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Reihe tödlicher Badeunfälle  

Gefährlicher Wind macht Ostsee zur Falle

23.07.2014, 11:59 Uhr | A. Jäger, dpa

Gefährlicher Wind macht Ostsee zur Falle. Der Timmendorfer Strand - trotz roter Flagge gehen Badegäste ins Wasser. (Quelle: dpa/Carsten Rehder)

Der Timmendorfer Strand - trotz roter Flagge gehen Badegäste ins Wasser. (Quelle: Carsten Rehder/dpa)

Sommerliche Temperaturen und Sonnenschein treiben die Urlauber zuhauf ins kühle Nass. Die deutsche Ostsee verspricht mit 19 bis 22 Grad zwar Erfrischung, doch der Badespaß ist derzeit getrübt: Am Dienstag ist ein Schwimmer vor Scharbeutz ums Leben gekommen, ein 13-jähriger Junge konnte noch gerettet werden. Schon in den Tagen davor hatte es bereits eine Reihe tödlicher Badeunfälle entlang der Ostsee gegeben. Denn diese ist momentan teilweise sehr gefährlich. t-online.de hat mit einem Experten gesprochen und verrät, wieso die Ostsee derzeit so tückisch ist und auf was Badegäste achten sollten.

Schon seit 14 Tagen hält die aktuelle Wetterlage an: Wind der Stärke sieben bis acht erzeuge besonders hohe Wellen, die mit einer ungeheuren Kraft aufs Land träfen, weiß Thies Wolfhagen, der Landesgeschäftsführer der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) von Schleswig-Holstein. "Das Wasser fließt unter der Welle dann wieder zurück und dadurch entsteht eine extrem starke, reißende Strömung", erklärt der Experte. Diese kann Badegäste dann unter Wasser und ins Meer hinaus ziehen. Die Stationen der Rettungsschwimmer sind zurzeit wegen der Hauptsaison zwar voll besetzt, doch wegen der gefährlichen Lage sind die Einsatzkräfte zudem in höchster Alarmbereitschaft.

"Ein Seepferdchen genügt nicht!"

Strandbesucher unterschätzen die Strömung oftmals, da diese für das bloße Auge nicht ersichtlich ist. Daher gilt: Ausschau nach der gehissten Flagge des DLRG halten! Eine gelbe, gehisste Flagge bedeutet, dass nur geübte Schwimmer ins Meer gehen sollten. "Ein Seepferdchen genügt nicht", warnt Wolfhagen. Das silberne Schwimmabzeichen ist ein Mindestmaß, das vorhanden sein sollte. Besonders für Anfänger, Ältere oder gebrechliche Menschen ist das Schwimmen dann jedoch gefährlich.

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Eine rote Karte steht für absolutes Badeverbot. "Dies ist jedoch nur eine Empfehlung und nicht rechtsrelevant", erläutert Martin Janssen, Pressesprecher des DLRG. Zur eigenen Sicherheit sollte man dieser Empfehlung jedoch Folge leisten. Welcher Strand freigegeben und welcher gesperrt ist, kann sich innerhalb einer Stunde ändern. Die Mitarbeiter des DLRG betrachten und bewerten dazu die örtlichen Bedingungen und entscheiden aktuell über die Lage.

Rote Flaggen sind nicht zu unterschätzen

Dennoch halten sich nicht alle Badegäste an die Einschätzung des DLRG. Die Polizei hat angesichts der vielen tödlichen Badeunfälle an der Ostseeküste an die Badegäste appelliert, rote Flaggen der DLRG und direkt am Wasser aufgestellte Hinweisschilder auch wirklich zu beachten. Nach mehreren Badeunfällen allein in Timmendorfer Strand hatten die Beamten am Montag dort kurzzeitig zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen und mit Lautsprecherdurchsagen auf Badegefahren hingewiesen.

Da die DLRG nicht alle Strände überwacht, sollten Badegäste jedoch generell vorsichtig sein. Dazu gehört, sich möglichst vorher zu informieren, jemanden Bescheid zu geben, dass man ins Wasser geht und sich dann langsam heranzutasten. Zunächst sollten Badegäste nur bis zu den Knien ins Meer gehen sowie sich vorher abkühlen und keinesfalls überhitzt ins Meer rennen. Wer mit Kind anreist, sollte zunächst im Alleingang die Gegebenheiten testen und dann gemeinsam mit dem Kind planschen. "Nur in Sichtweite zu sein, reicht nicht", mahnt Thies Wolfhagen. An der Ostsee müssten Eltern wesentlich vorsichtiger sein als im Freibad. Wer am Wochenende einen Ausflug an die Ostsee plant, hat jedoch Grund zur Hoffnung, dann soll sich die Wetterlage wieder entspannen, kündigt Wolfhagen an.

Weitere Informationen:

Der DLRG gibt auf seiner Homepage Sicherheits-Tipps für offene Gewässer und informiert über Gefahren in Küstengewässern.

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