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"Franken-Schock": Touristen meiden die teure Schweiz

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"Frankenschock"  

Teure Schweiz bangt um Touristen

02.02.2015, 13:18 Uhr | t-online.de, dpa-tmn, dpa

"Franken-Schock": Touristen meiden die teure Schweiz. "Frankenschock" - europäische Urlauber meiden die teure Schweiz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Frankenschock" - europäische Urlauber meiden die teure Schweiz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Leid und Freud dicht beisammen: Das erleben die Winterferien-Nachbarn Schweiz und Österreich. Weil der Franken so teuer wie nie ist, buchen Urlauber lieber in den günstigeren "Euro-Alpen". Doch die Schweizer schauen nicht tatenlos zu. Stattdessen reagieren sie mit ersten Sonderangeboten und versuchen so wieder mehr Touristen anzulocken.

Das Jubiläum will Zermatt groß feiern. 150 Jahre Erstbesteigung des weltberühmten Matterhorns im kommenden Juni. Dafür plant der Schweizer Ferienort schon seit langem. Doch Mitte Januar kam der "Frankenschock" - und mit ihm die Angst vor noch mehr kalten, weil leerstehenden Hotelbetten. "Nicht einmal das Matterhorn zieht mehr", titelte die Zeitung "Schweiz am Sonntag". Ausgerechnet um die Eidgenossenschaft, die als Wiege des alpinen Wintersport-Tourismus gilt, machen viele europäische Ferienreisende einen Bogen. "Schön sind die Schweizer Alpen ja immer noch", sagt die Berlinerin Hella Helbig. "Die Leute sind freundlich und der Service ist prima, aber das Land ist uns derzeit schlicht zu teuer."

Urlauber weichen auf günstigere Nachbarländer aus

Die Suche nach Alternativen zur "Hochpreisinsel" Schweiz hält schon einige Zeit an. Enormen Auftrieb bekam sie am 15. Januar, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Koppelung des Franken an den Euro durch einen Mindestkurs von 1:1,20 überraschend aufhob. Eine Tasse Kaffee kostet nun umgerechnet zwischen vier und sechs Euro, ein großes Bier zwischen sechs und neun. Entsprechend teurer wurden Übernachtungen, Fahrkarten und Skipässe. Nach dem "Schwarzen Donnerstag" des Eidgenossen-Tourismus beschloss so mancher, den angedachten Schweiz-Trip zu verschieben.

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In den Nachbarländern profitieren Handel, Hotel- und Gastgewerbe. "Die Freude bei unseren Hoteliers ist groß", sagt die Tourismusexpertin der Wirtschaftskammer Österreich, Petra Nocker-Schwarzenbacher. Die Schweizer hätten längst die Italiener von Platz drei der wichtigsten ausländischen Gäste verdrängt und rangierten nun hinter Deutschen und Niederländern. 2010 und 2011, als der Franken schon einmal deutlich an Wert gegenüber dem Euro gewonnen hatte, verzeichneten die Wintersportorte in Österreich ein Plus von jeweils rund 14 Prozent bei den Schweizer Gästen. In der vergangenen Wintersaison gingen laut Werbung Austria 2,1 Millionen Nächte auf das Konto der Schweizer.

Ähnlich freuen sich Alpen-Touristiker in Frankreich, Italien, Deutschland und auch Slowenien über die "Fluchturlauber" aus der Hochpreis-Schweiz. Harald Henning von der Deutschen Zentrale für Tourismus in Zürich spricht im Schweizer Fernsehen von einem fast sofortigen Buchungsplus in einigen Regionen in Süddeutschland von vier bis fünf Prozent dank der Eidgenossen.

Die Schweiz lockt mit Sonderangeboten

Doch tatenlos zusehen, wie Touristen auf andere Länder ausweichen, wollen die Schweizer nicht. Mit ersten Sonderangeboten bemühen sie sich, wieder mehr Urlauber in ihr Land zu holen. Die Wintersportgebiete Arosa-Lenzerheide und Saas Fee zum Beispiel haben auf www.wir-bieten-mehrwert.ch kostenlose Zusatzleistungen und Spezialangebote aufgelistet. In Graubünden ist Ähnliches geplant. Der Preis für das Tagesticket im Skigebiet Samnaun/Ischgl bleibt bei 45 Euro, teilt Schweiz Tourismus mit. In vielen Schweizer Hotels und Geschäften gibt es Vorzugspreise: Für 1 Euro bekommen Urlauber bis zu 1,30 Franken. Der derzeitige Kurs liegt eigentlich bei rund 1,05 Franken pro Euro.

Der Tourismusort Grächen im Wallis setzt zum Beispiel seine Kampagne "Grächen Euro 1,35" zwischen dem 7. März und 12. April fort: Urlauber bekommen bei den teilnehmenden Leistungsträgern einen fixen Kurs von 1,35 Franken je Euro. Das gilt für Hotels, Skipässe, Ausflüge, Sportgeschäfte und mehr. Und im grenzübergreifenden Skigebiet Portes du Soleil wurden die Preise um 15 Prozent gesenkt.

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Aber nicht jede Währung ist gegenüber dem Franken so schwach wie der Euro. Für Reisende aus China und Südostasien wirken sich die Kursturbulenzen weniger stark aus. Sie werden heftig umworben und kommen mittlerweile in Scharen in das Land von Eiger, Gotthard, Matterhorn und der vielen Bergseen. Ein Ergebnis: Auf dem Jungfraujoch im Berner Oberland, das als "Top of Europa" vermarktet wird, trifft man heute gefühlt weit mehr Japaner und Chinesen als Deutsche oder Niederländer. Eigens für Gäste aus Indien, die nicht so sehr auf Fondue oder Raclette stehen, bereiten indische Köche dort oben Chicken Curry und Chapatis zu.

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