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Nach Erdbeben: Was Italien-Urlauber jetzt wissen müssen

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Nach Erdbeben  

Was Italienurlauber jetzt wissen müssen

24.08.2016, 15:22 Uhr | dpa

Nach Erdbeben: Was Italien-Urlauber jetzt wissen müssen. Den Ort Amatrice traf das Erdbeben besonders schwer. (Quelle: dpa)

Den Ort Amatrice traf das Erdbeben besonders schwer. (Quelle: dpa)

Ein Erdbeben hat Mittelitalien erschüttert. Die Zerstörungen sind beträchtlich, es gibt viele Tote. Auch wenn die die Gegend kein klassisches Touristenziel ist, sind momentane und künftige Italienurlauber verunsichert. Das müssen diese nun wissen.

Die betroffene Region zwischen Umbrien, Latium und den Marken ist kein klassisches Reiseziel für deutsche Touristen. Aber das Beben war auch in Rom und an der Adria-Küste zu spüren. Die italienische Hauptstadt liegt rund 150 Kilometer von den verwüsteten Orten entfernt. 

Lassen sich geplante Pauschalreisen nach Rom oder an die Adria jetzt kostenlos stornieren?

"Nein", sagt Professor Ronald Schmid, der an der TU Dresden Reiserecht unterrichtet. "Dass es gewackelt hat, ist nicht ausreichend." Eine Kündigung wegen höherer Gewalt sei nur gerechtfertigt, wenn die Reise erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt ist. Das reine Unwohlsein sei nicht ausreichend. Das gilt auch für den Fall, dass Urlauber in Rom oder an der Adria jetzt auf Kosten des Veranstalters früher abreisen wollen.

Aber was ist, wenn Reisende sich vor Nachbeben fürchten?

"Angst ist kein Ratgeber", sagt Schmid. Ein Seismologe müsste dem Experten zufolge zu der Einschätzung kommen, dass das Reiseziel von Nachbeben betroffen sein könnte und diese mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 30 Prozent eintreten. Eine feste Regelung, in welchem Umkreis vom Zentrum Urlauber kostenlos stornieren können, gebe es nicht.

Was ist, wenn Reisende in der betroffenen Region Urlaub machen?

Dann können Pauschalreisende wegen erheblicher Gefährdung kostenlos vom Vertrag zurücktreten. "Allerdings müssen sie sich die Mehrkosten, die möglicherweise für die frühere Rückreise entstehen, mit dem Reiseveranstalter teilen", erklärt Schmid.

Hier finden Sie alle Kontaktdaten der großen Airlines und Reiseveranstalter. 

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