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Polnische Taximafia will bei EM mitkassieren

01.06.2012, 15:27 Uhr | Eva Krafczyk und Andreas Stein, dpa

Polnische Taximafia will bei EM mitkassieren. Bei Taxis in Polen sollte man gut aufpassen (Quelle: imago)

Bei Taxis in Polen sollte man gut aufpassen (Quelle: imago)

Kein Taxameter, überteuerte Tarife: Die polnische Taximafia ist berüchtigt, vor allem in der Hauptstadt Warschau. Zur Fußball-Europameisterschaft hoffen die illegalen Fahrer auf den großen Profit.

Die Masche der Warschauer Taximafia

Sie lauern schon in der Ankunftshalle, pirschen sich mit Vorliebe an ausländische Besucher heran, die noch ein wenig orientierungslos wirken. "Taxi?" wenden sie sich an die Ahnungslosen, um sie dann am offiziellen Taxenstand des Warschauer Flughafens vorbei zu schleusen. Am Ende der Fahrt gibt es meist ein teures Erwachen. Denn während die Fahrt ins Stadtzentrum im Schnitt etwa 40 Zloty (etwa zehn Euro) kostet, werden plötzlich bis zu 140 Zloty gefordert. Die Warschauer Taximafia hat wieder zugeschlagen.

Falsche Taxifahrer weiter präsent

Bei der Fußball-EM soll den Fahrern, die ohne Lizenz und Taxameter arbeiten, eigentlich das Handwerk gelegt werden. Schon Wochen vor dem ersten Spiel häuften sich die Kontrollen des Ordnungsamts. Doch bisher hat sich die Taximafia immer wieder neu organisiert. Das gute Geschäft mit tausenden Fußballfans, die zur EM nach Polen kommen, wollen sie sich nicht entgehen lassen. In der Ankunftshalle sind sie weiter präsent. "Wir können schließlich niemandem verbieten, sich hier aufzuhalten", sagt Flughafensprecher Przemyslaw Przybylski.

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Erfahrene Reisende fangen Lizenz-Taxis ab

Seit Jahren ist die Warschauer Stadtverwaltung im Kampf gegen die Taxi-Betrüger erfolglos. Dass nun Taxifirmen nach einer Ausschreibung des Flughafenbetreibers offizielle Plätze im Eingangsbereich haben, ist schon ein Fortschritt - früher wurden sie von der Taximafia rüde verdrängt, notfalls mit Baseballschlägern und Schlagringen. Erfahrene Reisende gingen bislang gleich nach der Ankunft zur Abflugebene, um ein lizenziertes Taxi abzufangen, das gerade Passagiere absetzte. Aber auch vor Bahnhöfen und im Umkreis von Hotels wartet die Taxi-Mafia auf ahnungslose Opfer.

Illegale Fahrzeuge erkennen

Eigentlich sind illegale Fahrzeuge leicht zu erkennen. Alle Fahrer, die für eine offizielle Taxifirma arbeiten, haben nicht nur eine Lizenz, auf dem Taxi sind auch Logo und Telefonnummer der Firma deutlich sichtbar. Dazu kommt eine Auflistung der Fahrpreise, die abends und am Wochenende höher sind. Inzwischen gibt es aber auch Betrüger, die mit der Preisliste tricksen, berichten Lokalzeitungen. Die Stadtverwaltung kann in solchen Fällen nichts machen: "Der Tarif ist Angelegenheit der einzelnen Firmen", sagt Joanna Tyminska vom Warschauer Ordnungsamt.

Ukraine: Meiste Taxifahrer arbeiten Schwarz

Etwas anders ist die Situation in der Ukraine - dort gibt es in der Regel keine Taxameter, da die meisten Fahrer schwarz arbeiten. Nur die offiziellen Flughafentaxis sind mit Taxameter ausgestattet und damit teurer. Der Tarif muss normalerweise vor der Fahrt ausgehandelt werden - für die meisten westeuropäischen Reisenden ungewohnt. Manche glauben daher sofort an Betrug, doch die Fahrer halten sich in der Regel an die Vereinbarungen. Einfacher ist es bei Taxibestellungen per Telefon, die mittlerweile die Regel sind. Die Zentrale nennt den Tarif, bevor sie ein freies Fahrzeug sucht. In Kiew werden von einem Ende der Hauptstadt zum anderen nicht mehr als zwölf Euro verlangt. Für die Taxifirmen in der Metropole sollen allein 20.000 bis 30.000 Fahrer arbeiten. Medienberichten zufolge sind viele auf größere Polizeikontrollen während der EM eingestellt und werden demzufolge während des Turniers "untertauchen". Das könnte zu einem Mangel an freien Fahrzeugen und einem Anstieg der Preise führen.

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