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Hotelbewertungen: Unterkünfte mit bösem Erwachen vermeiden

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Hotel-Flops  

Unterkünfte mit bösem Erwachen vermeiden

11.02.2009, 15:09 Uhr | t-online.de

Kaputte Poolumrandung im Hotel Pensee Royal Garden (Marsa Alam/Ägypten) (Foto: holidaycheck)Kaputte Poolumrandung im Hotel Pensee Royal Garden (Marsa Alam/Ägypten) (Foto: holidaycheck)Bei der Urlaubsplanung geht man gerne auf Nummer sicher. Die Reise wird Monate im Voraus ausgesucht - schließlich möchte man für die schönste Zeit des Jahres nur das Beste für sein Geld. Gebucht wird beim renommierten Reiseveranstalter. Dennoch kann sich das Hotel als Flop entpuppen. Nicht selten fällt man auf Prospektdichter herein, die allesamt mit traumhaften Bildern nebst schillernden Beschreibungen locken. Stattdessen gibt es vom Schimmel befallene Zimmer, schmutzige Bäder und einen Blick auf die Baustelle von nebenan, die zusätzlich für ohrenbetäubenden Lärm sorgt. Auf diesen dokumentieren Urlauber ihren Aufenthalt und manchmal gibt es Erschreckendes zu sehen, wie die Horror-Bilder in unserer Foto-Serie zeigen.

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Hotelbewertungsseiten werden immer beliebter

Damit es vor Ort kein böses Erwachen gibt, können vor der Buchung über eine Hotelbewertungsseite Informationen über die Unterkunft eingeholt werden. Hotelbewertungen anderer Gäste zu studieren sollte inzwischen zum festen Bestandteil einer Reiseplanung gehören. Bei HolidayCheck, dem größten deutschsprachigen Hotelbewertungsportal, sind im Laufe des vergangenen Jahres 249.553 Bewertungen für Hotels auf der ganzen Welt eingegangen. Am häufigsten bewertet wurden Unterkünfte in Spanien (20,8 Prozent), gefolgt von deutschen (18,9 Prozent), türkischen (17,5 Prozent), ägyptischen (8,5 Prozent) und griechischen Hotels (8,3 Prozent).

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Häufigster Kritikpunkt ist die Hygiene

Knapp 80 Prozent (230.000) der veröffentlichten Bewertungen münden in eine Weiterempfehlung. Im Vordergrund steht also nicht die Beschwerde, sondern die positive Information. Und trotzdem: 59.000 Mal fiel das Urteil negativ aus. Aufreger Nummer eins sind die hygienischen Zustände mancher Unterkünfte. Verschmutzte Hotels mit heruntergekommenen Zimmern, in denen Schimmel im Bad und Ungeziefer im Bett "All Inclusive" sind. Die mangelnde Sauberkeit in seinem Hotel in Side umschreibt Urlauber Mario mit dem Titel "Wenn Alpträume wahr werden“. Man liest von gebrauchter Bettwäsche des Vorgängers, von dreckigen Böden, benutztem Geschirr am Buffet und einer verschmutzten Toilette in dem neu bezogenen Zimmer.

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Das Essen und schlechter Service ebenfalls vorne mit dabei

Auch das Essensangebot und die Qualität der Speisen haben schon vielen Urlaubern den Appetit und damit auch die Urlaubsfreude verdorben. Dietmar urteilt über das Essen seines mallorquinischen Hotels: "Mir ist jetzt noch schlecht", Andrea berichtet augenzwinkernd: "Besser als jede Diät". Ebenso ließen Service und Gastfreundschaft oftmals stark zu wünschen übrig, wie Stefan aus seinem griechischen Urlaubshotel zu berichten weiß: "Uns schlug die offensichtliche Ignoranz einer Hotelführung entgegen, die ihre Dienstleistung am Gast bereits vor geraumer Zeit abgestellt zu haben scheint."

Baustellen zerstören vollständig den Urlaubstraum

Besonders nervig sind Baustellen rund um die Hotelanlage. In vielen Urlaubsorten wurde auch im letzten Jahr gehämmert und gebohrt. Durch den dabei anfallenden Lärm und Dreck blieb die erhoffte Entspannung für Erholungssuchende aus. Befindet sich sogar das eigene Hotel noch im Bau, und ist der im Katalog abgebildete Pool unauffindbar, sorgt das natürlich für extremen Missmut. Derart unliebsame Überraschungen zerstörten in der letzten Sommersaison wieder einigen Menschen den langersehnten Urlaub. Um solche Reinfälle zu vermeiden, rät Axel Jockwer, Unternehmenssprecher von HolidayCheck, sich vor jeder Buchung ausführlich mit Hilfe von Hotelbewertungen zu informieren: "Hier geben ehemalige Hotelgäste hilfreiche Tipps und ehrliche Auskunft über die Gegebenheiten vor Ort. So erlebt man keine bösen Überraschungen und findet das für sich passende Hotel.“

Richtig reklamieren

Sollte nach eigenem Ermessen im Urlaub ein Reisemangel vorliegen, kann ein Gast sich schon vor Ort darum kümmern, dass Mängel der Reiseleitung gemeldet werden. Am besten im freundlichen, aber bestimmten Ton, um eventuelle Unannehmlichkeiten vielleicht schon während des Aufenthalts aus der Welt zu schaffen. Wer sich schon im Urlaubsland bei der Reiseleitung beschwert hat, kann zudem ein Beschwerdeprotokoll verlangen oder einen Zeugen mit zum Reiseleiter nehmen. Wieder zurück in Deutschland, muss der Reisemangel innerhalb von vier Wochen detailliert reklamiert werden, sonst verfallen die Ansprüche. Der beste Weg ist dabei meist ein Einschreiben mit Rückschein. Der zuständige Ansprechpartner ist immer der Reiseveranstalter direkt und nicht etwa das Reisebüro, in dem gebucht wurde.

Schon im Urlaub Beweise sammeln

Wer nach einer Zahlungsverweigerung dann doch bis vor Gericht zieht, sollte den Grund gut dokumentieren können. Fotos oder eventuell Tonaufnahmen - beispielsweise bei Baustellenlärm - helfen als Beweise weiter. Bei eventuellen Zeugen gilt: Die Aussagen von fremden Mitreisenden sind in der Regel vor Gericht mehr wert als die von Verwandten und Bekannten. Wer jetzt denkt, sich auf diesem Weg mit ein bisschen Nörgelei den nächsten Urlaub zu vergünstigen, wird allerdings enttäuscht: Die Gerichte entscheiden sehr unterschiedlich, wann eine "erhebliche" Beeinträchtigung der Urlaubsfreuden vorliegt - und die ist Voraussetzung, um eventuell Geld zurück zu bekommen. Selbst bei gewonnenem Prozess fallen Reisepreiserstattung und eventuell Schadenersatz oft gering aus. Der Gang vor Gericht will also gut überlegt sein und schließlich ist ja auch der Urlaub viel schöner, wenn der Prozess gar nicht nötig wird.

Wie war Ihr letzter Urlaub? Hotelbewertungen selbst abgeben

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