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Welche Reiseziele gutes Wetter in Aussicht haben und welche nicht

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Nasser Sommer in Südeuropa?  

Welche Reiseziele gutes Wetter in Aussicht haben

04.08.2014, 10:07 Uhr | dpa-AFX

Welche Reiseziele gutes Wetter in Aussicht haben und welche nicht. In Italien am Gardasee hoffen Touristen und Einheimische auf besseres Wetter. (Quelle: imago/Ralph Peters)

In Italien am Gardasee hoffen Touristen und Einheimische auf besseres Wetter. (Quelle: Ralph Peters/imago)

Ein sonniger Urlaub ist etwas anderes als das, was Urlauber zurzeit in Teilen des Südens oder in den Alpen erleben. Zum Beispiel in Italien: Europas Gesamtwetterlage bringt immer wieder Regen und Gewitter in die Berge Norditaliens bis hin zur Adria und zur Riviera. Auch in Kroatien und Teilen Frankreichs gibt es Probleme. Damit Sie bei der Wahl Ihrer Urlaubsdestination auf Nummer sicher gehen, verraten wir Ihnen hier, in welchen Ländern Ihre Ferien gutes Wetter erwarten können und an welchen Orten diese vermutlich ins Wasser fallen. Sehen Sie die Reiseziele auch in unserer Foto-Show.

Italien: Regen, Regen, Regen

Während manche in Südtirol schon von einem Sommer sprechen, der keiner sei, lassen sich prominente Liebhaber der italienischen Bergregion nicht von ihrem traditionellen Besuch abhalten. So kam Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Sulden, wie lokale Medien berichteten, etwas später traf Italiens Staatschef Giorgio Napolitano in Sexten ein.

Einige Berghütten in Südtirol klagen jedoch. "Die erst Ende Juni begonnene Saison läuft doch sehr langsam", sagt eine Wirtin, manche Hütte bleibe tagelang ohne Gäste. "Singing In The Rain" gehe im Kino, aber nicht in der bei Deutschen beliebten Opern-Arena von Verona, hielt diese Woche die Turiner Zeitung "La Stampa" fest. Veronas Bürgermeister plane deshalb, nach dem Sommer einen Wettbewerb auszurufen, um einen "Maxi-Schirm" für die Arena bauen zu lassen. Denn Verdis Tenöre können schlecht im Regen glänzen. Alle in Italiens Tourismus-Branche hoffen darauf, im August und September noch Boden gutzumachen. Die folgenden drei Tage sehen laut Wettervorhersage zumindest schon mal gut aus.

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Kroatien: "Land unter" an der Küste

Unwetter verhageln bislang die Tourismus-Saison in Kroatien. Auf der Halbinsel Istrien in der nördlichen Adria, der wichtigsten Urlaubsregion des Landes, werden weniger ausländische Gäste im zweistelligen Prozent-Bereich gemeldet. Finanzminister Boris Lalovac kündigte einen Nachtragshaushalt an, weil die Saison so schlecht läuft. In dem EU-Land ist der Tourismus mit rund 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der wichtigste Wirtschaftszweig. Allein im Juli suchten fünf für diese Jahreszeit unüblich schwere Unwetter die Küste heim.

Erst vergangene Woche hieß es an weiten Abschnitten der mehr als 1000 Kilometer langen Küste wieder "Land unter". Schlechtes Wetter macht der Urlaubsbranche in Kroatien besonders zu schaffen, weil es für die Gäste - darunter rund zwei Millionen Deutsche - kaum alternative Unterhaltung gibt. Selbst der stellvertretende Tourismusminister Zelimir Kramaric räumte erneut ein, das Land hänge nach wie vor einseitig am Konzept "Sonne und Meer".

Frankreich: Mix aus Hochsommer und Herbstwetter

Der französische Sommer Jahrgang 2014 ist immer wieder für einen Umschwung gut. Die ersten sechs Monate waren laut Wetterdienst "bemerkenswert warm". Das erste Halbjahr gilt nach 2007 als das zweitwärmste seit 1900. Den Auftakt der Sommerferien Anfang Juli vermiesten dann aber vielerorts kühles Wetter und Regen. Seitdem wechseln in manchen Teilen des Landes Hochsommer und Herbsttemperaturen mit grauen Wolken einander ab.

Im Baskenland im Südwesten Frankreichs gab es nach heftigen Stürmen in einigen Kommunen Katastrophenalarm. In einer Nacht fiel mancherorts die Regenmenge eines Monats. Beim Theaterfestival in Avignon in der Provence fielen mehrere Vorstellungen ins Wasser. Im Süden der Region Ardèche starben zwei Menschen bei einem Mini-Tornado. Etwa 30 Wohnmobile auf einem Campingplatz wurden zerstört. Im Umkreis von gut drei Kilometern blieb kaum ein Baum stehen. Ein Polizist: "Sowas habe ich noch nie gesehen."

Spanien und Portugal: heiß und sonnig

Auf der Iberischen Halbinsel gab es bislang mit Regen kaum Probleme, stattdessen viel Sonne und Hitze (mancherorts bis zu 40 Grad). Zwar regnete es im Juni und Juli auch ein paar Tage im Baskenland - etwa in San Sebastian -, dann später auch in Katalonien, doch Klagen des Tourismussektors gab es zunächst keine.

Griechenland: Optimales Reisewetter

In fast allen Regionen herrscht strahlender Sonnenschein mit leichten Winden. Der Sommer war bislang ein typischer Mittelmeersommer mit viel Sonnenschein und nur wenigen Niederschlägen. Zudem gab es bislang keine schlimme Hitzewelle.

Zypern: 30 bis 40 Grad heiß

Der Sommer verlief bislang ohne Wetterkapriolen. Zurzeit herrschen an den Küsten Temperaturen um die 30 Grad. Im Inselinneren steigen die Temperaturen um die Mittagszeit auf 40 Grad.

Österreich: ein "wechselhafter Sommer"

In der Alpenrepublik herrscht bislang ein "wechselhafter Sommer", wie es von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien heißt. Gewitter wechselten sich mit trockenen Phasen ab. In Wien und Umgebung sowie in Salzburg war es eher warm und sonnig, in Tirol und Vorarlberg regnete es dagegen im Juli überdurchschnittlich viel.

Tourismusverbände und Hoteliers in der Region äußerten sich dennoch zufrieden. Das Geschäft laufe trotz dieses Wetters sehr gut, sagte eine Sprecherin des Tourismusverbands Ötztal in Tirol. Zumindest im Mai und Juni gab es außerdem so viele Übernachtungen wie nie zuvor in diesen Monaten: 16,72 Millionen.

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