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New York: Falsche Mönche erbetteln Geld von Touristen

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New York  

Falsche Mönche bedrängen Touristen

15.06.2015, 11:41 Uhr | t-online.de

New York: Falsche Mönche erbetteln Geld von Touristen. Die orangenen Roben sind das Markenzeichen buddhistischer Mönche. In New York allerdings nutzen auch Betrüger die Tracht. (Quelle: Reuters)

Die orangenen Roben sind das Markenzeichen buddhistischer Mönche. In New York allerdings nutzen auch Betrüger die Tracht. (Quelle: Reuters)

Mit einer fiesen Masche versuchen Bettler in New York, Urlaubern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie verkleiden sich als buddhistische Mönche und verlangen von Passanten aggressiv zum Teil sehr hohe Spenden. Das berichtet die "New York Post".

"Heilige Schrecken" nennt das Blatt die falschen Geistlichen, die sich in den Parks der Stadt ausbreiten. Vor allem auf der beliebten High Line im Meatpacking District und im Bryant Park sollen die Betrüger ihr Unwesen treiben. Bescheiden sind sie während ihrer Betteleien nicht. Laut "New York Post" sollen sie manchmal bis zu 40 Dollar und mehr von Passanten verlangen. Die falschen Mönche seien zum großen Teil chinesische Staatsbürger. Oftmals legten sie ihre falschen orangenen Roben erst in der U-Bahn oder in den Parktoiletten an. Unter den Gewändern sehe man häufig Khaki-Hosen oder Turnschuhe - ein klarer Hinweis auf die Betrüger.

Laut "Post" gibt es immer wieder Zwischenfälle mit den Betrügern, die der buddhistischen Lehre nicht gerade zu Ruhm verhelfen: Diebstähle von fahrenden Händlern, Rauchpausen und Alkoholkonsum sollen immer wieder vorkommen.

UMFRAGE
Sind Sie im Urlaub schon einmal Betrügern oder Bettlern auf den Leim gegangen?

Offizielle wollen Maßnahmen ergreifen

Ein Sprecher der Nonprofit-Organisation "Friends of the High Line", die den gleichnamigen Park betreut, räumte ein, dass die falschen Mönche ein Problem seien. Man arbeite mit der New Yorker Parkverwaltung zusammen, um der Lage Herr zu werden. Außerdem bat er Besucher, denen die Mönche auffielen oder die von Ihnen belästigt würden, die Bettler bei Mitarbeitern der Parkverwaltung oder der Polizei zu melden.

Von Respektlosigkeit gegenüber dem buddhistischen Glauben sprach T. Kenjitsu Nakagaki, der Vorsitzende des New Yorker buddhistischen Konzils. Echte Mönche trügen zwar traditionell eine Bettelschale für kleine Gaben wie Geld und Essen bei sich, würden aber nie Passanten bedrängen. "Die Menschen vertrauen den Roben, weil die Mönche die buddhistischen Lehren ausüben und Glück mit den Menschen teilen", sagte Nakagaki. "Wenn sie (die Betrüger, Anm. d. Red.) Hände schütteln und die Robe tragen, ist das gegenüber den Buddhisten sehr respektlos."

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