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Reiserecht: Veranstalter darf bei höherer Gewalt absagen

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Bei Reisewarnung  

Veranstalter darf wegen höherer Gewalt kündigen

29.10.2015, 10:47 Uhr | dpa

Reiserecht: Veranstalter darf bei höherer Gewalt absagen. Der Karnak-Tempel im ägyptischen Luxor: Im Juni wurde hier ein Anschlag verhindert. (Quelle: imago/Joana Kruse)

Der Karnak-Tempel im ägyptischen Luxor: Im Juni wurde hier ein Anschlag verhindert. (Quelle: Joana Kruse/imago)

Wenn Urlauber von einer Reise wegen höherer Gewalt zurücktreten, ist das nichts besonderes. Aber auch der Veranstalter darf eine Reise etwa wegen einer Reisewarnung absagen. Als Information für den Gast reicht eine Notiz im Hotel aus. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Frankfurt hervor (Az.: 2-24 S 150/14).

Die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht informierte über das Urteil in der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell". In dem verhandelten Fall ging es um die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für einen Teil Ägyptens im Februar 2014. Der Veranstalter kündigte den Reisevertrag der zwei Klägerinnen und hinterließ in dem Hotel einen entsprechenden Nachweis.

Keine Entschädigung für selbst gezahlten Flug

Diesen nahmen die zwei Frauen aber nicht zur Kenntnis, sie hielten sich gar nicht in dem gebuchten Hotel auf. So verpassten sie den vom Veranstalter angesetzten früheren Rückflug nach Deutschland und mussten auf eigene Faust zurückfliegen. 

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Wie das Landgericht entschied, steht den Klägerinnen weder ein Anspruch auf Entschädigung wegen nutzlos aufgewandter Urlaubszeit noch Schadenersatz für die aufgewendeten Flugkosten zu. Der Veranstalter habe nicht annehmen können, dass sich die Frauen gar nicht in dem gebuchten Hotel aufhielten. Ihm war nicht zuzumuten, sich anderweitig über den Aufenthaltsort der Frauen zu informieren. Er war außerdem zur Kündigung des Reisevertrags wegen höherer Gewalt berechtigt. Die Pflichten des Reisevertrags hat er nicht schuldhaft verletzt. 

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