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Reiseziele mit Verfallsdatum

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Bedrohte Paradiese  

Reiseziele mit Verfallsdatum

30.01.2009, 12:47 Uhr | S. Ewald

Bedrohtes Reiseziel: Das Great Barrier Riff in Australien (Foto: Imago)Bedrohtes Reiseziel: Das Great Barrier Riff in Australien (Foto: Imago) Die Erde hat für Touristen und Weltenbummler viel Außergewöhnliches zu bieten: historische Bauwerke, geheimnisvolle Sumpfgebiete oder extraordinäre Tempel. Die Frage ist nur: Wie lange noch? Globale Erwärmung, Umweltkatastrophen und die Zerstörung durch den Menschen bedrohen viele Urlaubsparadiese und Kulturdenkmäler. Reisende sollten daher diese außergewöhnlichen Orte besuchen, bevor sie gänzlich von der Landkarte verschwinden oder sich für eine Besichtigung aus der Ferne entschließen, um die Denkmäler nicht noch weiter zu bedrohen. Wir stellen zehn gefährdete Reiseziele vor - auch in unserer Foto-Serie.


Everglades National Park, USA

Krokodile, Pelikane, Schildkröten und Pumas: Die Sumpflandschaft der Everglades in Florida, die auch oft als „Fluss aus Gras“ bezeichnet wird, ist für ihre Artenvielfalt berühmt. Die Trockenlegung des Sumpfgebietes und die zunehmende Umweltverschmutzung hat einen direkten Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt. Der starke Rückgang der Feuchtlebensräume hat zur Folge, dass seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute bereits 95 Prozent des gesamten Watvogelbestandes verschwanden. Seit den zerstörerischen Auswirkungen des Hurrikans Andrew wird das Gebiet als bedroht eingestuft, es steht aber nicht mehr auf der Roten Liste. Die Rote Liste der UNESCO-Welterbestätten verzeichnet alle Natur- und Kulturdenkmäler, die besonders gefährdet sind. Mit der Eintragung in die Rote Liste will die UNESCO die Aufmerksamkeit der politisch Verantwortlichen und das öffentliche Interesse am Schutz der weltbedeutenden Kultur- und Naturerbestätten wecken, die durch menschliche Eingriffe oder Naturkatastrophen gefährdet sind.


Great Barrier-Riff, Australien

Das größte Korallenriff der Erde weist die wohl größte Artenvielfalt aller Welterbestätten aus: 2000 Fischarten, 1500 Arten von Schwämmen sowie 2200 Pflanzen- und 175 Vogelarten sind am, um und im Great Barrier-Riff zuhause. Es erstreckt sich über 2300 Kilometer entlang der Nordostküste Australiens und umfasst eine Fläche von 350.000 Quadratkilometern. Die größte Gefahr für das Riff, geht laut Wissenschaftlern von der steigenden Wassertemperatur aus, die Korallensterben zur Folge hat.

Machu Picchu, Peru

Die wohl bekannteste und auch beliebteste Sehenswürdigkeit in Peru ist die Inka-Bergfestung Machu Picchu. Teilweise mehr als 4000 Besucher pro Tag besuchen den wichtigsten peruanischen Wirtschaftsfaktor. Das macht sich bemerkbar: Müll, Erosion, Abnutzung und touristische Infrastrukturprojekte sind eine massive Bedrohung für die Welterbestätte; hinzu kommen natürliche Gefährdungen wie Erdrutsche und Erdbeben. Seit 1983 gehört "der alte Gipfel" zu den UNESCO Welterbestätten.


Galapagos Inseln, Ecuador

2007 wurden die Galapagos-Inseln auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbestätten gesetzt. Ihren Namen haben die Inseln den gleichnamigen Schildkröten zu verdanken. Die älteste Insel ist ca. 2,4 bis 3 Millionen Jahre alt. Gefahr droht vor allem durch menschliches Eindringen in den tierischen Lebensraum. Bereits fünf Prozent der Arten ausgestorben und durch die jährlich über 100.000 und den dort 30.00 lebenden Menschen geht die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) davon aus, dass 25 Prozent der dort lebenden endemischen (nur dort vorkommende) Pflanzenarten entweder vom Aussterben bedroht oder gefährdet sind.

Kulturlandschaft Dresdner Elbtal

Ebenfalls auf der Roten Liste steht das Dresdner Elbtal. Die Welterbestätte erstreckt sich über 18 Kilometer entlang der Elbe von Schloss Übigau im Nordwesten durch die Stadt Dresden bis Schloss Pillnitz und zur Elbinsel im Süden. 2005 wurde durch einen Bürgerentscheid dem Bau einer Verkehrsbrücke an der breitesten und sensibelsten Stelle des Elbtals zugestimmt. Sollte es trotz heftigen Protesten von Umweltschutzgruppen zum Bau der Brücke kommen, droht eine Streichung des Elbtals von der Welterbeliste.

Tower of London

Nicht nur Ökosysteme sind stark vom Klima beeinflusst, auch urbane Lebensräume haben damit zu kämpfen. Kulturdenkmäler, wie der Tower of London, der jährlich hunderttausende Touristen anzieht, leiden ebenso unter klimatischen Veränderungen. Das berühmte Wahrzeichen der britischen Metropole wird einerseits von menschlichen Höhenflügen in Form von unzähligen Wolkenkratzern bedroht, die das Wahrzeichen im Gebäudemeer und Verkehrslärm verschwinden lassen. Andererseits stellt die nahe gelegene Themse und die damit verbundenen immer stärker werdenden Hochwässer eine Bedrohung dar.


Taj Mahal, Indien

Das weltweit wohl größte Symbol der Liebe, dass Schah Jahan zum Gedenken an seine Lieblingsfrau errichten ließ, ist eine Augenweide, die jedoch nicht mehr lange eine sein wird, wie Wissenschaftler befürchten. Durch die starke Luftverschmutzung ist der Marmor einer starken Belastung ausgesetzt und wird dadurch nachhaltig beschädigt. außerdem ist die Umgebung des Mausoleums durch die Erweiterung touristischer Infrastruktur, wie beispielsweise Geschäfte und Hotels, bedroht.


Angkor, Kambodscha

Einst waren die Tempel von Angkor vom kambodschanischen Regenwald völlig vereinnahmt. Die Ruinen von Angkor sind Vermächtnisse des Khmer-Reiches aus dem 9. bis 15. Jahrhundert. Dazu gehört auch der größte Tempel der Welt: Angkor Wat. Die Tempel sind heute so beliebt wie bereits vor 700 Jahren: Hunderttausende Besucher strömen jedes Jahr zu den Ruinen. Doch für die Massen an Touristen wird das unter den Ruinen liegende Wasser abgepumpt. Die Gefahr droht, dass die Tempel bald im Boden versinken.

Altstadt und Stadtmauer, Jerusalem

Die heilige Stadt der Juden, Christen und Moslems steht bereits seit 1982 auf der Roten Liste der gefährdeten Stätten. Unkontrollierte Stadtentwicklung sowie die ständige Verschlechterung des Erhaltungszustands wegen des verheerenden Einflusses des Tourismus sind Gründe dafür. Wer die Altstadt und Stadtmauer von Jerusalem sehen will, muss sich wie bei wohl allen gefährdeten Welterbestätten moralisch ins Gewissen reden, ob nicht eine Ansicht aus der Ferne besser für den Erhalt der bedeutenden Stätte wäre.

Tropische Regenwälder auf Sumatra, Indonesien

Die tropischen Regenwälder auf Sumatra bieten einer ganzen Reihe von Arten Zuflucht, die vom Aussterben bedroht sind; darunter auch der Orang-Utan. Das Schutzgebiet beherbergt ungefähr 10.000 Pflanzenarten auf 26.000 Quadratkilometern. Der Regenwald litt schwer unter dem Tsunami von 2004. Aber damit nicht genug: Um Häuser nach der Katastrophe wieder aufzubauen wurde Holz aus dem Nationalpark geschlagen, der die Heimat von vielen bedrohten Tierarten darstellt.

Weitere Informationen

Der Bildband "Bedrohte Paradiese - Nationalparks, Tempel, Wilde Tiere" von "National Geographic" gibt einen guten Überblick über die bedrohten Welterbestätten und deren Zustand. Das Buch thematisiert in zehn Kapiteln verschiedene Gefährdungen und Grade der Bedrohung. Umweltverschmutzung, Bevölkerungswachstum, Wilderei und Kriege sind dabei die Hauptursachen.

Shopping "Bedrohte Paradiese" von National Geographic für 34,95 Euro

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