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Von der Nebelversicherung bis zur Totenkopf-Sauna

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Skurrile Reise-News 2008  

Von der Nebelversicherung bis zur Totenkopf-Sauna

30.12.2008, 10:45 Uhr

Das naturkundliche Penismuseum in Island stellt Penisse diverser Säugetiere aus (Foto: Penismuseum)Das naturkundliche Penismuseum in Island stellt Penisse diverser Säugetiere aus (Foto: Penismuseum)Das Reisejahr 2008 war wieder mal ein aufregendes. Neben den Protesten in Thailand, die tausende Urlauber im wahrsten Sinne zu Gestrandeten machten, bleiben auch die neuen Meereskreuzer oder die spektakuläre Eröffnungsfeier des Luxus-Hotels "Atlantis" in Dubai in Erinnerung. Es war aber auch ein lustiges Reisejahr. Wir haben die skurrilsten Reisenachrichten 2008 für Sie zusammengestellt - von der Nebelversicherung über die geschlossene Wüste bis zum Penis-Museum.

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Wüste wegen Überhitzung geschlossen

Erstmals Hitzesperre: Die Simpson-Wüste im australischen Zentrum bleibt künftig von Dezember bis März für Outdoor-Fans geschlossen. Seit dem 1. Dezember sind der "Simpson Desert Conversation Park" und das größere "Regional Reserve" für Besucher gesperrt. Erst ab 15. März dürfen Touristen mit ihren Geländewagen die Wüstentracks wieder befahren. Grund für die Sperrung ist die große Hitze in dieser Zeit, die bereits mehrere Besucher das Leben gekostet hat. Tagestemperaturen zwischen 40 und 50 Grad sind dann nicht ungewöhnlich. Die Simpson-Wüste ist ein begehrtes Ziel für Outdoor-Fans. Die Strecke von Alice Springs nach Birdsville ist rund 1200 Kilometer lang und führt mitten durch die Wüste mit ihren roten Sanddünen. Die Parks in der Simpson-Wüste in den Bundesstaaten South Australia und Queensland waren bisher das ganze Jahr geöffnet. Künftig sollen sie jedes Jahr im australischen Sommer gesperrt werden. Wer trotz Sperre in die Wüste fährt, der riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch hohe Strafen. Ebenso müssen Besucher eventuelle Rettungsmaßnahmen dann selbst bezahlen.


Foto-Serie Simpson Wüste

Urlauber in der Schweiz können sich gegen Nebel versichern

"Garantiert nebelfrei" kann auch der Schweizer Ferienort Lenk im Berner Oberland seinen Gästen nicht versprechen. Der örtliche Tourismusverband bietet den Urlaubern aber jetzt eine Versicherung gegen den Nebel an. Sie kostet sieben Franken am Tag (4,50 Euro) und sieht Leistungen von maximal 2000 Franken (1275 Euro) vor, falls die Lenk um 11 Uhr vormittags noch im Nebel liegt, wie der Tourismusverband mitteilte. Zurückerstattet werden an Nebeltagen die Kosten für die Miete der Ferienwohnung oder für das Hotelzimmer sowie die Auslagen für den Skipass. Maßgeblich für den Eintritt des Versicherungsfalls ist die Web-Kamera beim "Lenkerhof", die den Talboden in der Lenk aufnimmt. Die Nebellos-Versicherung ist nach Angaben des Tourismusverbandes eine Weltpremiere und wird in Zusammenarbeit mit einem Reiseversicherungsunternehmen angeboten.

Museen, die die Welt nicht braucht

Museumsbesuche sind nicht jedermanns Sache. Und selbst Museumsliebhabern wird es nach der zehnten Gemäldeausstellung schon mal langweilig. Wir haben für Sie die skurrilsten Museen zusammengestellt: Im Schnarchmuseum sind so allerlei Hilfsmittel und Kuriositäten zu sehen, um dem nächtlichen Sägen Abhilfe zu verschaffen. Das isländische Penismuseum stellt Phallen fast aller Säugetierarten des Landes aus und Sammler kommen entweder im Knopf-, Nummernschild-, oder Spielkartenmuseum voll auf ihre Kosten, während das Wurst,- Senf,- Kloß,- und Käsemuseum die Freunde kulinarischer Genüsse anspricht.

Foto-Show Die skurrilsten deutschen Museen

Der erste Strand mit regulierbarer Wohlfühltemperatur

Dubai, der Retorten-Touristenort der Superlative, bietet seinen Gästen neben anderen Extremen wie einer künstlichen Palme und einem Hotel in Segelform im Sommer auch bis zu 50 Grad Celsius. Etwas viel, wenn man sich auf dem Weg zum kühlen Nass des Persischen Golfs die Fußsohlen verbrennt. Doch Dubai wäre nicht Dubai, wenn die findigen Betreiber eines Luxushotels für diese Misere keinen kostspieligen Ausweg hätten: Das "Palazzo Versace" in Dubai befindet sich zur Stunde zwar noch im Bau, hat aber schon eine sehr extravagante Sonderausstattung in Planung: der zum Hotel gehörende Strand soll für seine Gäste gekühlt werden. Doch wie soll das kühle Vergnügen funktionieren? Durch Rohre unter der sandigen Oberfläche wird Kühlflüssigkeit gepumpt - natürlich computergesteuert. Zudem wird gemunkelt, dass riesige Ventilatoren für eine frische Brise sorgen sollen. Fraglich bleibt, ob sich diese ästhetisch in die Umgebung einfügen werden. Dass Umweltschützer von dieser Idee nicht sonderlich begeistert sind, liegt auf der Hand. Die Manager des Hotels ließen jedoch mitteilen, dass der Betrieb klimaneutral sein werde.

Foto-Serie Wüsten-Staat Dubai
Angebot Dubai: 4 Tage Hotel "Atlantis" im DZ/F inkl. Flug ab 1079,- Euro

Totenkopf-Sauna in Wien

Zu einem echten Hingucker hat sich ein überdimensionaler Totenkopf mit eingebauter Sauna auf dem Wiener Karlsplatz entwickelt. Die 4,5 Meter hohe Installation des niederländischen Künstlers Joep van Lieshout erregte bei Einheimischen wie Touristen Aufsehen. Im Inneren der begehbaren, überdimensionalen Totenkopf-Skulptur aus Polyester und Holz befindet sich ein vollfunktionsfähiges Wellness-Center mit Sauna, Badewanne, Whirlpool und Dusche. Richtige Saunabesuche - dann würde Dampf aus den Augenhöhlen schießen - sind allerdings nicht geplant.

Foto-Serie Totenkopf-Sauna

Hüllenlos durch das idyllische Wippertal

Die Idee eines offiziellen Nacktwanderweges im Harz erhitzt im kühlen Winter die Gemüter in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge. Von Unsinn bis PR-Gag reichen die Reaktionen auf die Überlegungen, die ursprünglich vom Harzer Verkehrsverband HVV stammen. Dieser hält sich inzwischen in dieser Angelegenheit lieber dezent zurück. In den beiden kleinen Dörfchen Herzberg und Wippra im Süden Sachsen-Anhalts keimen gleichwohl Hoffnungen auf eine touristische Belebung ihrer Region durch höchstens mit Hut, Rucksack und Schuhen bekleidete Wanderer. Im Moment wird an einer möglichen Beschilderung für den FKK-Wanderweg zwischen Dankerode und Wippra getüftelt. Sechs Kilometer von Dankerode bis zur Staumauer, dann nochmals drei bis Wippra hin und zurück - sie hätten also 18 Kilometer unbekleidetes Wandervergnügen zu bieten.

Urteil: Kein Geld für Dummbucher

San Jose in Kalifornien ist nicht San José in Costa Rica - diese Erfahrung machte eine Urlauberfamilie aus Bayern und muss dafür tief in die Tasche greifen. Unter der Überschrift "Augen auf beim Ticketkauf" veröffentlichte das Landgericht München ein Grundsatzurteil (Aktenzeichen 34 O 1300/08). Geklagt hatte ein Mann, der bei der Online-Buchung einer Reise versehentlich das falsche Ziel angeklickt hatte. Das Risiko trage bei einer Internet-Buchung der Kunde, befand das Gericht. Der Mann wollte 2007 bei einem Internet-Reisebüro vier Flüge für sich und seine Familie nach San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien buchen. Er klickte versehentlich auf San José in Costa Rica und bekam entsprechende Tickets. Als die Familie am Flughafen in Stuttgart eincheckte, war das Entsetzen groß: Sie war auf das "falsche" San José gebucht. Der Kauf neuer Tickets kostete mehr als 9000 Euro.

Wo ist der Flughafen "LHR"? Quiz: Flughafenkürzel erkennen
Zum Durchklicken Kuriose Reiserechtsfälle

Mann flog unbehelligt mit Pass seiner Schwester nach Pakistan

Ein 26 Jahre alter Brite ist mit dem Pass seiner Schwester von Großbritannien nach Pakistan geflogen und hat dabei unbehelligt drei Sicherheitsüberprüfungen passiert. Erst Kontrolleuren am Flughafen von Islamabad fiel das falsche Dokument auf. Sie schickten den Geschäftsmann nach Birmingham zurück, wie britische Zeitungen am Montag berichteten. "Ich war in Eile als ich das Haus verließ und hatte schnell den Pass genommen, von dem ich dachte, es sei meiner", zitierten Zeitungen den 26-Jährigen. Erst in Pakistan habe er bemerkt, dass er den Ausweis seiner 22 Jahre alten Schwester eingesteckt hatte. "Das wirft auf die Sicherheit am Flughafen kein gutes Licht - ich sehe meiner Schwester überhaupt nicht ähnlich."


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