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Touristenfallen: Ganoven-Tricks im Urlaubsland

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Ganoven-Tricks  

Ferienzeit, Ganovenzeit: Wenn Touristenfallen zuschnappen

03.06.2013, 15:48 Uhr | Monika Reisner/srt, t-online.de

Touristenfallen: Ganoven-Tricks im Urlaubsland. Wer nicht aufpasst, dem wird ganz schnell die Tasche entrissen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer nicht aufpasst, dem wird ganz schnell die Tasche entrissen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Endlich Ferien! Doch wo viele Touristen sind, sind auch Ganoven nicht weit. Urlauber sind ohnehin leichte Beute, da sie sich von den faszinierenden Sehenswürdigkeiten nur zu gerne ablenken lassen. Doch Taschendiebe allein sind nicht das einzige Übel, da Gauner mittlerweile mit ganz fiesen Tricks arbeiten. Und ehe man sich versieht, wird aus dem geplanten Entspannungsurlaub ein Marathon zu Polizei und Botschaft, weil man um Geld, Wertsachen und Ausweise betrogen wurde - und um das erhoffte Ferienglück. Damit Sie beim nächsten Trip nicht in die Falle tappen, stellen wir Ihnen die häufigsten Urlauber-Abzocken vor.

Blinde Passagiere in Touristenfahrzeugen

Autofahrer aufgepasst! Der ADAC warnt auch in diesem Jahr Griechenlandreisende, die mit Auto und Fähre unterwegs sind: Es verstecken sich immer häufiger blinde Passagiere in Fahrzeugen, um so illegal nach Italien auszureisen. Es empfiehlt sich, den Wagen stets gut verschlossen zu halten sowie Kofferraum und Anhänger zu kontrollieren, denn die Strafe ist hoch. Selbst wer nicht bemerkt, dass er einen fremden Gast an Bord hat, muss mit einer hohen Geldbuße und einer Freiheitsstrafe rechnen.

Gaunerbanden, die zum Anhalten auffordern

Auch in Tschechien sollten Autofahrer auf der Hut sein: Gaunerbanden, meist in dunklen Limousinen unterwegs, fordern den Fahrer auf anzuhalten. Der Grund: Sie wollen den Insassen Schmuck verkaufen oder erbitten finanzielle Unterstützung für ihre Familien. Bezahlen die Opfer zu wenig, versuchen die Diebe, den Geldbeutel an sich zu reißen. Nach Angaben der Deutschen Botschaft in Prag häufen sich diese Vorfälle auf der Autobahn D5 am Grenzübergang Waidhaus-Pilsen-Prag, auf der A17/D7 Dresden-Prag sowie auf allen Routen rund um die tschechische Hauptstadt. Wer in solch eine Situation gerät, kann über die Nummer 112 (auch über Mobilfunk ohne Vorwahl) die Polizei rufen, und er sollte die Deutsche Botschaft informieren. Auch sonst kann man während der Fahrt nicht sicher sein: Mit getürkten Pannen bringen Räuber hilfsbereite Touristen zum Anhalten. Ein brennendes Taschentuch unterm Auto oder ein Wagen, der schräg an der Straße steht - wer da schon mal helfend eingegriffen hat, musste hinterher feststellen, dass Kamera, CD-Player und andere Dinge fehlten.

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Vorsicht vor "falschen" Polizisten

Da ist manchmal - vor allem in südosteuropäischen Ländern - auch die Begegnung mit Polizisten nicht viel wert. Denn die sind hin und wieder nicht echt, etwa bei fingierten Geschwindigkeitskontrollen auf der Autobahn. Die Reisenden werden angehalten und aufgefordert, sofort ein Bußgeld zu bezahlen. Tipp vom ADAC: Manchmal reicht es schon, nach dem Dienstausweis zu fragen, um den Betrüger in die Flucht zu schlagen. Wenn nicht, heißt es wohl oder übel zahlen. Für den Moment ist das sicherer, als sein Bares mit dem Leben zu verteidigen, und die Beträge sind mit 30 oder 40 Euro in der Regel zu verschmerzen. Wer sich das Nummernschild merkt, der kann dann bei der nächsten Polizeidienststelle immer noch Anzeige erstatten. Etwas komplizierter ist es bei vermeintlichen Drogenkontrollen. Dabei durchwühlen die "Polizisten" das Gepäck, und da hilft nur eines: zu versuchen, die Wertsachen vor der Wagendurchsuchung an sich zu nehmen.

Wie Motorrad-Diebe vorgehen

Überhaupt trägt man die Wertsachen besser am Körper, etwa im Brustbeutel oder Geldgürtel. Denn auch wer zu Fuß unterwegs ist, der wird schon einmal Opfer von Motorraddieben, die während der Fahrt die Taschen einfach mitreißen. Auch hier gilt: Auf keinen Fall festhalten. Im ungünstigsten Fall wird man solange mitgeschleift, bis ein Riemen reißt. Besonders dreiste und geschickte Motorraddiebe sind zu zweit unterwegs: Der erste rammt den Rückspiegel des Wagens, sodass er nach außen kippt. Wer dann aus dem Fenster greift, um ihn wieder in Position zu bringen, muss damit rechnen, dass ein zweiter im Fahren die Armbanduhr klaut.

Auch an Tankstellen lauern Gefahren

Auch an Tankstellen ist man vor Betrug nicht sicher: Entweder der Tankwart selbst ist so dreist und bucht von der Kreditkarte einen höheren Betrag ab als der tatsächlich getankte. Andere unverfrorene Kollegen tauschen freundlich Wischerblätter und anderen Kleinkram aus und verlangen dann horrende Summen für Ersatzteile. Oder man bezahlt ahnungslos seinen Tankbetrag, während sich draußen Ganoven an Autoreifen oder Auspuff zu schaffen machen. Das Ergebnis: Ein paar Kilometer weiter ist eine Zwangspause nötig, und die freundlichen Helfer, die sofort zur Stelle sind, haben es vor allem auf die Wertsachen im Wagen abgesehen.

Bei Mietwagen aufs Kleingedruckte achten

Wer nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist, sondern sich im Urlaubsland eines mietet, der sollte ebenfalls ganz genau hinsehen: Kleine Firmen vor Ort bieten Super-Sparpreise an; die Extrakosten im Kleingedruckten übersteigen dann oft den Mietpreis renommierter Firmen, bei denen man von Zuhause aus bequem und abgesichert hätte buchen können.

Sich keine Unterkunft aufschwatzen lassen

Individualurlauber, die sich ihre Unterkunft vor Ort suchen, verlassen sich am besten auf Reiseführer oder Tourismusämter, sofern vorhanden. Die Empfehlungen Unbekannter, die sich an Bahnhöfen oder vor Flughäfen aufdrängen, entpuppen sich meist als unbewohnbare Zimmer zu überhöhten Preisen.

Häufige Köder sind bettelnde Kinder

Achtung Diebe! Oft sind bettelarme Kinder mit dem Auftrag unterwegs, bei Fremden abzusahnen. Sie lenken ab durch Pappschilder, die es zu lesen gilt, oder durch Kleinkram, den sie anbieten. Dabei sind sie bereits geschickte Taschendiebe.

Getränke niemals unbeaufsichtigt lassen

Auch der Besuch einer Discothek oder Bar kann mit einer Pleite enden. Nicht selten sind Urlauber ohne Papier, Geld und Schmuck in einem Hinterhof aufgewacht, weil jemand K.o.-Tropfen ins Bier oder in den Cocktail gemischt hatte.

Achtung bei erhöhten Preisen für Urlauber

Hier lauert die Abzocke! Harmlos, aber ärgerlich, ist da die Sache mit den unterschiedlichen Preisen: "Farang have money to much", hörte ein Thailandurlauber, der eine Kassiererin darauf ansprach, warum er fünf Mal mehr für den Eintritt bezahlen müsse als ein Einheimischer. Überall dort, wo Eintritts- oder Menüpreise überteuert erscheinen, lohnt sich ein zweiter Blick auf eine etwaige Preisliste für Einheimische. Mit einem freundlichen Hinweis hat sich das Problem dann oft erledigt.

Bei Time-Sharing nur auf seriöse Unternehmen setzen

Und dann ist doch alles perfekt - das Wetter, die Gegend, die Menschen. Wie schön wäre es, dort häufiger Urlaub zu machen. Kein Thema: Immer wieder warten Makler von Ferienanlagen mit Time-Sharing-Angeboten auf. Sie versprechen: Für einen Beitrag X plus Steuer plus Gebühren wird man Anteilseigner und kann zu festgelegten Zeiträumen immer wieder kommen und seine Wohnung auch gegen andere Wohnungen tauschen. Laut Europäischem Verbraucherzentrum sind Beiträge zwischen 2500 und 25000 Euro üblich. Der Haken: Dass die Clubanlage nie gebaut wird, wird einem erst nach und nach klar, und dann ist es zu spät. Die Betrüger haben das Geld vom Konto geräumt und fangen mit neuen Kunden und neuen Konten wieder von vorn an. In Sachen Time-Sharing sollte man nur auf seriöse Unternehmen setzen - Verbraucherzentren geben dazu Auskunft. Und: Unterschreiben Sie nie etwas unter Zeitdruck.

Internet-Abrufe sind nicht immer gesichert

Warnung vor Online-Diebstahl! Wichtige E-Mails abrufen, Kontostand prüfen, das Rückflugticket buchen - dank WLan, Laptop und Internet-Café ist das alles einfach geworden. Doch gerade darin liegt die Tücke: Fremde Computer sind oft nicht ausreichend mit Firewalls und Virenschutz gesichert - oder noch schlimmer: Es befindet sich bereits ein Spionageprogramm auf dem Rechner, das Passwörter, Konto- und Kreditkarten der Nutzers ausspäht. Also: Online-Banking und -shopping am besten vermeiden, am Ende den Verlauf und Cookies löschen und sich abmelden. Der eigene Computer sollte unbedingt mit einer Firewall und Antivirenschutz gesichert sein. Sicher dran ist, wer seine Daten verschlüsselt und vor Urlaubsbeginn alles noch einmal eigens sichert.

So schützen Sie sich vor Taschendieben:

  1. Ein leichtes Spiel für Diebe ist die Brieftasche in der Gesäßtasche. Also: tunlichst vermeiden!
  2. Nicht auf Ablenkungsmanöver reinfallen - wie beispielsweise das Fallenlassen eines Gegenstandes in Ihrer Nähe, versehentliches Beschmutzen Ihrer Kleidung oder ein schlichtes Anrempeln. Äußerste Vorsicht ist auch bei Massenaufläufen geboten.
  3. Taschendiebe arbeiten oftmals zu zweit oder in einer Gruppe. Ganz nach dem Motto "einer lenkt ab, während der andere schnell zuschnappt und samt Beute verschwindet". Viele setzen dabei gezielt unscheinbar wirkende Personen wie Kinder oder ältere Menschen ein. Seien Sie bei Unbekannten daher immer auf der Hut.
  4. Vermeiden Sie lange Aufenthalte an Stellen, die gleichzeitig von vielen Menschen passiert werden. Typisches Beispiel hierfür sind die Türen von U-Bahnen. Bei der nächsten Station könnte es durchaus passieren, dass im dichten Gedränge jemand samt ihrem Hab und Gut aussteigt.
  5. Fordern Sie die Taschendiebe nicht heraus, indem Sie eine prall gefüllte Hand- oder Brieftasche mit in den Urlaub nehmen. Weniger ist in dem Fall mehr - dies schützt nicht nur vor einem Diebstahl, der Schaden wäre im schlimmsten Fall auch geringer.

Allgemeine Ratschläge:

  • Stets auf etwaige Ablenkungsmanöver achten
  • Wertsachen immer am Körper tragen
  • Nur wenig Bargeld mitnehmen
  • Achtung an Geldautomaten: Idealerweise nur in Bankfilialen Geld abheben, PIN nur verdeckt eingeben, wenn möglich andere Karte (z.B. Kreditkarte) zum Türöffnen benutzen als zum Geld abheben
  • Keine Wertsachen im Auto zurücklassen
  • Kreditkarten nicht aus der Hand geben. Bei Verdacht auf Betrug am besten sperren lassen unter der Servicenummer 0049/116116
  • Getränke nie unbeaufsichtigt lassen
  • Auf Online-Banking- und -Shopping verzichten oder den eigenen Rechner ausreichend schützen
  • Keine Verträge unter Zeitdruck unterschreiben

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