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Skurrile Reise-News 2016

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Kuriose Reisemeldungen 2016  

Stau als Welterbe oder Hundetoilette im Terminal

16.12.2016, 09:39 Uhr | Karsten-Thilo Raab, srt

Skurrile Reise-News 2016. Brüsseler Stau soll Unesco-Weltkulturerbe werden - eine witzige Kampagne der belgischen Bahn. (Quelle: Matthias Balk/dpa)

Brüsseler Stau soll Unesco-Weltkulturerbe werden - eine witzige Kampagne der belgischen Bahn. (Quelle: Matthias Balk/dpa)

2016 ereignete sich in der Welt des Reisens wieder einmal allerlei Erstaunliches, Kurioses und bisweilen Verrücktes. Wir haben für Sie eine Übersicht der bemerkenswertesten Meldungen zusammengestellt.

Januar 2016

Der ständige Stau in Brüssel soll Unesco-Weltkulturerbe werden: Mit diesem witzigen Aufhänger wirbt die belgische Bahn SNCB für ihre eigenen Dienste.

Das indische Unternehmen Wings Travels gibt bekannt, dass künftig nur Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle die Taxis des Unternehmens lenken werden. Damit solle den oft am Rande der Gesellschaft Lebenden ermöglicht werden, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Februar 2016

In Japans Hauptstadt Tokio gibt sich die U-Bahn ganz dufte: Die Bahngesellschaft Tokyu Corporation lässt in 17 Bahnhöfen Aromaspender installieren. Die Duftpalette umfasst ein Dutzend Sorten wie Pampelmuse, Lavendel, Orange und Zitrone.

Arbeitgebern steht Schadenersatz zu, wenn ihre Mitarbeiter aufgrund von Flugverspätungen nicht rechtzeitig zu Terminen erscheinen können. Eine Airline haftet grundsätzlich für Schäden, die durch die verspätete Mitarbeiter entstanden sind, urteilte der Europäische Gerichtshof.

Die Gepäckanlage am Flughafen Düsseldorf kennt kein Schaltjahr. Deshalb blieben rund 1200 Koffer erst einmal liegen. Die Software fällt immer wieder aus, weil sie den 29. Februar als Sortierkriterium nicht erkannt hat. Mitarbeiter übernahmen die Abfertigung per Hand, bis ein Update eingespielt war.

März 2016

Fast wäre eine Vierjährige am 8. März unbemerkt von Istanbul nach Paris geflogen: Eine Französin hatte das Mädchen in ihrer Tasche mit an Bord genommen und unter einer Decke versteckt. Doch in der Luft musste die Kleine mal und hielt es nicht mehr aus. Wie sie in der Türkei durch die Kontrollen kam, bleibt ein Rätsel.

Wie ein britischer Tourist am 11. März nach einer Zechtour in Amsterdam sein Hotel nicht wiederfand, kletterte er durch das offene Fenster im ersten Stock eines Wohnhauses und legte sich dort ins Bett. Der Bewohner entdeckte ihn, als er schlafen gehen wollte, und holte die Polizei.

Die neue Umgebung eines Hotelzimmers törnt sexlustige deutsche Paare offenbar an. Zumindest sind sie davon überzeugt, dass Sex im Hotel besser ist als Zuhause. Er dauert auch länger, fand das Portal Hotel Tonight in einer Umfrage heraus, im Schnitt 32 Minuten.

April 2016

Wer in der Schlange steht und die Abflugzeit naht, muss sich selbst aktiv um eine bevorzugte Abfertigung bemühen. So die Quintessenz eines Urteils des Amtsgerichts Düsseldorf gegen einen Passagier, der angeblich zwei Stunden warten musste, seinen Flug verpasste und deshalb Entschädigung verlangte.

Jetzt reicht es schon, arabisch zu sprechen, um von Bord zu fliegen. Zumindest in den USA, wo ein junger Mann am 9. April in New York eine Southwest-Maschine verlassen musste, nachdem er sich am Telefon von seinem Onkel mit "Inschallah" verabschiedet hatte. Eine Frau in der Sitzreihe vor ihm bekam das mit und fühlte sich bedroht. Der Student musste wieder aussteigen und sich vom FBI befragen lassen. Die Beamten sahen kein Problem, doch die Maschine war weg.

Mai 2016

Der John-F.-Kennedy-Airport in New York hat als erster Flughafen der Welt ein Hundeklo im Sicherheitsbereich eingerichtet. Dabei können sich die Bellos auf einem Kunstrasen im Terminal erleichtern. Ganz freiwillig hat JFK die Hundetoilette aber nicht gebaut, denn ab August sind sie auf allen größeren US-Flughäfen Pflicht.

Ein Spanier versucht am 29. Mai am Flughafen Köln/Bonn schnell zum Abflug-Gate zu kommen und mogelte sich an der Sicherheitskontrolle vorbei. Damit löste der 62-Jährige Großalarm aus und legte das gesamte Terminal stundenlang lahm. Der Iberer wurde schließlich vorläufig festgenommen.

Juni 2016

Bei verstelltem Blick auf das Meer haben Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes keinen Anspruch auf Schadensersatz, so ein Urteil des Bonner Amtsgerichts. Rettungsringe an der Reling, die Kreuzfahrern von ihrer Kabine teilweise den versprochenen freien Blick aufs Meer nehmen, seien kein Reisemangel. Hätten Gäste ein Hotel mit Meerblick gebucht, und eine Palme stünde vor dem Fenster, hätten sie auch keinen freien Blick - so die Argumentation der Richter.

Sehr großen Durst auf Alkohol müssen drei Briten verspürt haben. Sie schlichen in der Nacht zum 22. Juni an die Rezeption ihres Hotels im schweizerischen Pfäffikon und nahmen Zimmerschlüssel an sich. Mit deren Hilfe verschafften sie sich Zugang zu mehr als einem Dutzend Zimmern und räumten dort die Minibars leer.

Sardinien hat ein Verbot für das Sammeln von Muscheln erlassen. Auch der Sand an den Stränden steht unter Naturschutz. Es drohen hohe Geldstrafen zwischen 1500 und 9300 Euro. Die Umweltbehörde will in den Meeresbuchten der süditalienischen Insel sogar Überwachungskameras aufstellen, um Souvenirjäger auf frischer Tat zu ertappen.

Syrische Flüchtlinge haben am 25. Juni ihr Zelt in einem Lager bei Athen auf Airbnb angeboten. Sie freuten sich auf Besuch, schrieben sie. In dem Camp könne man authentische Erfahrungen sammeln - Kochen am offenen Feuer, 41 Grad Hitze und freundliche Skorpione. Wer länger bleiben wolle, erhalte großzügigen Rabatt. Das Parken neben dem Zelt sei im Preis enthalten. Ebenso das Benutzen der mobilen Toilette. Diese müsse man sich aber mit 600 anderen teilen.

Juli 2016

Zum ersten Mal hat ein Flugzeug nur mit Sonnenenergie betrieben die Erde umrundet. Abenteurer Bertrand Piccard brauchte dafür fast eineinhalb Jahre, obwohl er nur 510 Stunden in der Luft war. Nach dem Start am 9. März 2015 kam es zu technischen Problemen, die für eine neunmonatige Zwangspause auf Hawaii sorgten. Am 26. Juli 2016 schließlich landete die "Solar Impulse 2" wieder an ihrem Ausgangsort in Abu Dhabi.

Cannes verbietet als Folge aus dem Terrorakt von Nizza das Mitbringen von Taschen an den Strand. Erlaubt sind nur noch durchsichtige Beutel. Die Behörden fürchten, dass andere Taschen genutzt werden könnten, um Waffen zu verstecken. Wer sich nicht an das Verbot hält, kann verhaftet werden. Es gilt auch an vielen Häfen sowie auf Promenaden und Gehwegen.

August 2016

Nach mehreren Skandalen wegen Nacktfotos von Touristen gelten von 4. August an strengere Vorschriften für die Tempelanlage Angkor-Wat in Kambodscha, die jährlich mehr als zwei Millionen Menschen besuchen. "Freizügige Kleidung" ist demnach verboten. Darunter fallen unter anderem sehr kurze Hosen und Röcke und rückenfreie T-Shirts. Besucherinnen müssen zudem einen BH tragen.

Mit einer Breite von weniger als vier Metern bei einer Höhe von 173,45 Metern gilt der im August 2016 eröffnete Aussichtsturm British Airways i360 im englischen Seebad Brighton mit einem Höhen-Breiten-Verhältnis von 41,15:1 als der "schlankste" Turm der Welt und zugleich als der höchste Aussichtsturm mit beweglicher Aussichtskanzel in 138 Metern Höhe.

September 2016

In Floridas Disney World müssen sich jetzt auch Kinder unter neun Jahren einem Finger-Scan unterziehen, um Zutritt zu erhalten. Der Konzern erklärt, es sollten damit Diebstähle oder die Nutzung der Eintrittskarten durch mehrere Kinder unterbunden werden. Für ältere Gäste gibt es das System schon länger.

Nachdem sie feststellen mussten, dass das Gate zu ihrem Flug bereits geschlossen war, drehte ein chinesisches Paar am 17. September komplett durch. Die beiden stießen Airline-Angestellte kurzerhand um und rannten mitsamt ihren Koffern auf das Rollfeld, um zu verhindern, dass die Maschine von Peking nach Shanghai ohne sie abhob. Doch statt in der Metropole landeten sie für fünf Tage im Kittchen.

Oktober 2016

Allein bei Lufthansa erscheinen jedes Jahr drei Millionen Passagiere nicht am Check-in-Schalter. Man könnte 8700 Boeing 747-Langstreckenjets mit ihnen füllen. 361 Tage vor dem Start beginnt Lufthansa, das Prognosesystem für jeden Flug mit Informationen zu füttern. So wurden 2015 rund 300.000 Passagiere auf eigentlich ausgebuchten Flügen noch befördert. Und wenn es doch mal eng wird, finden sich meist Freiwillige, die ihren Flug gegen gutes Geld und eine Gratisübernachtung verschieben.

Wissenschaftler der James Cook University im australischen Queensland haben festgestellt, dass an dem 2300 Kilometer langen Riff vor Australien noch nie so viele der Tiere verblasst und gestorben sind wie in diesem Jahr. In manchen Gebieten sind zwei Drittel aller Korallen tot. Die so genannte Korallenbleiche ereignet sich bei zu hohen Wassertemperaturen, die eine Folge des Klimawandels sind.

November 2016

Japaner wollen keinen gefrorenen Fisch - zumindest nicht in einer Schlittschuhbahn. Der Betreiber des Freizeitparks Space World im japanischen Kitakyushu hatte 5000 Meerestiere in der 250 Meter langen Eislaufbahn eingefroren. Angeblich wollte er es den Gästen ermöglichen, gefühlt "über den Ozean zu gleiten und dabei Fische zu beobachten". Nach Protesten ist die Anlage erst einmal dicht.

Südafrika warnt nun an seinen Küsten per App vor Haien. Entwickelt wurde die Anwendung von den Shark Spotters, deren 45 fest angestellte Mitarbeiter seit 2004 die acht wichtigsten Strände überwachen. Die Shark-Spotters-App kann kostenlos heruntergeladen werden.

Dezember 2016

Am 5. Dezember tritt in Schottland eine Gesetzesänderung in Kraft, die das Rauchen im Auto untersagt, sobald Kinder mit im Fahrzeug unterwegs sind. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu 100 Britischen Pfund.

Eine Extrawurst wird nun auf den Balearen gebraten: Spanische Piloten dürfen bei der Frage nach Start- und Landeerlaubnis am Flughafen Mallorca künftig auch Spanisch sprechen. Das sei die sicherste Art der Kommunikation, entschied ein Gericht, nachdem die Pilotengewerkschaft Sepla gegen das Englischgebot geklagt hatte. Englisch sei erst dann Pflicht, wenn ein Funkteilnehmer nicht perfekt Spanisch spricht.

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