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West-Nil-Fieber in Griechenland

12.08.2010, 13:45 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

West-Nil-Fieber in Griechenland. Vorsicht bei Mückenstichen. (Foto: imago)

Vorsicht bei Mückenstichen. (Foto: imago)

Griechenland-Reisende sollten sich derzeit besonders sorgfältig vor Mückenstichen schützen. In Thessaloniki sind nach Angaben des Centrums für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf Anfang August 22 Menschen am West-Nil-Fieber erkrankt, das von Mücken übertragen wird.

Mückenschutz gehört dazu

"Wer nach Griechenland reist, sollte ausreichenden Mückenschutz im Gepäck haben", rät der Wissenschaftliche Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, PD Dr. Tomas Jelinek. Alle Patienten wurden mit einer Hirn- oder Hirnhautentzündung ins Krankenhaus gebracht. Drei ältere Patienten starben. Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht. Zwar habe es schon früher Fälle des West-Nil-Fiebers in Europa gegeben, aber "das ist schon eine auffällige Häufung", sagt Tomas Jelinek. Der Ausbruch beschränke sich bisher auf das Umland von Thassaloniki. "Die klassischen Urlaubsziele im Süden und auf den Inseln sind bisher nicht betroffen", so Jelinek.

Grippeähnliche Symptome

West Nil-Fieber ist eine akute, oft grippeähnliche Erkrankung, die vor allem in den Tropen und Subtropen und seit einigen Jahren auch in Nord-Amerika (USA und Kanada) gehäuft vorkommt. Die Ausbreitung des Erregers kann sehr schnell über weitere Regionen erfolgen. 1999 tauchte das Virus erstmals an der Westküste der USA auf, innerhalb weniger Jahre war es bis zur Ostküste vorgedrungen. Die Krankheit bricht etwa 3 bis 6 Tage nach dem Stich durch eine infizierte Mücke aus. Fieber und Muskelschmerzen sind typische Symptome. Später schwellen oftmals noch die Lymphknoten an. Rund ein Drittel der Erkrankten entwickelt an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag, der jedoch ohne Schuppung abheilt. Bei einigen Patienten kommt es zu Hirn- oder Hirnhautentzündung. Vor allem bei älteren Menschen kann die Infektion tödlich verlaufen. Eine Impfung gegen West Nile-Fieber gibt es nicht.

Schlafstätten mückenfrei halten

"Vor allem mit Einbruch der Dämmerung sind die Überträgermücken aktiv", sagt Dr. Jelinek. Schlafstätten sollten daher möglichst mückenfrei gehalten werden. Moskitonetze bieten dafür den besten Schutz. Um auch kleinste Stechmücken abzuhalten aber dennoch eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen, sollte das Netz eine Lochgröße zwischen 1,2 und 1,5 Millimeter haben. Eine zusätzliche Imprägnierung mit Permethrin erhöht die Effektivität. Helle Kleidung ist zudem besser als dunkle, da dunkle Flächen die Insekten anlocken. Auch zu dünne Stoffe können von den Mücken durchstochen werden. Zudem sollte auf nicht bedeckte Hautstellen ein spezielles Mückenabwehrmittel (Repellent) aufgetragen werden. Repellents, die den Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid) beinhalten, haben sich gut bewährt. Sie bieten mindestens 3-4 Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten.

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