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Raststätten Test 2011 des ADAC: Getränke oft zu teuer, das Essen mäßig bis schlecht

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Das ist das Ergebnis des ADAC-Rastanlagentests 2011

21.07.2011, 16:09 Uhr | dapd, aja, dpa-AFX

Raststätten Test 2011 des ADAC: Getränke oft zu teuer, das Essen mäßig bis schlecht. Der Verlierer des ADAC-Raststättentest 2011: der Autohof Löbichau. Allerdings wurden hier nur Tankstelle und Shop getestet, nicht aber das angrenzende Restaurant "Thüringer Stuben". (Foto: ADAC dpa/lby)

Der Verlierer des ADAC-Raststättentest 2011: der Autohof Löbichau. Allerdings wurden hier nur Tankstelle und Shop getestet, nicht aber das angrenzende Restaurant "Thüringer Stuben". (Foto: ADAC dpa/lby)

Die Getränke oft zu teuer, das Essen mäßig bis schlecht plus mangelnde Hygiene - das ist das traurige Ergebnis des aktuellen ADAC-Rastanlagentests 2011. Der Automobilclub hat 50 Autobahnraststätten in Deutschland getestet. Welche Raststätten dabei gute Noten erhielten und welche zwei den Test nicht bestanden haben, erfahren Sie auch in unserer Foto-Show.

Unangekündigte Tests durch Fachleute

Viele Rastanlagen in Deutschland sind einem ADAC-Test zufolge zu teuer und familienunfreundlich. Außerdem bieten sie Fußgängern zu wenig Sicherheit, ergab der neue Rastanlagentest des Automobilclubs. Sechs geschulte Fachleute nahmen zwischen Ende März und Juli insgesamt 50 Autobahnraststätten und Autohöfe an Deutschlands Hauptreiserouten unangekündigt unter die Lupe - zweimal an unterschiedlichen Tagen in unterschiedlicher Besetzung. Dabei richteten sie sich für die Bewertung nach den Bedürfnissen einer vierköpfigen Familie mit Kleinkind. Immerhin die Hälfte der Anlagen bekam insgesamt eine gute Note.

Testsieger bekam Note "sehr gut"

Nur eine Raststätte schaffte ein "sehr gut": Die Anlage Recknitz-Niederung an der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern überzeugte laut ADAC mit einer gepflegten Außenanlage, leckerem Essen, einem schönen Kinderspielplatz und hervorragenden Hygienestandard. Bester Autohof mit einem „gut“ ist Mecklenburg an der A24. Außer einer großen Auswahl an warmen Speisen punktet die gepflegte Anlage mit Picknicktischen, einem umfangreichen Warenangebot im Shop zu sehr günstigen Preisen und einem gut ausgestatteten und sauberen Sanitärbereich.

Kein Kinderstuhl beim Testverlierer

24 Rastanlagen bekamen "gut", für 23 gab es immerhin ein "ausreichend". Zwei Autohöfe fielen allerdings mit "mangelhaft" praktisch durch. Schlusslicht wurde dabei die Tankstelle und der Snack-Shop des Testverlierers Autohof Löbichau (Esso) an der A4 in Thüringen. Verschmutzte Toiletten, mäßige Gastronomie, kein Spielplatz und kein Kinderstuhl im Restaurant waren die Gründe für die schlechte Bewertung. Autohöfe etwas abseits der Autobahnen waren früher nur auf Lastwagenfahrer eingestellt, stimmen ihre Angebote inzwischen aber auch auf andere Reisende ab. 

Nachbarin des Testverlierers will gegen ADAC klagen

Nach dem Rastanlagen-Test des ADAC fordert die Inhaberin des Restaurants auf dem als mangelhaft eingestuften Autohof Löbichau Schadenersatz von dem Verkehrsclub. "Ich bin stinksauer und habe meinen Anwalt eingeschaltet", sagte Elke Schade am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Der Grund: Der Automobilclub hat dem Autohof Löbichau an der Autobahn 4 (Erfurt-Dresden) mit der Note mangelhaft als Testverlierer eingestuft. Allerdings wurde nur die Tankstelle samt Shop und Toiletten geprüft, nicht aber Schades Restaurant "Thüringer Stuben" wenige Meter weiter auf demselben Parkplatz. So monieren die Tester etwa, dass es keinen Kinderspielplatz gibt, die Toiletten in schlechtem Zustand und schmutzig seien und es keinen Baby-Wickeltisch gebe. Das stimmt für die Tankstelle, nicht aber für Schades Restaurant. Nur in einer kleinen Anmerkung im 64-seitigen Testbericht wird auf das Angebot der "Thüringer Stuben" hingewiesen, für das Testurteil des Autohofs Löbichau insgesamt wurden sie aber nicht berücksichtigt. Schade will nun Schadenersatz. "Das ist geschäftsschädigend", sagte sie. Sie habe bereits Anrufe von Reisebussen erhalten, die nun nicht mehr in Löbichau Station machen wollten. Der ADAC versicherte auf Nachfrage, ausschließlich die auf dem Areal der Rastanlage gelegene Tankstelle mit dem angeschlossenem Snack-Shop getestet zu haben.

Autohöfe günstiger als Raststätten

Dass Sauberkeit auch ohne zusätzliche Kosten möglich ist, beweisen Deutschlands Autohöfe. Ihre kostenlosen Toiletten können im Vergleich mit den Sanifair-Bezahl-WCs der Raststätten zumindest beim Thema Hygiene gut mithalten. Von den 15 Betrieben mit völlig unbedenklichen Messergebnissen waren immerhin sieben und damit fast die Hälfte Autohöfe. Zudem haben Autohöfe bei den Preisen in Shop und Restaurant die Nase vorn. Während man beispielsweise im Autohof Braunschweig 2,70 Euro für seine Gulaschsuppe zahlt, muss man für dasselbe Gericht in der Raststätte Hochfelln (Nord) satte 5,95 Euro hinlegen.

Raststätten besser auf Kinder eingestellt

Und für einen halben Liter Wasser zahlt man im Shop des Autohofs durchschnittlich 91 Cent weniger als in der Raststätte. Wer mit Kindern reist, ist oftmals auf Raststätten besser aufgehoben: Denn diese sind mit Spielplätzen, Spielecken und Picknickplätzen meist besser auf den Besuch von kleinen Gästen vorbereitet. Thema Verkehrssicherheit: Autohöfe schwächeln bei Fußwegen und Behindertenparkplätzen, Raststätten bei sicheren Querungen für Fußgänger. 

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