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TÜV Rheinland testet Urlaubssouvenirs: "Erschreckende Risiken"

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Alarmierende Ergebnisse bei Urlaubssouvenir-Test

26.07.2012, 14:24 Uhr | dpa

TÜV Rheinland testet Urlaubssouvenirs: "Erschreckende Risiken". Vorsicht vor Waren der Verkäufer am Strand. (Quelle: imago)

Vorsicht vor Waren der Verkäufer am Strand. (Quelle: imago)

Verkäufer am Strand und Souvenirshops bieten Spielwaren, Sonnenbrillen oder Kleidung zu oft günstigen Preisen - was bei einigen Urlaubern zu Spontankäufen führt. Der TÜV Rheinland hat Souvenirs getestet und kommt zu erschreckenden Ergebnissen, vor allem bei Spielwaren. Vieles ist nicht nur von mangelhafter Qualität, sondern manchmal schlicht eine Gefahr für die Gesundheit.

Souvenirs oft Schund

Laut einer Untersuchung des TÜV Rheinland sind Urlaubssouvenirs vielfach Schund und manchmal sogar gefährlich. Die Bilanz: Von 45 gekauften Spielwaren aus Spanien, Italien, den Niederlanden und Deutschland wiesen 28 zum Teil schwerwiegende Mängel auf. Untersucht wurden Produkte, die am Strand und in Souvenirshops verkauft wurden. Der Schwerpunkt des jährlichen Souvenir-Tests lag in diesem Sommer auf Spielzeug: Stofftiere, Plastikpistolen, Seifenblasen, Autos, Schaufeln, Gummibälle - auf all dem, was man am Strand so für ein paar Euro kaufen kann, wenn die Kinder quengeln. Zuhause würde man diese Sachen meistens nicht anrühren. Aber am Strand ist es eben anders. TÜV-Sprecher Ralf Diekmann kennt die Seelenlage des Touristen genau: "Die Hemmschwelle gerade im Urlaub ist äußerst gering. Da will man kein Spielverderber sein und kauft das, auch wenn man weiß, dass das nicht ewig halten wird", sagte er in Köln. Die schlechte Qualität sei das eine. "Manches ist aber auch noch gefährlich, und da hört's dann auf."

Weichmacher und lose Teile bei Spielzeug

Gummibälle enthielten Weichmacher und Stofftiere verloren leicht die Augen, stellten die Prüfer unter anderem fest. Bei batteriebetriebenen Stofftieren waren die Fächer zum Teil nicht gesichert, so dass kleine Kinder die Batterien im schlimmsten Fall verschlucken könnten. Diekmann: "Einige Spielzeuge sind auch durch die Brandprüfung gefallen." Ihr Fell fing zu schnell Feuer. In Laboratorien in Köln und Nürnberg wurden die Mitbringsel getestet. Die Ergebnisse wurden der Presse präsentiert, darunter Spielzeug-Schweine ohne Augen und Mäuse mit abgebrannten Schwänzen.

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Sonnenbrillen, die schlechter sehen lassen

Auch bei Sonnenbrillen gab es viel Schatten. Der TÜV findet die Ergebnisse "teilweise erschreckend". Bei 40 Prozent stellten die Tester zum Teil gravierende Mängel fest. Einige waren etwa zu stark getönt. "Wenn man dann mit dem Auto in einen Tunnel fährt, dunkeln die so stark ab, dass man gefährlich wenig sehen kann", erklärte Diekmann. "Es muss dann ausgewiesen sein, dass diese Brille nicht für den Straßenverkehr geeignet ist. Der normale Mensch kann das nicht erkennen." Einige Brillen hätten die Sicht zudem so stark verzerrt, dass dem Träger nach längerem Tragen richtig schlecht werden könne. "Viele der gekauften Brillen verschlechtern das Sehvermögen", fasste Patrick Niklaus, TÜV-Experte für Augenschutz, zusammen. "Hier wird am falschen Ende gespart." Der TÜV testete insgesamt 60 Sonnenbrillen aus Souvenir- und Billigläden oder direkt vom Strand.

Qualitätsmängel in allen Ländern

Einen Lichtblick gab es nur bei Fußball-Shirts. Hier wurden die Grenzwerte für Schadstoff-Belastungen eingehalten. Die Qualität war allerdings in den meisten Fällen mangelhaft. Wilde vermutete, dass bei solcher Billigware auch die Umwelt- und Sozialstandards bei der Produktion "auf sehr niedrigem Niveau" liegen dürften. Der TÜV betont: Die Qualitätsmängel bestehen unabhängig vom Einkaufsland - sie finden sich überall. "Die mangelhafte Sicherheit von billigen Freizeitartikeln ist ein europäisches Problem, kein nationales", unterstrich Wilde. Es existierten zwar klare europäische Regelungen, das Problem sei jedoch der Vollzug. "Da gibt es kaum wirksame Kontrollen der Produkte. Hier muss sich etwas ändern."

Tipps vom TÜV: Tast- und Geruchstest machen

Für Eltern, die sich vor Schund schützen wollen, hat der TÜV einige Tipps parat: Nichts kaufen, was lose Teile hat: "Ruhig das Produkt mal in die Hand nehmen", rät Stefanie Drückler, Sprecherin des TÜV Rheinland. Hat es scharfe Kanten? Oder sind bei einem Stofftier etwa die Augen nur lose angenäht? Dann könnten Kinder sie leicht abreißen und verschlucken. Bei batteriebetriebenen Spielzeugen sollten Eltern darauf achten, dass das Batteriefach verschraubt ist, also von Kindern nicht geöffnet werden kann. Auch Batterien können von Kindern verschluckt werden. Beim Kauf von Strandspielzeug sollten Eltern auch auf ihre Nase vertrauen. Denn wenn etwas unangenehm oder nach Chemie riecht, kann das ein Zeichen für giftige Inhaltsstoffe sein. "Ein unangenehmer Geruch, das kann beispielsweise sehr teerig sein", erklärt Drückler. Die Ausdünstungen könnten von Stoffen stammen, die möglicherweise krebserregend sind.

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