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Flughäfen mit Schock-Garantie: Aufregende Start- und Landebahnen

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Die furchterregendsten Landebahnen

Wenn der Flug zum Thriller wird

23.04.2013, 13:37 Uhr | K. Seitz / srt / HolidayCheck

Flughäfen mit Schock-Garantie: Aufregende Start- und Landebahnen. St. Martin ist der Klassiker unter den spektakulären Flughäfen. (Quelle: HolidayCheck)

St. Martin ist der Klassiker unter den spektakulären Flughäfen. (Quelle: HolidayCheck)

 

Der eine Flughafen liegt mitten in der Stadt, der andere mitten im Meer. Beide Varianten sind für Passagiere äußerst spektakulär. "Wo soll denn hier die Landebahn sein?" fragen sie sich, wenn sich das Flugzeug im Landeanflug auf den Princess Juliana Airport auf der Karibikinsel St. Martin befindet oder Eilat in Israel ansteuert. Da werden die Hände schon mal feucht. Doch auch andere Landeanflüge haben es in sich. Schauen Sie sich die aufregendsten Landebahnen in unserer Foto-Show an.

St. Martin: Da fliegt das Handtuch weg

Keine Sorge: Start- und Landung gelten zwar als die Achillesferse eines Fluges, dennoch ist das Fliegen noch immer die sicherste Art zu reisen. Und Piloten genießen eine fundierte Ausbildung, die sie auf außergewöhnliche Landebahnen vorbereitet - zum Beispiel indem sie das Landen auf Präzisionsflughäfen immer wieder üben. Für die Badenden am Strand des niederländischen Teils der Insel St. Martin ist die Landebahn ein Highlight. Der Flughafen liegt direkt am Strand. Die Flieger brausen nur wenige Meter über die Köpfe der Touristen, die sich teilweise an den Absperrzaun klammern, um das Erlebnis so hautnah wie möglich zu spüren. Das ist legal, nur Hinweisschilder weisen auf die Tiefflieger hin und auf einem Surfbrett sind sogar die Landezeiten notiert. Flugzeugverrückte kommen oft nur deshalb auf die Insel und verbinden den Kick mit einem Badeurlaub.

Ioannis Kapodistrias Flughafen auf Korfu/Griechenland

Hügel rechts, Hügel links, umgeben von Wasser – ungünstiger könnte ein Flughafen kaum liegen. Wenige Meter neben dem Rollfeld führt die Hauptstraße entlang. Diese wird aus Sicherheitsgründen vorsorglich vor jedem Start gesperrt. Deshalb gilt: Den Flughafen dürfen nur erfahrene Piloten anfliegen.

Toncontin International Airport in Tegucigalpa/Honduras

Eine Reise in die honduranische Hauptstadt ist nicht ohne Risiko. Gleich mehrere Tücken bietet der Flughafen in Tegucigalpa: Kurze Landebahn, bergiges Gelände und erschwerte Bedingungen durch die Höhenlage auf fast 1000 Metern. Viele Schaulustige klettern auf die angrenzenden Hügel und schauen den Fliegern zu, wenn sie nur wenige Meter an ihnen vorbeidonnern. 2008 schoss ein Flugzeug über die Landebahn hinaus. Traurige Bilanz: Sieben Todesopfer und zahlreiche Verletzte.

Die dazwischen gequetschten Flughäfen

Der Flughafen São Paulo-Congonhas in Brasilien fasziniert durch ein anderes Phänomen: Er bewältigt das größte Passagieraufkommen des Landes und liegt inmitten der Stadt. So donnern die Flugzeuge beim Start auf riesige Häuserschluchten zu, um sich dann über sie hinweg in die Lüfte zu erheben. Bei der Landung bekommt das Wort "Einflugschneise" eine ganz neue Bedeutung, da der Häuserwald nur durch das Flughafengelände unterbrochen wird. Auch Gibraltar hat seinen Flughafen an einer sehr interessanten Stelle gebaut - genau parallel zur schmalen spanischen Grenze. Die Winston Churchill Avenue verbindet Gibraltar mit Spanien, kreuzt die Landebahn und wird jedes Mal gesperrt, wenn ein Flieger startet oder landet. Das ist weltweit einmalig. Und auch der Flughafen in Eilat (Israel) hat es in sich - er liegt nämlich mitten in der gleichnamigen Stadt.

Auf den Berg zu, dann die Kurve

Der Lugano Airport (Schweiz) befindet sich nah am Wasser und der Anflug ist für Piloten recht anspruchsvoll. Zudem ist die Start- und Landebahn mit 1350 Metern Länge relativ kurz. Auch der Flughafen Sion (Schweiz) hat beim Landeanflug seine Tücken. Hier muss der Pilot auf eine Felswand zufliegen, die Maschine dann drehen und auf die Landebahn zusteuern, was durch Windscherungen zu Turbulenzen führen kann. Der kurze Endanflug und das enge Tal machen diese Landung sehr anspruchsvoll. In Nizza (Frankreich) liegt die Landebahn förmlich auf dem Wasser, was manchen Passagieren Magenschmerzen bereiten wird. Kurz nach dem Start fliegt der Pilot in einer 90 Grad Kurve aufs offene Meer zu.

Landung wie auf dem Flugzeugträger

Wer auf die Malediven fliegt, wird erst einmal das Gefühl haben, auf einem Flugzeugträger zu landen. Der Hulhulé International Airport ist komplett von Wasser umgeben, circa zwei Kilometer von der Hauptstadt Male entfernt. Die Urlauber werden dort von ihren Reiseleitern per Boot oder Helikopter abgeholt. Den Namen des Flughafens auf Saba (Niederländische Antillen) muss niemand aussprechen können. Aber der Juancho E. Yrausquin Airport bietet einen Superlativ, der Flugzeugpassagiere unruhig in ihren Sitzen hin und her rutschen lässt: Die mit 400 Metern extrem kurze Start- und Landebahn des Flughafens gilt als eine der kürzesten kommerziell genutzten Runways der Welt. Da freut sich der Fluggast, wenn der Pilot hart bremst.

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Juancho E. Yrausquin Airport auf Saba/Karibische Niederlande

Wer hier landen will, benötigt eine Sondergenehmigung der niederländischen Flugaufsichtsbehörde. Grund dafür ist die extreme Lage: Wie ein Flugzeugträger thront die Runway über dem Meer. Im Notfall ist kein Ausrollen des Flugzeugs möglich, die Landebahn endet direkt im Meer.

Nach der Startbahn geht's bergab

In Lukla, einem Ort in Nepal, ist die kleine Start- und Landebahn für Kleinflugzeuge direkt in den Hang gebaut. Wer dort seine Maschine nicht hochziehen kann, segelt direkt den Anhang hinunter und zerschellt. Und beim Anflug wirkt die Bahn wie ein Strich in der Landschaft. Dagegen ist der Flughafen in Cannes einfach nur stark frequentiert und aufgrund seiner hügeligen Landschaft für Passagiermaschinen nicht geeignet. Und auch auf der Insel St. Barth, die zu den Kleinen Antillen gehört, ist eine Landung auf dem Flughafen Saint-Barthélemy nicht ohne - aufgrund der kurzen Landebahn, der bergigen Lage und ständig wechselnder Winde. Hier ist eine spezielle Pilotenlizenz nötig.

Piloten müssen speziell ausgebildet sein

Der Flughafen von Paro im Himalaja-Nachbarstaat Bhutan ist von 6000 Meter hohen Berggipfeln umgeben. Nur speziell ausgebildete Piloten dürfen den Flughafen anfliegen - und das auch nur bei gutem Wetter. Im Paro-Tal dreht der Pilot den Flieger um 180 Grad, um Sekunden später steil auf die nur 1964 Meter lange Landebahn zuzufliegen.

Erschwertes Landen in Portugal

Funchal, Madeira: Auch hier müssen Piloten für diesen Flughafen speziell ausgebildet sein, da die Landebahn am Fuß einer Steilküste liegt. Eingeschlossen vom Meer auf der einen und mächtigen Felsen auf der anderen Seite ist die Landung auf den Santa Catarina Airport kein Kinderspiel. Zwar wurde die Landebahn im Jahr 2000 von 1781 Metern auf 2777 Meter verlängert, starke Scherwinde erschweren jedoch oft immer noch Start- und Landemanöver. Die Piloten müssen minutenlang direkt auf die Berge zusteuern, um im letzten Moment das Steuer herumreißen und das Flugzeug zu landen.

Landung nur bei Ebbe möglich

Der Eoilgarry Airport von Barra, einer Insel der Äußeren Hebriden, ist kein Flughafen im eigentlichen Sinn. Auf der Insel im Westen Schottlands bestimmen Ebbe und Flut die Größe des Rollfelds, denn die kleinen Maschinen, die die Insel ansteuern, landen auf dem Sandstrand. Eine asphaltierte Landebahn gibt es nicht und auch keine Beleuchtung - dafür aber ein Flughafengebäude direkt am Strand. Gute Landung!

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