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Wie sicher ist es am Flughafen noch?

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Sicherheit an Flughäfen  

Abheben mit Risiko

06.07.2016, 13:40 Uhr | Hans-Werner Rodrian/srt

Wie sicher ist es am Flughafen noch?. Flughafen Antalya. (Quelle: Hans-Werner Rodrian/srt)

Flughafen Antalya. (Quelle: Hans-Werner Rodrian/srt)

Die Flughafen-Anschläge von Brüssel und Istanbul haben viele Urlauber betroffen gemacht. Nicht wenige fragen sich jetzt: Wie sicher ist es am Flughafen noch? Und was kann ich persönlich zu meiner Sicherheit beitragen? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Welche Lehren wurden aus den Anschlägen gezogen?

Nach dem Anschlag von Brüssel galt es als logische Folge, schon vor den Flughafen-Terminals massiv zu kontrollieren. Tatsächlich wurden die Kontrollen überall erheblich verschärft, in Brüssel beispielsweise werden die Passagiere seither schon außerhalb der Abfertigungshalle überprüft. Das Ziel: Ein Attentäter soll sein eigentliches Ziel, die belebten Shoppingbereiche und Abfertigungszentren, gar nicht erst erreichen. Der Anschlag von Istanbul hat freilich gezeigt: Damit wird das Problem nur verlagert. Denn egal wo die Kontrollen stattfinden: Es gibt stets ein Davor, wo sich Menschenschlangen bilden können - und damit ein Ziel für die Attentäter.

Gibt es also gar keine Lösung, Terroristen und Attentäter zu stoppen?

Doch, und die wird auch zunehmend eingesetzt. Zum einen hilft moderne Technik wie Kameras und Überwachungsanlagen, bereits das Umfeld im Blick zu behalten. Hinzu kommen Polizeikontrollen in Uniform und Zivil, die übers Flughafenareal patrouillieren und ein waches Auge auf Menschen mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen haben. Vieles davon geschieht heute an deutschen und internationalen Flughäfen, ohne dass die Passagiere es bemerken. Und das ist genau das Ziel; denn Sicherheit, die man nicht sieht, lässt sich schwerer aushebeln.

Müsste mehr getan werden, um Bahnhöfe und Flughäfen zu sichern?

Darüber sind sich die Fachleute uneinig. Es gibt wie immer nach schlimmen Begebenheiten Verantwortliche, die genau dies fordern. Aber wer Anschläge wie den in Istanbul verhindern will, der muss seine Checkpoints fast militärisch sichern. Das würde einerseits sehr viel Geld kosten, das die Reisenden am Ende bezahlen müssten. Zum anderen würde der Reiseverkehr erheblich behindert. Und ob wir daheim und in den Urlaubsregionen Flughäfen haben wollen, die jenen in den Kriegsgebieten im Irak und in Afghanistan ähneln, müsste auch erst diskutiert werden.

Was kann man selbst für seine Sicherheit tun?

Die wichtigste Regel heißt: selbst wachsam sein. Die Polizeigewerkschaft empfiehlt zudem, nicht länger als nötig in Menschenansammlungen vor den Kontrollen zu verweilen und herrenlos herumstehende Koffer und Taschen zu melden. Wer ein Zusätzliches tun will, der regt sich im Reisestress nicht über das Personal auf, wenn es seine Pflicht tut und das Handgepäck durchleuchtet sowie die Passagiere abtastet.

Soll man überhaupt noch fliegen?

Alle Fachleute sagen: Absoluten Schutz gibt es nicht. Aber konkret gefragt, würden sie sich in den Urlaubsflieger nach Antalya oder Bodrum setzen. Schließlich bleibt - bei aller Bitterkeit solcher Anschläge - klar: Terrorismus ist heute zwar Teil unseres Lebensrisikos. Aber die Gefahr, auf dem Weg zum Flughafen einen Autounfall zu erleiden, bleibt erheblich höher. Und letztlich gilt weiter: Terrorismus funktioniert nur, weil die Menschen Angst vor ihm haben. Genau darin liegt seine Wirkung.

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