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Die spektakulärsten U-Bahn-Stationen

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Die spektakulärsten U-Bahn-Stationen

04.12.2012, 14:57 Uhr | Brigitte von Imhof, srt

Die spektakulärsten U-Bahn-Stationen. Eingang der U-Bahn Station Hietzing in Wien (Quelle: SRT /austria info)

Eingang der U-Bahn Station Hietzing in Wien (Quelle: austria info/SRT )

Vor 150 Jahren fuhr in London die erste Untergrundbahn. Sie ist damit die älteste U-Bahn der Welt. Abermillionen Menschen weltweit benutzen sie täglich. Manche sind mehr als ein Transportmittel - sie beeindrucken durch Kunst, Design und Superlative. Wir stellen zum Jubiläum acht U-Bahnen-Stationen in aller Welt zum Wundern und Bewundern vor - auch in unserer Foto-Show.

London: Logo der Underground ist Kult

Ob Westminster, Piccadilly oder Bond Street: Magnete, Postkarten oder T-Shirts mit einem der 270 Haltestellen-Schildern der Londoner Untergrund-Bahn sind ein beliebtes Andenken. Zu Recht, ist doch die Underground die älteste U-Bahn der Welt. Täglich verzeichnet die "Tube" (Röhre), wie die Underground umgangssprachlich heißt, im Schnitt 3,2 Millionen Fahrgäste. Nur 45 Prozent der 402 Kilometer langen Strecke verlaufen tatsächlich unter der Erde. Vor allem außerhalb der Innenstadt verkehren die Züge an der Oberfläche. Lediglich die Victoria Line und die Waterloo & City Line werden komplett unterirdisch geführt. Anlässlich des Jubiläums zeigt das "London Transport Museum" ab Februar unter dem Titel "Poster Art 150" eine Ausstellung über Werbeplakate.

Shanghai: U-Bahn der Superlative

Die Metro von Shanghai hat sich nicht nur zum größten Metro-System der Welt gemausert. Sie ist auch eines der modernsten und technisch fortschrittlichsten. Mit ihren Spezialeffekten macht sie jede U-Bahn-Fahrt zu einem Erlebnis. Wenn die Waggons durch Lichtröhren und -spiralen von Stopp zu Stopp sausen, fühlt sich mancher wie in einem Fahrgeschäft im Vergnügungspark. Das Streckennetz der Metro Shanghai summiert sich zu 420 Kilometern und besteht derzeit aus elf Linien. Bis 2020 ist ein Ausbau auf die doppelte Kapazität vorgesehen.

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Stockholm: Kunst auf Schritt und Tritt

Die "Tunnelbanan" in Stockholm ist eine einzige Kunstgalerie. Hunderte von Künstlern der unterschiedlichsten Stilrichtungen haben 90 der 100 U-Bahnhöfe mit Skulpturen, Lichtinstallationen, Gemälden, Mosaiken, Gravuren, Reliefs, Grotten, grünen Gärten, Seerosenteichen und Höhlen derart verschönert, dass einen nichts nach oben ins Sonnenlicht drängt. Unterirdische Überraschung: Viele der in den Fels gesprengten Stationen wurden im Naturzustand belassen und bunt bemalt. Kein Wunder, dass sich so mancher Fahrgast in die Steinzeit zurückversetzt fühlt. Besonders zu empfehlen: die Blaue Linie.

Moskau: Barocke Pracht mit Lüstern

Viele bezeichnen die Metro in Moskau als die schönste der Welt. Sie wurde 1935 eröffnet und hat 185 Stationen. Einige davon präsentieren sich den Fahrgästen als architektonische Kunstwerke, mit Marmor und Granit, Mosaiken und Skulpturen. Adelspaläste wurden unter Stalin von den Bolschewiken geplündert, um die "Moskowskij Metropoliten" auszustatten. So kommt die unterirdische Station Komsomolskaya wie ein Barockschloss daher, mit Mosaiken an den Wänden und Lüstern von den Decken. Neun Millionen Menschen werden täglich in Moskau unterirdisch von A nach B gebracht.

München: Farben und Lichteffekte

Die U-Bahn von München reiht sich mit ihren Design-Stationen in die Riege der sehenswerten U-Bahnen ein. Beispielsweise der Bahnhof Georg-Brauchle-Ring: Die farbenfrohe Wandgestaltung macht das Warten auf den Zug zum Erlebnis. Mit Licht wird dagegen am Halt Candidplatz raffiniert gespielt (beide Stopps auf der Linie der U1). Und im U-Bahnhof Hasenbergl (U2) wird ein weißes linsenförmiges Deckensegel von Lichtelementen in Szene gesetzt. Reduziertes Design, klare Farben und knallige Lichteffekte machen die U-Bahnstation Westfriedhof zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk. Futuristisch geht es in der Station Münchner Freiheit zu: Lichtdesigner Ingo Maurer spielte virtuos mit Spiegeln und der Farbe Blau.

Lissabon: Werke von Hundertwasser und Calatrava

U-Bahnfahrer in Lissabon begeben sich auf eine Reise durch die zeitgenössische Kunst. Beinahe die gesamte Kunstelite des Landes, aber auch internationale Stars wie Friedensreich Hundertwasser haben mit Skulpturen, Wandgemälden und Kunstwerken aus Kacheln den Untergrund in eine Sehenswürdigkeit verwandelt. "Bäume" aus Stahl und Glas zieren beispielsweise die Bahnhofsstation Oriente im Lissaboner Stadtviertel Parque das Nae. Den imposanten Bau entwarf Star-Architekt Santiago Calatrava.

Wien: Jugendstil-Tore führen in die Unterwelt

Dass es im Untergrund von Wien recht ungewöhnlich zugeht, weiß man spätestens seit dem berühmten Film "Der dritte Mann". Allerdings sind es eher die Eingänge als die Stationen selbst, die der U-Bahn in Österreichs Metropole das Prädikat "Sehenswürdigkeit" verleihen. Sie sind Überbleibsel der in den Jahren 1893 bis 1901 vom großen Jugendstil-Architekten Otto Wagner gebauten Stadtbahn, die in das heutige U- und S-Bahnnetz integriert ist. Zu den schönsten Stationen zählen Kettenbrückengasse, Karlsplatz, Schönbrunn, Gumperndorfer Straße, Währinger Straße oder Ottakring.

Neapel: Unterirdische Kunstgalerie

Im italienischen Neapel heißt es für die Passagiere der "Metropolitana di Napoli": Augen auf! Einige Stationen sind als "Metro-Museen" konzipiert worden. In den Tunneln unter der Stadt sind zeitgenössische Werke von 26 italienischen Künstlern ausgestellt. Besonders eindrucksvoll geraten sind die Bahnhöfe Dante, Museo, Materdei, Salvator Rosa, Quattrogiornate und Rione Alto der Linie 1. Sie bildet eine kilometerlange, freizugängliche Galerie moderner Kunst.

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(Erstmals veröffentlicht am 4.12.2012)

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