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Flugreise zum Nordpol: Einmal über die Arktis und zurück

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Polarflug  

Einmal Nordpol und zurück

02.04.2008, 15:23 Uhr | M. Roman, t-online.de

Ausblick auf Grönlands Westküste beim vergangenen Polarflug (Foto: srt)Ausblick auf Grönlands Westküste beim vergangenen Polarflug (Foto: srt)

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Die meiste Zeit ist es unter dem Flieger einfach nur wahnsinnig weiß - und aussteigen geht auch nicht. Trotzdem sind kaum noch Plätze frei für den Flug LT9999 von Düsseldorf, der am 1. Mai 2008 das zweite Mal zu einem Tagestrip Richtung Nordpol startet. Gelandet wird nicht, dafür dürfen die Passagiere an der wohl kürzest möglichen Weltumrundung teilnehmen: Innerhalb von Minuten durchquert man alle Zeitzonen und die Datumsgrenze. Und selbst an das Klima will der Veranstalter Deutsche Polarflug GbR gedacht haben: Eine Spende an den gemeinnützigen Verein Primaklima-weltweit e.V. ist fester Bestandteil des Flugpreises. Der erste touristische Flug zum Nordpol fand vor knapp einem Jahr, am 1. Mai 2007 statt.

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Noch wenige Restplätze frei

Mehr als 11 Stunden dauert der lange Flug nach Norden, gestartet wird in Düsseldorf. Nach etwa vier Stunden und einem Frühstück erreicht der Flieger das Spitzbergen-Archipel, ab dort wird in niedriger Höhe weitergeflogen - für die bessere Sicht. Unter dem Flieger erstrecken sich dann schroffe Gipfel und Eisbrüche, bis irgendwann nur noch Meer und Eisfläche zu sehen ist. Am Pol wird dann erstmal angestoßen, natürlich mit Champagner. Den genauen Zeitpunkt müssen sich die Gäste allerdings anhand des Positionsbildschirms erschließen. Denn ein Blick nach unten zeigt vor allem eines: Eis. Nach ein paar Umrundungen des geografischen Nordpols - und damit einer Runde durch alle Zeitzonen inklusive Datumsgrenze in wenigen Minuten - geht es zurück. Wie schon beim ersten Flug im vergangenen Jahr ist das Interesse groß. Trotz hoher Ticketpreise sind fast alle der mehr als 300 Plätze ausverkauft. Die wenigen Restplätze sind meist am Gang oder im Innenraum der Maschine, die Preise liegen zwischen 605 und 1716 Euro. Das ist nicht billig, aber ein echtes Schnäppchen im Vergleich zu einer geführten touristischen Expedition zum Nordpol. Eine solche bietet zum Beispiel die Agentur Jochen Schweizer an. Die Tour dauert zehn Tage, kostet knapp 19.000 Euro und erfordert - im Gegensatz zum Flug - eine gute körperliche Verfassung.

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Zwangsspende für die Umwelt - und das Gewissen?

Vor allem Umweltschützer beäugen den Flug kritisch, trotz der im Ticketpreis enthaltene Zwangsspende von 50 Euro an den gemeinnützigen Verein Primaklima-weltweit e.V. Die Spenden fließen in Forstprojekte, die austretendes Kohlendioxid neutralisieren sollen. Der Verein verteidigt seine Kooperation mit der Deutschen Polarflug: "Wenn schon, dann mit vielfacher Kompensierung der dadurch verursachten Klimabelastung", heißt es in einer Erklärung. Von den Spenden könnten nach eigenen Angaben so viele Bäume gepflanzt werden, dass auf lange Sicht bis zu 20 Mal mehr CO2 abgebaut werde, als bei dem Flug anfalle. Das sei nach Ansicht von Primaklima besser, als "in der moralischen Entrüstung zu verharren".

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Auf den Spuren von Richard Byrd - oder doch Roald Amundsen?

Mit dem Flug wandeln die Passagiere von LT9999 auf den Spuren der großen Pol-Überflieger der Zwanziger Jahre. Ganz geklärt ist jedoch nicht, wer als erster den Flug über den Nordpol wagte. Zweifelsfrei schaffte es Roald Amundsen mit Begleitern und dem Luftschiff "Norge" im Mai 1926. Doch zwei Tage vor dem Start der "Norge" kehrte der Amerikaner Richard Byrd nach 15 Stunden Flug nach Spitzbergen zurück und beanspruchte den ersten Nordpol-Überflug für sich. Doch Experten meldeten Zweifel an, und Byrds Begleiter Floyd Bennett gestand später: "Byrd und ich haben den Pol nie erreicht!". Das wird den Passagieren am 1. Mai 2008 sicher nicht passieren.

Weitere Informationen:

Deutsche Polarflug / AirEvents, Graelstr. 43, 48153 Münster, Tel.: 0251/74 74 678, Fax: 0251/74 74 679, Internet: www.polarflug.de, E-Mail info@polarflug.de

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