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Reiserecht: Keine kostenlose Stornierung wegen Terrorangst

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Ägypten-Urlaub  

Keine kostenlose Stornierung wegen Terrorangst

06.11.2015, 13:11 Uhr | dpa

Reiserecht: Keine kostenlose Stornierung wegen Terrorangst. Der Flughafen von Scharm el Scheich. Nur Angst vor Terror rechtfertigt keine kostenlose Stornierung des Flugs oder Urlaubs. (Quelle: imago/Xinhua)

Der Flughafen von Scharm el Scheich. Nur Angst vor Terror rechtfertigt keine kostenlose Stornierung des Flugs oder Urlaubs. (Quelle: Xinhua/imago)

Künftige Ägypten-Urlauber dürften ihre Pläne nach dem Absturz einer Passagiermaschine noch einmal überdenken. Doch ein Recht, aus Angst vor dem Terror einen Flug oder Urlaub kostenlos zu stornieren, gibt es nicht. Das erklärt der Reiserechtler Paul Degott.

Ein Urlauber kann seinen Reisevertrag nur ohne Stornogebühren kündigen, wenn höhere Gewalt vorliegt. Das heißt: Die Reise muss unmöglich oder voraussichtlich erheblich beeinträchtigt sein.

Mit Blick auf künftige Reisen ins ägyptische Scharm el Scheich auf dem Sinai ist das aber schwer zu begründen. Noch ist unklar, ob tatsächlich eine Bombe den Absturz der russischen Passagiermaschine verursacht hat.

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Reisewarnungen als wichtiges Indiz

Ein wichtiges Indiz für höhere Gewalt ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Für die südliche Sinai-Halbinsel und Scharm el Scheich gab die Behörde jedoch bis jetzt noch keine verschärften Sicherheitshinweise aus.

Das Auswärtige Amt sei allerdings nur eine - wenn auch sehr wichtige - Quelle für die Bewertung der Lage, erklärt Degott. Aber eben nicht die einzige. Schließlich raten andere europäische Länder von Reisen nach Scharm el Scheich ab.

Im Zweifel entscheidet das Gericht

Nun könnte sich folgende Situation ergeben: Ein Pauschalurlauber erklärt seinem Veranstalter, dass er die Reise nach Scharm el Scheich wegen der beunruhigenden Hinweise aus anderen Ländern nicht antreten möchte - und auch keine Stornogebühren zahlen will.

Der Veranstalter aber sagt: Es gilt die Einschätzung in Deutschland, ein Stornobetrag muss sein. Hier muss dann ein Gericht entscheiden. Allerdings räumt Degott dem Urlauber derzeit keine großen Chancen auf Erfolg ein. Dafür wisse man über die Umstände des Absturzes noch zu wenig.

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