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Waldbrände - welches Recht haben Reisende

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Waldbrände und andere Katastrophen: Rechte für Reisende

17.08.2012, 10:06 Uhr | A. Faude, t-online.de, dapd

Waldbrände - welches Recht haben Reisende. Waldbrände - wie hier auf Teneriffa - wüteten in diesen Tagen vielerorts in Europas Süden. (Quelle: Reuters)

Waldbrände - wie hier auf Teneriffa - wüteten in diesen Tagen vielerorts in Europas Süden. (Quelle: Reuters)

An vielen Stellen im Süden Europas wüteten in den vergangenen Tagen Waldbrände. So auch auf der Kanaren-Insel La Gomera. Deutsche Reiseveranstalter stornierten daraufhin sämtliche Reisen auf die Insel vor der Westküste Afrikas. Manch' ein Urlauber bleibt gleichwohl verunsichert - welches Recht steht ihm bei Naturkatastrophen wie dieser zu? Wir klären auf.

La Gomera-Anreisen vorläufig gestoppt

Seit Anfang August schon brennt es auf La Gomera. Gut 132.000 Hektar Land sind laut Landwirtschaftministerium verwüstet. Ein Drama für die als besonders grün bekannte Insel. Auch auf der Nachbarinsel Teneriffa loderten die Flammen. Wegen der anhaltenden Brände reagierten die Veranstalter reihum; so sagten TUI, Thomas Cook und die Rewe Touristik alle Anreisen bis zum 20. August ab. Reisende, die betroffen sind, können aufatmen: TUI-Kunden mit Ziel La Gomera können nach Konzernangaben kostenlos umbuchen. Thomas Cook und Neckermann bieten nach eigenen Angaben ferner an, kostenfrei zu stornieren. Dies gilt auch für die Rewe Touristik. Die Regelungen gelten zunächst bis einschließlich 20. August.

Vorteil für Pauschalreisende

Derlei entgegenkommende Angebote sind gängige Praxis bei den Großen der Reisebranche. "Die Veranstalter reagieren häufig sehr kulant im Vorfeld", berichtet Sybille Zeuch, Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV) über den Umgang mit Naturkatastrophen. Ob Waldbrände, Hurrikans oder Erdbeben - immer wieder erschüttern solche Ereignisse auch Urlaubsgebiete und viele Veranstalter sind daher krisenerprobt. Zudem sind Urlauber nicht rechtlos, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufklärt. Bei einem Ereignis höherer Gewalt kann der Reisevertrag vom Reisenden wie auch Reiseveranstalter gekündigt werden, heißt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale. Gut, wer eine Pauschalreise gebucht hat, dann nämlich gilt ein Kündigungsrecht. Individualtouristen hingegen, die sich selbst ein Paket aus Flug plus Unterkunft geschnürt haben, müssen auf die Kulanz der beteiligten Unternehmen hoffen. Nur bei einer Flugstreichung gibt es den Flugpreis zurück.

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Unklare Lage bei Frühbuchern

Unklar ist die Rechtslage laut Verbraucherzentrale häufig für Frühbucher, die ihren Urlaub erst in mehreren Wochen antreten - aus verständlichen Gründen. Tritt nämlich eine Naturkatastrophe vor Reiseantritt ein, hängt es von der Prognose ab, ob der geplante Urlaub zum kommenden Zeitpunkt gefahrlos angetreten werden kann. In diesem Fall sollten die Reisewilligen mit dem Reiseunternehmen Kontakt aufnehmen. Bei Kündigung des Vertrags wegen höherer Gewalt muss der Reisende weder den Reisepreis noch Storno- oder Bearbeitungsgebühr zahlen. Schlägt der Veranstalter indes eine Umbuchung vor, muss man diese zwar nicht akzeptieren, doch laut Verbraucherzentrale macht das eher Sinn, als einen Prozess zu führen.

Badeurlaub oder Wandertour - die Reiseart ist entscheidend

Wann eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung angeboten wird, ist unterschiedlich und hängt auch von der gebuchten Reiseart ab. So ist mitunter ein reiner Badeurlaub auf einer größeren Insel mit Waldbränden im Landesinnern ohne Beeinträchtigung möglich, eine Wanderreise ins Hinterland hingegen muss abgesagt werden. Generell gilt für Veranstalter "Sicherheit geht vor", so Sybille Zeuch vom Branchenverband DRV. So ist auch zu erklären, dass viele ihren Kunden vorab eine Alternative anbieten. Was gefahrlos ist, entscheidet der Veranstalter mit Blick auf die Lage vor Ort. Ein Indikator bei politischen Unruhen, die auch als höhere Gewalt eingestuft werden, sind die Reisehinweise des Auswärtigen Amts. Wer schon gebucht hat, aber jetzt keine Reiselust auf einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln verspürt, kann sich also nicht auf höhere Gewalt berufen und kurzerhand die Reise kündigen. Bleibt für Natur und Mensch zu hoffen, dass die Brände schnellst möglichst eingedämmt werden. Erste Umsatzeinbußen müssen die Hoteliers auf La Gomera bereits verkraften.

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