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Sehenswürdigkeiten: Die sieben spektakulärsten Schluchten der Welt

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Faszination Abgrund  

Spektakuläre Schluchten weltweit

13.04.2011, 10:16 Uhr | srt/sew

Sehenswürdigkeiten: Die sieben spektakulärsten Schluchten der Welt. USA: Horseshoe Bend in Arizona (Foto: Imago)

USA: Horseshoe Bend in Arizona (Foto: Imago)

Sie sind atemberaubend und imposant. Schroffe Felswände, tosende Wasserfälle, eindrucksvolle Flusslandschaften in denen alle Kraft der Natur steckt: Schluchten. Sie gehören zu den aufregendsten Landschaftsformen und beeindrucken nicht nur eingefleischte Outdoor-Fans. Es geht auch auf die sanfte Tour - mit gemütlichen Wanderungen oder kurzen Stippvisiten, bei denen der Naturgenuss im Vordergrund steht. Entdecken Sie die schönsten Schluchten auch in unserer Foto-Show.

Schweiz: Viamala Thusis

Zwischen Thusis und Andeer in der Schweiz befindet sich die mystische, weniger Meter breite Schlucht Viamala, was soviel heißt wie "der böse Weg". Das beeindruckende Naturmonument hat bis zu 300 Meter hohe Felswände. In nur acht Minuten fährt man mit dem Postauto von Thusis zur Viamala Schlucht. Wer gut zu Fuß ist, kann die "Route Traversina" von Thusis über die Hängebrücke des Hinterrheins nach Sils mit seinem prachtvollen Palazzo, weiter vorbei an der Burg Ehrenfels und der Burganlage Hohen Rätien in die Viamala-Schlucht nehmen. Der Weg führt hoch über der Ostflanke des Verlorenen Lochs und überquert eine fast 60 Meter lange Hängebrücke aus Holz.

Kreta: Nostalgische Wanderung durch die Samaria-Schlucht

Am Einstieg der Samaria-Schlucht empfängt die Wanderer ein riesiger Parkplatz mit einem griechischen Kaffeehaus im modernen Hochgebirgsstil. Weiter oben am Fels klebt ein futuristischer Betonbau, der ein Restaurant beherbergt. Die Samaria-Schlucht ist ein 14 Kilometer langer Einschnitt, der sich von der 1200 Meter hohen Omalos-Ebene im Westen Kretas durch eine atemberaubend wilde Landschaft an die Südküste windet, bis nach Agia Roumeli am Libyschen Meer. Die steilen Fels-Serpentinen des Einstiegs sind durch stabile Holzgeländer und Drahtnetze gegen Steinschlag gesichert. Es gibt Feuerlöscher und jeden Kilometer sitzt ein Park-Ranger auf einer Bank. Die Portes ist die schmalste Stelle der Schlucht: Nur fünf Meter trennen die beiden Felswände, die sich mehrere hundert Meter in die Höhe türmen. Armdicke schwarze Plastikrohre liegen im trockenen Flussbett, sie transportieren Wasser von den Bergen hinunter nach Agia Roumeli.

Montenegro: Größte Schlucht Europas

Im Laufe der Jahrtausende hat sich der Fluss Tara in Montenegro über 1300 Meter tief in das umliegende Gebirge eingegraben; somit wird die Schlucht nur noch vom Grand Canyon übertroffen. Die Tara-Schlucht ist die längste und tiefste in Europa. Das Wildwasser und das zerklüftete Ufer des Flusses Tara bilden eine Naturoase. Die Wildwasser der Tara fordern alle heraus, die nach Abenteuern Ausschau halten, egal ob es alleine in einem Kajak oder Schlauchboot die Schlucht hinunterfahren wollen oder mit einem traditionellen Holzfloß. Der Fluss hat einen reichen Fischbestand. Darüber freuen sich die Angler, aber auch die Fischotter, die am Ufer der Tara leben. Hier kommen alle auf ihre Kosten, die das Abenteuer lieben, aber auch jene, die die beeindruckenden Wasserfälle bestaunen, die von hohen Felsvorsprüngen in Europas angeblich reinsten Fluss stürzen, wie der Wasserfall Siga Bailovica.

Frankreichs Grand Canyon

Wie Spielzeugboote liegen die kleinen Schiffchen im tiefgrünen Wasser des Flüsschens Verdon in Frankreichs Haute-Provence, wenn man vom Rand der Schlucht hinunterschaut. Zu beiden Seiten fallen Felswände, die bis zu 700 Meter hoch sind und den "Gorges du Verdon" den Beinamen "Grand Canyon" eingebracht haben. Wenn die Hitze des Südens scheinbar unerträglich wird, kommen Provencalen wie Gäste hierher, um sich im kühlen Fluss zu erfrischen. In den Duft mediterraner Kräuter mischt sich der Geruch von Wasser. Vor allem, wenn man dem großen Trubel, der an schönen Tagen am Ausgang der Schlucht herrscht, ausweicht und sich etwas weiter ins Hinterland wagt. Zu Fuß mit Blick auf den Fluss oder noch spektakulärer, wenn man die Schlucht beim Canyoning oder auf dem Wasserweg erkundet und im Kajak oder Rafting-Boot unter überhängenden Felswänden flussabwärts treibt.

Beeindruckende Schlucht in den Pyrenäen

Das Dorf Sarvise ist das, was man gemeinhin ein verschlafenes Nest nennt. Ein paar graue Steinhäuser rund um die Kirche, eine Koppel mit Pferden, Kühe in mauerumrandeten Weiden und links und rechts hoch aufragende Berge. Die machen den Ort in den spanischen Pyrenäen zu einem Mekka für Naturliebhaber und Outdoor-Fans. So lockt der Canon de Anisclo, eine riesige Schlucht, die sich spektakulär in die Felswände des Nationalparks Ordesa Y Monte Perdido frisst. 17 Kilometer lang und mit einem Höhenunterschied von 1200 Metern ist sie der längste und eindrucksvollste Taleinschnitt der Pyrenäen. Vor allem die sportverrückten Franzosen und Spanier toben sich in diesem riesigen Abenteuerspielplatz für Kletterer und Canyoning-Freaks aus. Aber auch einigermaßen konditionsstarke und trittsichere Hobbysportler finden eine Alternative: Auf der etwa siebenstündigen Wanderung entlang des Rio Vellos begegnet man nicht viel mehr als ein paar Schafherden und Ziegen. Ihre hell klingenden Glöckchen übertönen tosende Wasserfälle. Weit oben in den Bergen sind etliche der typischen Steinhäuser der Pyrenäen erkennbar, die teilweise noch aus dem Mittelalter stammen.

Schweiz: Mit dem Rad zum Flimser Bergsturz

Die schönste Art, die Rheinschlucht in Graubünden zu entdecken, ist wohl die auf dem Fahrrad. Denn dort, wo Vorder- und Hinterrhein eindrucksvoll zusammenfließen, gibt es einen ruhigen, aber dafür ausgesprochen spektakulären Weg. Dem so genannten Flimser Bergsturz ist diese ungewöhnliche Naturschönheit in der Schweiz zu verdanken. Vor mehr als 10.000 Jahren brach ein riesiger Felswürfel mit knapp 2,5 Kilometern Kantenlänge aus dem Gebirgsmassiv und stürzte ins Tal. Er versperrte dem jungen Rhein seinen Weg, so dass er sich durchs Gestein fressen musste. Es entstand eine bis zu 300 Meter tiefe Schlucht, gesäumt von bizarren Felszacken, dichten Wäldern und den Gleisen, auf denen das Schweizer Bähnli direkt am Ufer die Schlucht durchfährt; parallel zu den Kajakfahrern und Raftern, die in der beeindruckenden Kulisse des Bündner Oberlands perfekte Voraussetzungen vorfinden.

Fußgängerabenteuer an der Massaschlucht

Zittrige Knie bekommen Wanderfreunde beim Überqueren der Hängebrücke über der Massaschlucht in der Schweiz. Seit Mitte 2008 ist die 124 Meter lange Fußgängerbrücke über der 50 Meter tiefen Massaschlucht am Fuße des Aletschgletschers geöffnet. Durch die Brücke wird der komplett sanierte Wanderweg Riederalp-Belalp wieder begehbar und ein traumhaftes Wandergebiet im UNESCO-Welterbe Gebiet Jungfrau-Aletsch-Bietschorn neu erschlossen. Mit etwa 6,5 Kilometern Länge ist die Schlucht zwar eher zum kleineren Kaliber zu zählen, doch der Ausblick von der neuen Brücke entschädigt.

Größte Schlucht der Welt: Grand Canyon

Von der Quelle bis zu seinem traurigen Versickern im einstigen Mündungsdelta am Golf von Kalifornien legt der Colorado-Fluss 2333 Kilometer zurück. Mehr als 20 Staudämme zähmen seine ursprüngliche Wildheit. Eine der Barrieren ist der 1936 vollendete Hoover-Damm, der die Stadt Las Vegas mit Energie versorgt und mit dem künstlichen See Lake Mead ein Wassersportparadies bietet. Die wildeste und schönste Schluchtenlandschaft findet sich entlang der 446 Kilometer westwärts von Lees Ferry bis zum Lake Mead, die der Fluss bis zu 1675 Meter tief in eine Hochebene gefressen hat. Der Grand Canyon erreicht an der breitesten Stelle 28 Kilometer, und bis auf 6 Kilometer rücken Nord- und Südrand an einer Engstelle zusammen. Nur ein geringer Teil der Canyon-Besucher taucht auch ein in die Wildnis und steigt hinab in die Schluchten bis zum Colorado-Fluss. Etwas bequemer ist da ein begleiteter Ritt auf dem Maultier, das trittsicher dem Pfad folgt. Der Reiter muss aber schwindelfrei sein. Ein zweitägiger Maultierritt führt über steil abfallende Serpentinen vom 2134 Meter über Meeresniveau liegenden Südrand bis zur Phantom Ranch am Fluss. 88 Arten von Säugetieren und 58 von Reptilien gibt es hier, dazu kommen mehr als 300 verschiedene Vögel, darunter der majestätisch kreisende Kondor.

Weitere Informationen

Samaria-Schlucht, Kreta Von Mitte April bis Ende Oktober geöffnet. Bei Regen oder schlechtem Wetter wird die Schlucht auch während der Sommermonate geschlossen. Infotelefon Verwaltung Samaria-Schlucht in Chania Tel. 0030/28210/84200. Zwei Busse fahren täglich vom zentralen Busbahnhof in Chania zur Omalos-Ebene, einer um 7.30 Uhr, der andere um 8.30 Uhr. Am besten bucht man Hin- und Rückfahrt, Chania-Samaria-Schlucht-Sfakia-Chania, etwa 13 Euro, Fahrzeit jeweils etwa 70 Minuten.
Unterkunft: Chania: Hotel Christina, Nea Chora Tel. 0030/28210/76206, Zwei-Personen-Studio mit Frühstück, ab 55 Euro, Internet: www.christina-apps.gr;
Agia Roumeli: Hotel Paralia, Tel. 0030/28250/91408. Einfac he Zimmer bei Nikos Lykogiannis, Doppelzimmer ab 30 Euro, Frühstück ab 2,50 Euro. Zahlreiche andere Hotels und Pensionen, rund 600 Betten insgesamt. Mehrmals täglich Fähren nach Osten, Richtung Sfakia, von dort mit dem Bus zurück nach Chania. Die Fähre von Agia Roumeli nach Sfakia kostet zwölf Euro. Griechisches Fremdenverkehrsamt, Neue Mainzer Str. 22, 60311 Frankfurt, Tel. 069/2578270, E-Mail: info@gzf-eot.de, Internet: www.gnto.gr.

Grand Canyon, USA
Grand Canyon National Park, P.O. Box 129, Grand Canyon, AZ 86023, USA, Tel. 001/928/638/7888, Fax 001/928/6387797, Internet: www.nps.gov, Auskünfte über Reitmöglichkeiten im Besucherzentrum; www.nps.gov/grca/index.htm

Montenegro Tourismusbüro Friedensstr. 7, 60311 Frankfurt am Main, Tel. + 49 (0)69 2424 6212, Fax + 49(0)69 2424 6225, E-Mail: info-frankfurt@montenegro.travel, www.montenegro.travel

Maison de la France Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Telefon: 0900/1570025, E-Mail: info.de@franceguide.com, Internet: www.franceguide.com

Graubünden Ferien Alexanderstr. 24, CH – 7001 Chur, Telefon: 0041/81/2542432, Fax: 0041/81/2542400, E-Mail: contact@graubuenden.ch, Internet: www.graubuenden.ch

Spanisches Fremdenverkehrsamt Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin, Telefon: 030/8826543, Fax: 030/8826661, E-Mail: berlin@tourspain.es, Internet: www.spain.info

Massaschlucht, Schweiz: www.wanderweg-riederalp-belalp.ch, www.aletsch.ch

Viamala Thusis. Schweiz www.viamalaferien.ch

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