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Skurrile Skulpturen aus aller Welt

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Skurrile Skulpturen aus aller Welt

15.10.2008, 15:17 Uhr | K. Seitz

Die Skulptur "Maman" vor der "Tate Modern" in London. (Foto: dpa)Die Skulptur "Maman" vor der "Tate Modern" in London. (Foto: dpa)"Was ist das denn?" wird sich mancher fragen, wenn er bei einem Städtetrip durch die Straßen läuft und plötzlich vor einem verknoteten Revolver oder einer Mega-Spinne steht. Das ist Kunst und diese oft sehr merkwürdigen Meisterwerke sind auf der ganzen Welt verteilt. Die Hingucker haben ganz unterschiedliche Funktionen. Einige dienen als Verschönerung der Stadt, andere sind Teil einer temporären Ausstellung oder Aushängeschild einer Veranstaltung. In unserer Foto-Serie finden Sie die kuriosesten Exemplare.


Foto-Serie Auch skurril: die kleinsten Hotels der Welt
Unterkunft gesucht?


Gefürchtete Spinne und geliebte Bohne

Wer zum Beispiel zur "Tate Modern" in London schlendert, wird erstmal Gänsehaut bekommen wenn er plötzlich vor "Maman" steht. Die gigantische Spinne wurde von der Künstlerin Louise Bourgeois kreiert und wirkt regelrecht beängstigend. Der Reflex, der Spinne mit einer Zeitung den Garaus zu machen, scheitert an ihrer Größe: Sie ist neun Meter hoch. Ihre sechs Schwestern sind auf der ganzen Welt verteilt und beispielsweise vor der "National Gallery of Canada" in Ottawa oder dem "State Hermitage Museum" in St. Petersburg zu finden. Wesentlich harmloser und fast schon süß ist ein Kunstwerk, das im Millennium Park in Chicago ein neues Zuhause gefunden hat. Freunde des Meisterwerkes nennen es liebevoll "The Bean" ("Die Bohne") - der offizielle Name lautet allerdings "Cloud Gate" ("Wolken-Tor"). Die riesige Edelstahl-Plastik des indisch-englischen Bildhauers Anish Kapoor wurde schnell zu einem der Wahrzeichen der Stadt. Es heißt, dass keine Sehenswürdigkeit Chicagos öfter fotografiert werde als dieses nahtlose, kratzerfreie und immer auf Hochglanz polierte Gebilde. Und steht man davor, legt den Kopf in den Nacken und schaut einfach an der beliebten "Bohne" hoch, verzerrt sich der Himmel über Chicago zu einem mystischen Streifen. So macht Kunst Spaß.

Rennpappe und utopische Hotels

Mitten im Garten der Deutschen Botschaft in Prag steht ein Trabbi. Aber nicht irgendein Trabbi. Die bronzene Rennpappe des Künstlers David Cerny steht auf vier menschlichen Beinen und soll an die Wiedervereinigung erinnern. Leider handelt es sich hierbei nicht um das Original - das befindet sich heute in der Sammlung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. Auf dem Trafalgar Square in London gibt es den berühmten vierten Sockel (Fourth Plinth). Hier werden abwechselnd Kunstwerke verschiedener Künstler ausgestellt. Momentan können Einwohner und Touristen an dieser Stelle das Meisterwerk eines Deutschen bewundern: Das "Modell für ein Hotel". Rote, blaue und gelbe Platten dominieren das utopisch anmutende Modell, dass das Licht auf 21 durchsichtigen Stockwerken reflektiert. Es wirkt sehr leicht - aber keine Angst, der Wind wird es nicht vom Sockel heben, denn es wiegt ganze acht Tonnen.

Blumenhund, versteckte Körper und eine Friedensnachricht

"Och ist der süüüß" klingt es nicht nur aus Kindermündern, wenn ein Ausflug zum Guggenheim-Museum für Moderne Kunst in Bilbao ansteht. Schließlich sehen sich Erwachsene als auch Kinder mit einem zwölf Meter hohen "Hündchen" konfrontiert, das zwar riesig, aber dennoch einfach putzig ist. Die vom US-amerikanischen Künstler Jeff Koons geschaffene Skulptur "Puppy" besteht aus 17.000 Blumen in diversen Farben und verleitet zum imaginären Tätscheln des Vierbeiners. Nachdenklicher stimmt Touristen wohl eher die skurrile Skulptur, die an der Auffahrt zum Vesuv in Italien zu finden ist. Da baumeln zwei Beine in der Luft - wo der Rest des Körpers versteckt ist, bleibt ein Geheimnis. Weniger geheimnisvoll ist die Skulptur "Non Violence" des schwedischen Bildhauers Carl Fredrik Reuterswärd im Park des Bundeskanzleramtes in Berlin. Die Bedeutung des Revolvers mit verknotetem Lauf, der gen Himmel zeigt, wird sofort klar.

Nackenschmerzen und gigantische Hände

In Kassel holt man sich leicht eine Genickstarre. Warum? Weil dort auf dem Platz vor dem Kulturbahnhof (Hauptbahnhof) der "Himmelsstürmer" ("Man walking to the sky") in atemberaubenden Höhen spaziert. Die Skulptur besteht aus einem 25 Meter langen Stahlrohr, das steil gen Himmel zeigt. Auf diesem Gestänge marschiert ein Mensch. Allein diese Vorstellung ist faszinierend - auch wenn der Mutige natürlich nicht aus Fleisch und Blut besteht. Die Idee stammt vom amerikanischen Künstler Jonathan Borofsky und wurde ursprünglich zur "Documenta" 1992 verwirklicht. Das Kunstwerk kam so gut an, dass es nun dauerhaft Kassels Bahnhofsplatz verschönern darf. Auch auf den Himmel beziehen sich die überlebensgroßen betenden Hände auf dem Campus der von Oral Roberts gegründeten gleichnamigen Universität in Tusla im US-Bundesstaat Oklahoma. Das ist gesegnetes Lernen garantiert.

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