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Andere Länder, andere Sitten: Alkoholtest im Handschuhfach

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Andere Länder, andere Sitten: Alkoholtest im Handschuhfach

21.05.2012, 14:47 Uhr | Heidi Siefert, srt

. Ein Alkohol-Tester ist in Frankreich Pflicht. (Quelle: SRT /ACV )

Ein Alkohol-Tester ist in Frankreich Pflicht. (Quelle: ACV /SRT )

Ein bisschen Abenteuer birgt jede Urlaubsreise. Damit Ihnen die Ferienlaune nicht verdorben wird, weil Sie eine Verkehrsregel nicht einhalten, sollten Sie sich rechtzeitig vor der Reise informieren, welche Gesetze auf fremden Straßen gelten.

Tempokontrolle per Augenmaß

Es ist ein bisschen aus der Mode gekommen. Dennoch gilt bei den Nachbarn in Österreich noch immer das "geschulte Amtsauge", wenn es um das Ahnden eines zu hohen Tempos geht. Bis 30 km/h über dem Limit ist diese Praxis möglich. Sind die Bußgelder bei einem Zuviel von 20 km/h mit mindestens 20 Euro meist moderat, wird es richtig teuer, wenn Reisende mehr als 50 km/h zu schnell sind. Bis zu 2200 Euro können dann fällig werden. Vorsicht auch in Tunnels: Mit "Select Control" werden Autofahrer beim Ein- und Ausfahren fotografiert und so ihr Tempo ausgerechnet. Wer alkoholisiert am Steuer erwischt wird (mehr als 0,5 Promille), der muss mindestens 300 Euro blechen. Ohne Pickerl auf der Autobahn wird mit einer Ersatzmaut von 120 Euro und zusätzlichem Bußgeld ab 300 Euro geahndet.

Mit der Polizei zur Bank

Mit Polizeieskorte zum nächsten Bankautomaten ist ein durchaus gängiges Bild in Italien. Bußgelder werden dort in der Regel bar eingefordert. Etwa die mindestens 160 Euro, falls Urlauber die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h überschreiten oder alkoholisiert (ab 0,5 Promille, Führerscheinneulinge in den ersten drei Jahren ab 0,0 Promille) am Steuer erwischt werden. Bei mehr als 1,5 Promille dürfen die Carabinieri auch das Auto beschlagnahmen, wenn es dem Fahrer gehört. Eine 60-tägige Sicherungsverwahrung für Krafträder ist möglich, wenn Fahrer oder Beifahrer ohne Helm unterwegs sind. Aufpassen heißt es bei Städten mit City Maut (Bologna, Mailand) oder ZTL. In diese videoüberwachten Zone Traffico Limitato dürfen Autofahrer nur mit Sondergenehmigung hinein. Die meisten Navis berücksichtigen dies allerdings nicht.

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In Ungarn wird überwiesen

Kein Bargeld ist in Ungarn erlaubt, wenn es um das Begleichen von Strafmandaten geht. Eine Postüberweisung, bevor Reisende das Land wieder verlassen, ist dort das korrekte Mittel, um Bußgelder zu bezahlen. Die können durchaus saftig sein: 400 Euro, falls man ohne Vignette eine Autobahn oder Schnellstraße befährt, mindestens 40 Euro für den, der tagsüber ohne Licht fährt, und mindestens 100 Euro beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h. Zwischen zehn und 110 Euro kostet Falschparken und bis zu 370 Euro das Überfahren einer roten Ampel oder das Überholen im Überholverbot.

Hohe Bußgelder in der Schweiz

Vignetten sind auf allen Autobahnen der Schweiz Pflicht, aber mit 40 Schweizer Franken (etwa 33 Euro) für 14 Monate (Kalenderjahr plus Dezember des Vorjahres und Januar des Folgejahres) vergleichsweise günstig. Empfindlich ist dagegen das Bußgeld von 200 Franken (knapp 170 Euro), reist man ohne den Aufkleber ein.

Wer schneller zahlt, spart Geld

Urlauber, die sich in Spanien ein Knöllchen einhandeln, können zumindest sparen, wenn sie rasch bezahlen. Innerhalb von 15 Tagen wird ein Rabatt von 50 Prozent gewährt. Fällig werden Bußgelder beim falschen Parken (bis 200 Euro), Überholen im Überholverbot (ab 200 Euro) oder bei Rotlichtverstößen an der Ampel (ab 200 Euro). Teuer wird es auch beim Übertreten des Tempolimits (ab 200 Euro). Wer viel zu schnell erwischt wird, dem droht sogar eine Haftstrafe von drei bis sechs Monaten. So auch, falls sich Kraftfahrer mit mehr als 1,1 Promille ans Steuer setzen. Grundsätzlich gilt eine Promillegrenze von 0,5 Prozent, für Berufsfahrer, Busfahrer und Führerscheinneulinge sogar von 0,3 Prozent. Was darüber liegt, wird mit mindestens 300 Euro bestraft. Vergleichsweise günstig ist das Fehlen einer Warnweste mit maximal 92 Euro. Telefonieren ist in Spanien nur mit eingebauter Freisprechanlage erlaubt. Beim Tanken müssen Fahrzeugbeleuchtung, Radio und Handy ausgeschaltet sein.

Wer zu lange wartet, zahlt doppelt

Auch in Griechenland lohnt es sich, Strafzettel schnell zu bezahlen. Allerdings wird kein Rabatt gewährt sondern die Strafe verdoppelt, wenn sie nicht innerhalb von zehn Tagen beglichen ist. Bei Rot über die Ampel kostet dann nicht mehr 350 Euro sondern satte 700 Euro. Auch das Überholen im Überholverbot kostet mindestens 350 Euro. Damit man nicht die mindestens 40 Euro für falsches Parken berappen muss, sollte man genau auf die Linien an Halteverbotsschildern achten: Mit einer senkrechten Linie gelten sie an geraden Tagen, mit zwei Strichen an ungeraden. Denken Sie neben der üblichen Sicherheitsausrüstung mit Verbandskasten, Warndreieck und Sicherheitsweste an den vorgeschriebenen Feuerlöscher.

Ersatzlampe im Auto

In Kroatien müssen Reisende ihre Sicherheitsausrüstung durch einen Satz Ersatzlampen für Autos ohne Xenon-, LED- oder Neonleuchten ergänzen. Für Führerscheinneulinge und Fahrzeuglenker unter 24 Jahren gilt absolutes Alkoholverbot statt der üblichen 0,5 Promille. Überschreitungen kosten mindestens 130 Euro.

Einweg-Alkoholtest in Frankreich

Pünktlich zur Ferienzeit führt Frankreich eine neue Regel ein, bei der Kraftfahrer in jedem Auto einen Einweg-Alkoholtest dabei haben müssen. Zum Preis von zwei bis fünf Euro in Apotheken, Diskotheken und Tankstellen erhältlich, soll er dazu animieren, nach dem Lunch oder Diner zu testen, ob es für eine ungefährliche Fahrt noch reicht. Nach einer Übergangsphase bis 31. Oktober werden elf Euro fällig, wenn der Test im Handschuhfach fehlt. Teströhrchen hin oder her: Bei mehr als 0,5 Promille droht ein Bußgeld ab 135 Euro. Aufpassen müssen Führerscheinneulinge, für die zwei Jahre lang unter anderem gesonderte Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten. Grundsätzlich zahlen Autofahrer mindestens 135 Euro, wenn Sie 20 km/h zu schnell fahren, 1500 Euro bei 50 km/h zu viel. Für eine fehlende Warnweste werden sie mit 90 Euro belangt.

Bei Nässe nicht überholen

Rechts bleiben, heißt es in Belgien für Wohnmobile und Gespanne, deren zulässiges Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen liegt, sobald es regnet. Sowohl auf Autobahnen als auch auf mehrspurigen Straßen dürfen sie erst bei trockener Fahrbahn wieder überholen.

Geld oder Knast

Die Bevölkerung vor sich selbst schützen: So hält man es in Norwegen und hat nicht nur ein strenges Limit, was Höchstgeschwindigkeit und Alkoholkonsum angeht. Auch die Strafen, die verhängt werden, wenn Reisende sich nicht daran halten, sind empfindlich. Werden sie mit Handy am Steuer erwischt, zahlen sie etwa 165 Euro. Mehr als 0,2 Promille Alkohol kosten mindestens 770 Euro. Werden sie mit 20 km/h über der Höchstgeschwindigkeit geblitzt, sind rund 545 Euro fällig, beim Missachten einer roten Ampel etwa 675 Euro. Das ist zu teuer? Alternativ kann man seine Strafe auch im Gefängnis absitzen.


Erstmals veröffentlicht am 21. Mai 2012

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