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Auf Schleichwegen  

Viele Urlauber umgehen die Maut im Ausland

02.07.2014, 12:54 Uhr | dpa-tmn, dpa

Viele Urlauber umgehen die Maut im Ausland. Die Maut - immer wieder ein Streitthema. (Quelle: dpa)

Die Maut - immer wieder ein Streitthema. (Quelle: dpa)

Auf dem Weg Richtung Süden sollten Urlauber wissen, welches Land welche Mautregeln hat. Doch die Straßen-Gebühr ist Bewohnern grenznaher Orte aus einem ganz anderen Grund ein Dorn im Auge: Immer wieder nutzen Autofahrer Strecken abseits der Autobahn, um sich das "Pickerl" zu sparen - und sorgen so für Verkehrschaos. Dabei rentiert sich der Umweg aus Expertensicht meist gar nicht.

Nach Aussagen des Auto Clubs Europa (ACE) in Stuttgart ist Kufstein der absolute "Klassiker", wenn es ums Meiden der Maut geht. An der Ausfahrt lenken viele Fahrer ihren Wagen auf die Abbiegespur, um sich über Kufstein und dessen Nachbarort Kiefersfelden auf Bundes- und Landstraßen zu schleichen. Beide Orte leiden stark unter dem Transitverkehr. Auch am Arlberg-Tunnel im Westen Österreichs wird gerne gespart. Hier verlassen viele Autofahrer die Schnellstraße und umkurven sie über die Landstraße.

Weitere Orte leiden

Ähnlich wie in Kufstein sieht es in der Grenzregion am Bodensee aus. Damit sie die Gebühr für die österreichischen Fernstraßen nicht zahlen müssen, machen viele einen Schlenker über die kleinen Gemeinden Hard und Höchst, um in die Schweiz zu kommen. Vor allem bei Italien-Urlaubern wird diese Route häufig genutzt. Die vorbeifahrenden Autokolonnen seien eine Belastung, sie brächten Lärm und Schmutz, beklagt der Kufsteiner Bürgermeister Martin Krumschnabel. Abgesehen von den Tankstellen profitiere die Wirtschaft im Gegenzug überhaupt nicht von dem Transitverkehr.

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Die bevorstehenden Sommerferien machen ihm ernste Sorgen. Seit Änderungen der Vignettenkontrollen im vergangenen Jahr würden die Autos wieder verstärkt durch den Ort fahren, sagt Krumschnabel. In den kommenden Monaten sei mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen.

Anwohner protestieren

Auch den Kauf einer Schweizer Jahresvignette vermeiden viele Autofahrer, wann immer sie können. Bevor es über die Grenze geht, fahren sie etwa in Weil am Rhein von der Autobahn und quälen sich über verzweigte Wege in die Stadt. "Der Verkehr, der die Schweiz zum Ziel hat, quält sich durch unsere Ortsdurchfahrten", sagt Wolfgang Dietz, der Oberbürgermeister des Nachbarstädtchens von Basel. Vielen Anwohnern stinkt das gewaltig. Sie haben Protestplakate an ihre Häuser gehängt, sind genervt vom Lärm und den Abgasen. Verantwortlich dafür sind nach ihrer Sicht aber nicht die Urlauber, die sich die Maut sparen wollen, sondern die Lastwagen, die in Richtung Basel unterwegs sind und deren Fahrer sich das kurze Stück Autobahn und damit die Gebühr sparen.

"Das kleine Wohnmobil mit dem Rentnerehepaar, das durch unsere Stadt in die Schweiz tuckert, stört uns nicht", sagt Dietz. Durch eine entsprechende Beschilderung versuche die Stadt, den Verkehr auf die Autobahn zu lenken. Eines ähnlichen Tricks bedienen sich die slowenischen Behörden. Damit Autofahrer gar nicht auf die Idee kommen, sich auf dem Weg von Italien gen Süden an den Autobahnen vorbeizumogeln, sperren sie Straßen immer wieder ab und zwingen die Durchreisenden direkt auf die Fernstraßen, wie der ACE berichtet.

Meist lohnt sich der Umweg gar nicht

Laut Herbert Müller vom Auto Club Europa (ACE) lohnt sich der Umweg meist gar nicht: "In Österreich beispielsweise kostet die Vignette für 10 Tage 8,50 Euro - das hat man, wenn man sich auf Nebenstrecken durch Ortschaften quälen muss, schnell an Spritkosten verfahren." Der Touristik-Experte rät dazu, die Maut-Kosten ins Verhältnis zum Urlaubsbudget zu setzen. "Pro Person gibt man pro Urlaubstag zwischen 80 und 100 Euro aus - da macht die Maut meist nur einen sehr kleinen Teil aus." 

Zudem gibt Müller zu bedenken, dass Nebenstrecken oft nicht gut ausgebaut seien. "In Österreich oder in der Schweiz sind das oft sehr kurvige Pässe, da braucht man wesentlich länger", sagt er. Doch auch gut ausgebaute Landstraßen, wie sie etwa in Frankreich parallel zu vielen Autobahnen zu finden seien, hätten ihre Tücken. "Hier fahren dann auch so ziemlich alle Lkw, das stresst enorm", sagt er. Auch insofern hält er es für sinnvoller, den erholsameren Weg zu wählen.

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