein. Auch eine Steuernummer ist wünschenswert. Urlauber sollten zudem unbedingt persönlichen Kontakt zum Vermieter aufnehmen. Ist die Telefonnummer geschaltet? Kennt sich der Inserent tatsächlich mit dem Gebäude aus? Das sind Fragen, die die Reiselustigen auf jeden Fall klären sollten.

Ist der Preis realistisch?

Einen Hinweis darauf, dass etwas mit der Immobilie nicht stimmt, liefern auch die Konditionen. Wenn - wie im Beispiel beschrieben - eine herrschaftliche Villa während der Hochsaison für einen Spottpreis zu haben ist, deutet das auf ein Lockangebot hin. Dann sollten alle Alarmglocken läuten. In diesem Fall ist es sinnvoll, höchstens eine Anzahlung - üblich sind 30 Prozent - des Mietpreises zu überweisen. Kreditkartenzahlungen sind wenig angebracht. Falls der Anbieter auf einer Lastschriftzahlung besteht, ist es auch möglich, sich das Geld per Rücklastschrift zurückzuholen.

Auf jeden Fall Anzeige erstatten

Wer dennoch vor Ort feststellt, dass er einem Schwindler aufgesessen ist, der sollte am Reiseziel und später auch wieder im Heimatland Anzeige erstatten. Allerdings: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Betrüger erwischt werden, ist gering. Wenig bringt es zudem, sich selbst im Ausland auf die Suche nach den Gaunern zu machen. Meist handelt es sich um Täter, die ständig wechselnde oder Briefkastenadressen nutzen und so kaum auffindbar sind. Die Villa in Manerba übrigens ist mittlerweile aus den Ferienhaus-Portalen verschwunden. Nur zum Verkauf steht sie immer noch...


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