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Urlaub mit Mietwagen: So laufen Sie nicht in die Falle

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Tipps für den Urlaub mit Mietwagen  

Vorsicht Falle: Tipps für den Urlaub mit Mietwagen

17.05.2011, 09:57 Uhr | Tobias Hanraths, dpa-tmn, dpa-tmn

Urlaub mit Mietwagen: So laufen Sie nicht in die Falle . Mit dem Mietauto im Urlaub unterwegs. (Foto: dpa)

Immer mehr Reisende möchten auch im Urlaub nicht auf ein Auto verzichten. (Foto: dpa)

Mal eben auf eigene Faust zu einem abgelegenen Strand fahren, abseits von geführten Bustouren und den Zeitplänen von Reiseveranstaltern Sehenswürdigkeiten besichtigen oder während einer Tour mit den eigenen vier Rädern die Umgebung erkunden - immer mehr Reisende wollen auch im Urlaub nicht auf die Vorzüge eines eigenen Autos verzichten. Doch sich vorher mit Begriffen wie Haftpflichtdeckungssumme, Zweitfahrergebühr, Unterbodenversicherung auseinander zu setzen, das klingt weniger nach Ferien sondern mehr nach anstrengender Recherche. Wir sagen Ihnen, warum es trotzdem sinnvoll ist, sich für den Urlaub mit Mietwagen damit zu beschäftigen.

Buchen bei deutschen Anbietern erspart Ärger

"Urlauber sind gerne individuell unterwegs", berichtet Michael Knapp vom Reiseveranstalter TUI. Die Zuwachsraten auf dem Mietwagenmarkt lägen deutlich über denen im Tourismus insgesamt. Besonders beliebte Mietwagengebiete sind Süd- und Mitteleuropa oder die USA, erklärt Knapp. "In Ländern wie Großbritannien, Australien und Neuseeland sind Urlauber aus Deutschland wegen des Linksverkehrs etwas zurückhaltender." Aber nicht nur fremde Verkehrsregeln können sich im Urlaub mit Mietwagen als Hindernis erweisen - auch bei den Formalitäten rund um Vertrag und Versicherungen lohnt sich ein genauer Blick. Wer den Mietwagen vor dem Urlaub in Deutschland bucht, kann sich beispielsweise viel Ärger ersparen. "Bei einem deutschen Anbieter mit lokalen Partnern bekommt man den Vertrag und die Mietbedingungen in Deutsch zu sehen", nennt Herbert Engelmoor, Verkehrsjurist beim Automobilclub von Deutschland (AvD) den auf der Hand liegenden Vorteil. Doch auch wer den fahrenden Untersatz bei deutschen Anbietern bucht, es gilt trotzdem das Recht des Landes, in dem der Mietwagen gefahren wird.

Bessere Preise für Frühbucher

Bei der Buchung vor Ort verlangen regionale Anbieter zwar oft etwas weniger Geld als die Vermittler, erklärt Verkehrsjurist Engelmoor. Wer allerdings lange genug im Voraus bucht - am besten bis zu 20 Wochen -, könne diese Differenz wieder herausholen, erklärt Frieder Bechtel vom Internetportal "Billiger-Mietwagen.de". Außerdem könnten Frühbucher sicher sein, ein Auto zu bekommen. Kurzentschlossene hätten dagegen schnell schlechte Karten, gerade in der Hauptsaison. Bei den meisten Anbietern lassen sich Buchungen außerdem bis zu 24 Stunden vor Fahrtantritt kostenlos stornieren.

Versicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung

Unabhängig vom Termin sollten Urlauber vor einer Fahrzeugbuchung das Angebot genau studieren, empfiehlt AvD-Experte Engelmoor. Bei manchen Anbietern seien Versicherungen oder Sonderausstattung im Preis enthalten, bei anderen nicht. "Kindersitze kosten meist extra", warnt er. Eine Klimaanlage dagegen gebe es häufig ohne Aufpreis. Bei der Versicherung muss laut Engelmoor jeder Mietwagenfahrer selbst entscheiden, welches Risiko er eingehen will. "Über die Konsequenzen sollte man sich allerdings im Klaren sein." Der Jurist nennt als Beispiel, wer eine Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung wählt, muss bei Unfällen üblicherweise zwischen 500 und 750 Euro zahlen. "Für viele ist das ein erheblicher Teil der Urlaubskasse."

Augen auf bei Teil- und Vollkasko

Eine Schadensversicherung ist neben der Haftpflichtversicherung im Mietvertrag obligatorisch. Dabei handelt es sich je nach Vertrag um eine Teilkasko- oder teurere Vollkasko-Police. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen: Denn Schäden durch Vandalismus, Glasbruch oder Unterbodenschäden sind dadurch nicht immer gedeckt. Versichert ist außerdem nur der im Vertrag vermerkte Fahrer. Wer sich bei längeren Touren abwechseln will, muss dafür extra bezahlen. Ein kritischer Punkt bei der Haftpflichtversicherung ist die Deckungssumme, denn alle darüber liegenden Schäden muss der Versicherte selbst bezahlen. In Deutschland beträgt die gesetzliche Mindestsumme für Personenschäden 7,5 Millionen und für Sachschäden 1 Million Euro. In anderen Ländern wie den USA oder der Türkei liegt sie deutlich niedriger. "Viele Autoverleiher bieten deshalb eine Erhöhung an", erklärt Frieder Bechtel von "Billiger-Mietwagen.de". Diese Option sei oft günstiger als eine zusätzliche "Mallorca-Police", die auch im Ausland eine Mindestdeckung nach deutschem Maßstab garantiert.

Überraschungen bei der Tankregelung

Unnötige Kosten können die unterschiedlichen Tankregelungen der Autovermieter verursachen: Im Gegensatz zu Deutschland ist es etwa in Griechenland oder Italien oft üblich, die erste Tankfüllung vom Autovermieter zu kaufen und das Auto dann leer zurückzugeben. "Man fährt den Tank aber natürlich nicht unbedingt leer", erklärt Bechtel, "also schenken sie dem Vermieter immer eine gewisse Menge Benzin." Außerdem sei der Preis für die erste Tankfüllung meist höher als an der Tankstelle. "Am besten vorher nachfragen, welche Tankregelung beim jeweiligen Anbieter gilt", rät er. Das erspare Automietern böse Überraschungen.

Wer bekommt einen Mietwagen - und wer nicht?

Grundsätzlich gilt: Wer eine gültige Fahrerlaubnis besitzt, darf auch einen Mietwagen fahren. Allerdings gibt es bei vielen Vermietern Einschränkungen, erklärt Herbert Engelmoor vom Automobilclub von Deutschland (AvD). "Bei seriösen Anbietern bekommen junge Erwachsene unter 21 Jahren kein Auto." Besonders teure oder luxuriöse Autos dürfen oft sogar erst ab 25 Jahren geliehen werden. In manchen Fällen bekommen auch Senioren, die älter als 70 Jahre sind, kein Mietauto.

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