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Reiserecht: Kein blaues Meerwasser wie im Katalog - Geld zurück

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Reiserecht  

Kein blaues Meerwasser wie im Katalog: Geld zurück

06.02.2009, 12:03 Uhr | dpa, dpa-tmn

Katalogbilder sollten der Realität standhalten können (Symbolbild: Imago)Katalogbilder sollten der Realität standhalten können (Symbolbild: Imago) Auf den Fotos im Reisekatalog war das Meerwasser klar und blau, in Wirklichkeit aber braun und trübe. Wer als Pauschalurlauber solche Erfahrungen macht, kann Geld von seinem Veranstalter zurückfordern, urteilte das Amtsgericht Köln (Az.: 134 C 419/07). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden in der Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell".

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15 Prozent für trübes Meer

Im konkreten Fall erhielten die Kläger für jeden betroffenen Tag 15 Prozent ihres Reisepreises zurück. Der Veranstalter könne zwar die Qualität des Meerwassers nicht beeinflussen, befand das Gericht. Weil er im Katalog aber Fotos von blauem Wasser gezeigt hatte, sei es als Reisemangel zu bewerten, wenn das Meer nicht nur vorübergehend braun und trübe ist. Bei der Festlegung der Erstattungsquote von 15 Prozent spiele allerdings auch eine Rolle, dass in der Hotelanlage in der Dominikanischen Republik täglich Insektenschutzmittel in großen Mengen versprüht wurde, so "dass Wolken stechenden Geruchs durch die Anlage zogen". Auch dies sei ein Reisemangel gewesen, so das Gericht.

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Richtig reklamieren

Sollte nach eigenem Ermessen im Urlaub ein Reisemangel vorliegen, kann ein Gast sich schon im Urlaub darum kümmern, dass Mängel der Reiseleitung gemeldet werden. Am besten im freundlichen, aber bestimmten Ton - um eventuelle Unannehmlichkeiten vielleicht schon während des Aufenthalts aus der Welt zu schaffen. Wer sich schon im Urlaubsland bei der Reiseleitung beschwert hat, kann zudem ein Beschwerdeprotokoll verlangen - oder einen Zeugen mit zum Reiseleiter nehmen. Wieder zurück in Deutschland, muss der Reisemangel innerhalb von vier Wochen detailliert reklamiert werden, sonst verfallen die Ansprüche. Der beste Weg ist dabei meist ein Einschreiben mit Rückschein. Der zuständige Ansprechpartner ist immer der Reiseveranstalter direkt und nicht etwa das Reisebüro, in dem gebucht wurde.

Schon im Urlaub Beweise sammeln

Wer nach einer Zahlungsverweigerung dann doch bis vor Gericht zieht, sollte den Grund gut dokumentieren können. Fotos oder eventuell Tonaufnahmen - beispielsweise bei Baustellenlärm - helfen als Beweise weiter. Bei eventuellen Zeugen gilt: Die Aussagen von fremden Mitreisenden sind in der Regel vor Gericht mehr wert als die von Verwandten und Bekannten. Wer jetzt denkt, sich auf diesem Weg mit ein bisschen Nörgelei den nächsten Urlaub zu vergünstigen, wird allerdings enttäuscht: Die Gerichte entscheiden sehr unterschiedlich, wann eine "erhebliche" Beeinträchtigung der Urlaubsfreuden vorliegt - und die ist Voraussetzung, um eventuell Geld zurück zu bekommen. Und selbst bei gewonnenem Prozess fallen Reisepreiserstattung und eventuell Schadenersatz oft gering aus. Der Gang vor Gericht will also gut überlegt sein - und schließlich ist ja auch der Urlaub viel schöner, wenn der Prozess gar nicht nötig wird.

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