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Strandgebühren an der Nordsee rechtens

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Strandgebühren an der Nordsee  

Richter halten Strandeintritt für rechtens

19.01.2016, 20:17 Uhr | dpa

Strandgebühren an der Nordsee rechtens. Protest gegen Zäune am Strand (Quelle: dpa/Ingo Wagner)

Protest gegen Zäune am Strand (Quelle: Ingo Wagner/dpa)

Doch kein Recht auf Gratis-Baden: Zwei Friesen haben gegen eine Nordsee-Gemeinde geklagt - und sind gescheitert. Die umstrittene Strandgebühr darf dort weiter kassiert werden.

Sie wollten freien, kostenlosen Zugang zum Strand in den Nordsee-Orten Hooksiel und Horumersiel-Schillig. Allerdings erfolglos. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat sich am Dienstag dagegen entschieden.

Das Motto "Freie Friesen fordern freie Strände" fand kein Gehör

Unter dem Motto "Freie Friesen fordern freie Strände" hatten zwei Bewohner benachbarter Kommunen gegen die Gemeinde Wangerland, zu der die beiden Badeorte gehören, auf kostenlosen Zugang zu Teilen des Strandes geklagt. Von auswärtigen Gästen werden für den Zugang zum Strand von April bis Oktober drei Euro verlangt.

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Die Kläger hatten sich auf ein allgemeines Betretungsrecht nach dem Bundesnaturschutzgesetz berufen, doch die Richter in Lüneburg sahen das anders. Nach geltenden Bundes- und Landesgesetzen bestehe ein solches Zugangsrecht nicht. Der betreffende Strandabschnitt sei zudem keine freie und ungenutzte Landschaft im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes, entschied der 10. Senat wie zuvor schon das Verwaltungsgericht Oldenburg.

Auch kein freier Zutritt zu einzelnen Strandabschnitten

Nach der juristischen Niederlage in Oldenburg hatten die Kläger ihre Forderung nun auf einzelne Strandabschnitte begrenzt. Die Flächen seien aber nicht teilbar, entschied der Senat. Das Gelände sei als Strandbad und Campingplatz verpachtet worden. Auch auf altes Gewohnheitsrecht könnten sich die Kläger nicht berufen. Seit den 1970er Jahren hätten gesetzliche Regelungen frühere Gebräuche abgelöst. (Az.: 10 LC 87/14)

Das Verwaltungsgericht Oldenburg hatte die Klage bereits im September 2014 als unzulässig und unbegründet abgewiesen. Die Richter in Lüneburg hielten die Klage dagegen für zulässig. Eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht ließ der 10. Senat am Dienstag nicht zu.

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