Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Aktuelles > Ratgeber >

Nepp mit Reisegewinnen - So werden Urlauber abgezockt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nepp mit Reisegewinnen  

Gratisferien - Ärger inklusive

26.10.2015, 14:19 Uhr | Hans-Werner Rodrian/srt

Nepp mit Reisegewinnen - So werden Urlauber abgezockt. Vorsicht bei Gratisreisen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vorsicht bei Gratisreisen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Vorfreude aufs Ferienglück trübt vielen Verbrauchern den gesunden Menschenverstand. Da denkt man an Urlaub und verdrängt dabei, dass niemand etwas zu verschenken hat. Und so wird gnadenlos abgezockt. Wir nennen die typischen Methoden der Betrüger und was sich dagegen tun lässt. 

Ausflüge zu gesalzenen Preisen

Der Trick mit dem Feriengutschein ist der Klassiker aller Reisegaunereien. Denn ehrlich: Wer hätte nicht Lust auf die "Gratisbusreise im Wert von 350 Euro"? Für das einsam gelegene Hotel ist dann wirklich nichts zu zahlen, Essen und Getränke sind aber völlig überteuert. Einzige Abwechslung: Ausflüge zu gesalzenen Preisen. Tipp: Ort und Lage des angebotenen Hotels in einem Bewertungsportal wie Holidaycheck prüfen. Bereits seit 2012 ist Gewinnwerbung verboten, bei der der Verbraucher etwas zahlen muss, um die Prämie zu bekommen (EuGH, Az. C428/11). Trotzdem wimmelt es weiter von unseriösen Anbietern. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Liste mit 210 Unternehmen auf www.vzhh.de online gestellt. Ihr Tipp: "Nicht mitfahren. Nichts bestellen. Nicht anrufen."

Zimmer kostenlos?

Als Anzeige auf dem Supermarktprospekt oder im Internet verspricht ein Anbieter kostenlose Übernachtungen in Luxushotels. Zu zahlen sind nur die Nebenkosten und 49 Euro "Bearbeitungsgebühr". Wer sich darauf einlässt, der ist selber schuld. Denn nicht nur Frühstück und Essen, Flug und Transfers müssen teuer bezahlt werden, sondern auch zahllose Gebühren: für Vermittlung und Bearbeitung, dazu Serviceentgelt, Saison-, Einzelzimmer- und Dieselzuschlag. Zusammen zahlt man am Ende mehr als bei einem gleichwertigen Last-minute-Angebot. Und weil das Hotel ja geschenkt war, kann man nicht mal reklamieren. Tipp: in Ruhe Preise vergleichen und bei einer Verbraucherzentrale nachfragen. 

"Werden Sie Urlaubstester"

Das wäre doch ein Job! Tatsächlich setzen gleich mehrere Firmen auf diese Masche. Sie versprechen "Ferien zum Nulltarif in den teuersten Fünfsternehotels". Die Stiftung Warentest hat es bereits vor Jahren ausprobiert und urteilt kurz und knapp: "Dummenfang". Für 90 Euro Abogebühren erhielten die Tester nur einmal das windige Angebot, eine einfache Absteige im touristischen Niemandsland gratis zu testen. Der Hotelier spekulierte auf zahlende Gäste für sein Restaurant. Die Tester raten, das Geld zurück zu holen, wenn der Bankeinzug nicht zu lange her ist. 

Der Zweite zahlt das Doppelte

Die freundliche Dame am Telefon macht eine Umfrage, als Belohnung winkt eine Gratisreise. Bei genauerer Betrachtung stellt die sich freilich nur als halbes Doppelzimmer heraus. Für ein Einzelzimmer heißt es kräftig aufzahlen. Oder man überredet einen Freund mitzukommen, der dann einen völlig überteuerten Preis zahlt. Tipp: Belohnung wegwerfen. Psychologischen Zwang auf die Gewinner auszuüben, ist unlauterer Wettbewerb und damit unzulässig, urteilte das Oberlandesgericht Saarbrücken. 

Nepp per Facebook oder Telefon

Eine Nachricht landet auf dem Handy, es ist eine Reise-Gewinnmitteilung. Verdienen will vorerst aber nur die Firma: Der "Gewinner" soll zurückrufen. Wer dem Rückrufreflex nachgibt, der ist sofort bis zu zwei Euro los. Dann knackst es entweder nur, oder man landet gar in teuren Endlosansagen vom Band, bis der Anrufer entnervt aufgibt. Tipp: Keine teuren Servicenummern anrufen. Wer nichts zu verbergen hat, der nennt auch seine Postadresse. 

Lamadecke statt Gratisurlaub

Das muss doch ein Glücksmoment sein. Man hat an gar keinem Gewinnspiel teilgenommen, und trotzdem liegt im Briefkasten der Hauptgewinn. Der Übermittler hat allerdings leider niemanden angetroffen; deshalb ist der Preis persönlich abzuholen. Eine uralte Bauernfängermethode: Dabei landet der erwartungsfrohe Gewinner garantiert in einer Werbeveranstaltung für Lamadecken oder Timesharing-Ferienwohnungen. Tipp: Vorsicht vor Gewinnen, die abgeholt werden müssen! Wer es trotzdem ausprobieren will, der lässt am besten Kreditkarte, Scheckkarte und Geld zu Hause und nimmt sich fest vor, nichts zu unterschreiben. 

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal