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Das sind die Schauplätze von James Bond 007

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Die Lizenz zum Reisen: Das sind die Schauplätze von James Bond

30.07.2012, 09:58 Uhr | Julia Rothhaas, SRT, srt

Er hat nicht nur die schönsten Frauen und die schnellsten Autos, sondern auch die besten Reiseziele: Indien, Jamaika, Istanbul, Phuket, Mexiko - um nur einige Ziele zu nennen. Sein Name ist Bond, James Bond. Der 1953 von Ian Fleming erfundene Agent jettet kreuz und quer durch die Welt, um Verbrecher an ungewöhnlichen Orten aufzustöbern. Wer sich also auch auf die Spuren von James Bond machen will, der sollte diese Schauplätze auf keinen Fall auslassen. Sehen Sie die James-Bond-Schauplätze auch in unserer Foto-Show.

007 geht wieder in Indien auf Verbrecherjagd

Vor 30 Jahren war James Bond alias Roger Moore schon mal in Indien: Damals jagte er den Bösewicht Kamal im indischen Udaipur und lieferte sich spannende Verfolgungsjagden rund um dessen Monsunpalast. Dass der heutige Bond, Daniel Craig, erneut nach Indien darf, war lange Zeit ungewiss. Kürzlich bekam die Produktionsgesellschaft dann doch die Dreherlaubnis. Für den 23. Bond-Film fährt das Team in die indischen Städte Mumbai und Ahmedabad sowie in den Bundesstaat Goa. Auch die indische Eisenbahn soll eine Rolle in dem Film spielen, der im November 2012 in die Kinos kommen soll. Die Reisebüros sollten sich also schon mal auf einen Ansturm auf Indienreisen gefasst machen.

Im Hotel "Goldeneye" auf Jamaika schrieb Fleming Bond-Bücher

Der erste James Bond alias Sean Connery jagte 1963 Dr. No, dabei führte ihn seine Reise unter anderem nach Jamaika. In Kingston beginnt die Suche nach dem Bösewicht, und am Strand Laughing Waters in der Nähe von Ocho Rios steigt Ursula Andress alias Honey im Bikini aus den Fluten. Wer diesem James Bond heute nahe kommen will, der steigt im Luxusresort "Goldeneye" ab, etwa 30 Minuten östlich von Ocho Rios. In dem Haus wohnte einst Ian Fleming, Erfinder des britischen Agenten 007. Im Goldeneye schrieb Fleming 14 seiner Bücher, und prominente Persönlichkeiten wie Errol Flynn und Elizabeth Taylor zählten zu seinen Gästen. Heute werden das Haus und weitere Villen und Strandhütten vermietet.

Tatort: Hagia Sophia in Istanbul

Als Sean Connery "Liebesgrüße aus Moskau" schickte, entführte der Agent seine Zuschauer nach Istanbul. Unter der größten Kuppel der Welt in der Hagia Sophia wird die Agentin Romanova getötet. Auf den Namen "Göttliche Weisheit" geweiht, versammelten sich einst Christen in dem gewaltigen Gotteshaus. Nach der Eroberung Konstantinopels wurde die Hagia Sophia in eine Moschee umgewandelt und schließlich 1934 als Museum wiedereröffnet. Seit jeher zieht die Hagia Sophia Besucher aus aller Welt an. Schon während der Dreharbeiten musste die Crew wegen eines plötzlichen Besucheransturms ihre Arbeit unterbrechen.

James-Bond-Island bei Phuket

Roger Moore stand in insgesamt sieben Filmen in Diensten Ihrer Majestät. Als "der Mann mit dem goldenen Colt" mimte er 1974 den Top-Detektiv. Seine Jagd führte ihn auf die kleine thailändische Insel Khao Phingan bei Phuket. Als James-Bond-Island bekannt, zieht es seither Touristenscharen auf die damals noch unberührte Insel. In Bangkok liefert sich Bond eine Verfolgungsjagd durch die Klongs. Kleine Holzhütten mit traditionell steilen Dächern säumen die Ufer dieses Netzwerkes aus Kanälen. Badende Kinder gehören heute noch ebenso zum alltäglichen Bild des Wassermarktes wie Obsthändler mit vollbeladenen Booten.

Verfolgungsjagd in Venedig

Eine weitere spektakuläre Verfolgung findet 1979 in Venedig statt. Roger Moore jagt einem Schurken auf einer motorisierten Gondel nach, die sich dann in ein Luftkissenboot verwandelt und Bond quer über den Markusplatz segeln lässt. In "Moonraker - Streng geheim" prügelt sich 007 im Torre dell'Orologio am Markusplatz. Am Uhrenturm vorbei führt der Weg in die Einkaufsstraßen Venedigs. Auf der Dachterrasse des Turms selbst schlagen zwei bronzene Mohren die Stunden an.

Für Dreharbeiten wurde der Wiener Prater drei Tage gesperrt

Während des Drehs zum Film "Hauch des Todes" erhielten Timothy Dalton und die Crew 1987 große Unterstützung in Wien. Nachdem es von der damaligen CSSR keine Drehgenehmigung für Bratislava gab, wurde die österreichische Hauptstadt als Schauplatz gewählt. Bürgermeister Helmut Zilk war dermaßen von James Bond begeistert, dass er für die Dreharbeiten Busse und U-Bahnen umleiten und sogar das Riesenrad auf dem Prater für drei Tage sperren ließ. Das beliebte Erholungsgebiet der Wiener, dessen Name auf das spanische "Prado" (Wiese) zurückgeht, eignet sich hervorragend für Spaziergänge. Auch das Rokoko-Schloss Schönbrunn wurde zur Kulisse für den englischen Geheimagenten.

Tempelanlagen und Korallenriffe in Mexiko

Aus Kostengründen drehte die Produktionsfirma Eon Productions "Lizenz zum Töten" vor allem in Mexiko. Szenen aus der fiktiven Stadt Isthmus City spielen in Mexiko-Stadt und Umgebung. Für die Unterwasser-Szenen ging es auf die Isla de Mujeres nahe Cancun. Die der Halbinsel Yucatan vorgelagerte Insel verdankt ihren Namen den auffallend vielen weiblichen Tonfiguren, die in Maya-Ruinen gefunden wurden. Die "Insel der Frauen" war nicht nur dem Namen nach ideal für eine James Bond-Verfilmung, auch die Korallenriffe und die Unterwasserwelt lieferten den perfekten Hintergrund. Bilder der Tempelanlagen von Chichén Itzá und Tulum sind in die Handlung eingebaut.

Autorennen durch Südfrankreich

Die bereits todgesagte Filmreihe wurde 1995 mit Pierce Brosnan wiederbelebt. Nachdem es wegen der vielen Reisewütigen für James Bond eng auf der Erde wurde, mussten entweder die Schauplätze oder die Stunts des Agenten ausgefallen sein. In "Golden Eye" stürzte sich Brosnan an einem Bungeeseil vom Staudamm im Verzascatal in der Schweiz. Ein wildes Autowettrennen mit einer unbekannten Schönen fand in Monaco und in den bergigen Kurven um Thorenc nördlich von Grasse in Südfrankreich statt. Die Panzerverfolgung durch St. Petersburg entstand zwar auf einem riesigen Gelände in England; dennoch wurden auch Sequenzen in Russland gefilmt. Für die Eröffnungsszene wählte das Team das größte Radar- und Radioteleskop der Welt in Arecibo auf Puerto Rico.

Für "Die Welt ist nicht genug" ging es bis auf den Mont Blanc

In "Die Welt ist nicht genug" machte sich Pierce Brosnan nicht, wie man dem Namen nach vermuten könnte, auf die Jagd nach Bösewichten im Weltall. Den Agenten trifft man gleich zu Anfang vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao im Baskenland. Das Werk des US-Stararchitekten Frank Gehry erinnert an einen Schiffsrumpf. Weltberühmte Maler wie Kandinsky, Warhol und Beuys reihen sich in dem modernen Museum im Zentrum Bilbaos. Weitergedreht wurde auf den Ölfeldern in der Nähe von Baku in Aserbaidschan und auf dem Mont Blanc bei Chamonix, auf dessen Pisten Bond von Paraglidern angegriffen wird.

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